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Zukunfts-Illusionen durch Mind-Set und Methodik

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Auszug

„Einhundertsiebzig internationale Medien sowie das Internet werden ständig für Sie ausgewertet“, verspricht Matthias Horx. Faith Popcorn lieferte am Ende ihrer Popcorn-Reports ganze Listen von bis zu 300 Titeln aus aller Welt, die sie regelmäßig auswerte. John Naisbitt, der zu Zeiten der bis 1977 arbeitenden Urban Research Corporation um die 200 Medien analysierte — damals noch im Fokus bestimmter konkreter Fragen — blieb auch in den enzyklopädischen Diagnosen der „Megatrends“ bei der Behauptung, diese Zahl von Medien durchzuarbeiten. Doch selbst bei Einzelfragen bleibt es im Dunkel, welche Grundgesamtheit an Medien genutzt und mit welchen inhaltsanalytischen Techniken gearbeitet wurde. Nach den oben ausgebreiteten Maximen professioneller Forschung müssten Grundgesamtheiten für die Auswahl der Titel und die Untersuchungseinheiten in den einzelnen Medien benannt werden, in denen sich die „schwachen Signale“ der Sortierung sozialer Milieus niederschlagen — Artikel, Absätze, Motive, Themen, Assoziationsstrukturen, Headlines. Die Contentanalyse bietet immerhin eine große Zahl von quantitativen und qualitativen Techniken, um diese Aufgaben zu bewältigen. Das Problem wäre nur, dass selbst die Auswertung der in den Beispielen niedrigsten Anzahl von 170 Medien zu allen erdenklichen Fragen weder technisch noch zeitlich denkbar ist. Das logistische Problem soll hier gar nicht angesprochen werden (Abonnements, Lagerung, Auswertungsprozesse, qualitative und quantitative Zugriffe).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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