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Die politische Vorgeschichte der vorgezogenen Bundestagswahl

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Die politische Vorgeschichte der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 war geprägt durch einen jahrelang anhaltenden Prozess zerfallender Regierungsmacht während der zweiten Amtsperiode des Kabinetts Gerhard Schröders. Dieser Machtzerfall setzte bereits wenige Monate nach den knapp gewonnenen Wahlen vom September 2002 ein. Die Stationen des Niedergangs sind bekannt: Er führte über die Regierungserklärung vom 14. März 2003, in welcher der Kanzler die Agenda 2010 ankündigte, über die anschließend umgesetzten Regelungen zur Reform des Arbeitsmarkts, für die das Hartz IV-Gesetz zu einer Chiffre mit hoher negativer Symbolkraft wurde. Die nächsten Stufen waren die Montags-Demonstrationen im Sommer 2004 und die Abwahl der rotgrünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005. Das Wahldebakel bewirkte die noch am gleichen Tag bekundete Entscheidung Schröders, das Instrument der “unechten” Vertrauensabstimmung anzuwenden, mit dem Ziel, Neuwahlen herbeizuführen. Dies wiederum brachte die Akteure des sich neu formierenden Linksbündnisses von PDS und WASG in Zugzwang, die im Juni und Juli 2005 erste Gehversuche unternahmen.

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