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Hochschulen in der Region: Vom Elfenbeinturm zum Leuchtturm?

  • Rolf G. Heinze

Zusammenfassung

„Deutschland ist im Cluster-Fieber“ – so lautet die aktuelle These des Wirtschaftsgeographen Matthias Kiese (2008a) auf Basis regionaler Fallstudien. Aber auch die Feststellung, dieser Clusterboom „überrolle“ die Wissenschaft, sollte ernst genommen werden. Denn obwohl derzeit in Deutschland die Debatte um die Wissensgesellschaft sowie insbesondere auch die Rolle von Hochschulen als „Innovationsmotoren“ in der Öffentlichkeit als auch in der Politik breite Wellen schlägt, gibt es in der Forschung – parallel zur Wirkungsweise und den Erfolgsfaktoren von Clustern – zur Funktion von Hochschulen in regionalen Innovationsprozessen relativ wenig empirische Untersuchungen. Unterstellt wird in der Clustereuphorie mit Hinweis auf verschiedene positive Beispiele erfolgreicher Regionalentwicklung, dass die Existenz von Clustern maßgeblich den Erfolg determiniere. Inzwischen liegen auch verschiedene Studien zu den Wirkungen einer derart ausgerichteten Strukturpolitik vor, die den Eindruck allerdings erheblich differenzieren und Clustervorteile nicht universell ansetzen, sondern nur in bestimmten Wirtschaftsbranchen (etwa der Medizintechnik, Medienwirtschaft oder der Biotechnologie) und an bestimmten Standorten (vgl. Kiese 2008 sowie Dörre/Röttger 2006, Eichhorn et al. 2003, Voelzkow 2007 und Wrobel 2008).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Rolf G. Heinze

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