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Vom Ende der Privatisierungseuphorie: Das Beispiel Wohnen

  • Rolf G. Heinze

Zusammenfassung

Wie im vorangehenden Kapitel bereits angedeutet wurde, wirken sich politisch gewollte Privatisierungstendenzen vermehrt auch auf zentrale Lebensbereiche wie das Wohnen aus. Gehörte Wohnen jahrzehntelang unhinterfragt zur öffentlichen Daseinsvorsorge, so haben sich auch hier die Koordinaten in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Das Produkt ist jedoch strukturell ein ortsgebundenes, „immobiles“ Wirtschaftsgut, das man kaufen, verkaufen, mieten oder vermieten, allerdings nicht etwa in andere regionale Märkte bewegen kann. Wohnen wird auch als „Existenzgut“ bezeichnet, ein „nicht substituierbares existentielles Grundbedürfnis“ (Kulenkampff 2003, 55; vgl. auch Pfeiff 2003), das deshalb ein zentraler Gegenstand öffentlicher Daseinsvorsorge war und von vielen noch immer so gesehen wird. Die Anbieter von Wohnungen sind aufgrund der Immobilität ihres Produktes letztlich auf Gedeih und Verderb „ihrem“ jeweiligen Wohnungsmarkt ausgeliefert.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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  • Rolf G. Heinze

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