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Der europäische Politik-Zyklus

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Als konstituierender Bestandteil des politischen Systems bietet der Politik-Zyklus („Policy cycle“) ein Konzept, mit dem die Gesamtheit politischen Handelns konzeptionell erfasst und in den Kontext des Verhältnisses zwischen Staat und Gesellschaft gesetzt werden kann (Nelson 1996: 567). Er stellt ein operatives Grundgerüst der Politik dar und bezieht sich auf „Anfänge, Fortsetzungen und Abschlüsse, die wiederum zu neuen Anfängen führen können“ (May/Wildavsky 1978: 13). Damit ist der Politik- Zyklus vorrangig über Phasen definiert; in einem der substanziellsten theoretischen Beiträge zum Thema werden im Einzelnen Agenda-Setting, Issue-Analyse, Leistungserbringung („service delivery system“), Implementation, Evaluation und Beendigung genannt (ebd.). Institutionen oder auch Organisationen wie z.B. Interessengruppen oder Parteien finden im Politik-Zyklus zunächst keinen systematischen Platz, sondern sind indirekt über Funktionen erfasst, die in jedem politischen System erfüllt sein müssen. In der von Gabriel Almond und Bingham Powell (vgl. Almond/Powell/Mundt 1996) entwickelten Diktion handelt es sich um die Interessenartikulation und -aggregation, die Entscheidungsfindung (policy-making) sowie die Implementation und Überwachung (adjudication). Diese Terminologie wird auch von vielen anderen Grundlagenwerken der Politikanalyse übernommen (z.B. Héritier 1999; Anderson 2000).

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© VS Verlag för Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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