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Transformation der Wohlfahrtsproduktion in Deutschland: Neue Governance-Strukturen im Sozialsektor

  • Rolf G. Heinze

Zusammenfassung

Die institutionelle Struktur des deutschen Sozialstaatsmodells wird seit Jahrzehnten durch die sechs Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege geprägt; sie nehmen im System sozialer Dienste eine besondere Stellung ein. Ihnen kommt ein „öffentlicher Status“ zu, was sich auch im Selbstverständnis widerspiegelt. Neben den Verbänden von Kapital und Arbeit definieren sich die Wohlfahrtsverbände als „dritte Sozialpartner“, die umfangreich an der Gestaltung des Soziallebens beteiligt sind, und zwar nicht primär als Interessenvertretungen, sondern als – allerdings weitgehend staatlich alimentierte – Anbieter und „freie“ Träger sozialer Dienste. Diese Merkmale prägen auch zentral den deutschen Pfad der Wohlfahrtsproduktion, der sich gerade durch die Arbeitsteilung mit Wohlfahrtsverbänden von anderen westeuropäischen Wohlfahrtsstaatstypen abhebt und auf einen besonderen historischen Entwicklungspfad bzw. auf eine spezifische Koevolution von Verbänden und (christdemokratischem) Wohlfahrtsstaat schließen lässt (vgl. Schmid 1996, Schmid/Mansour 2007 sowie die Beiträge in Gabriel 2001 und Gabriel/Ritter 2005).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Rolf G. Heinze

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