Advertisement

Regionalisierung des Wahlverhaltens und des Parteiensystems seit 1949

Chapter

Die Wahl der Abgeordneten zum deutschen Bundestag erfolgt nach den Grundsätzen einer personalisierten Verhältniswahl. Das Wahlgesetz legt dabei fest, dass 299 der Abgeordneten “nach Kreiswahlvorschlägen in den Wahlkreisen und die Übrigen nach Landeswahlvorschlägen (Landeslisten) gewählt” (BWG § 1, 2) werden. Durch diese institutionelle Rahmenbedingung werden die 16 Bundesländer als Regionen mit intern jeweils gleichen und zwischen den Ländern potenziell differierenden Wettbewerbsbedingungen für die Wähler und Parteien definiert. Dies ermöglicht zwei Formen der Regionalisierung des Wahlverhaltens und des Parteiensystems: Zum einen unterschiedlich hohe Stimmabgaben für die einzelnen Parteien in den Bundesländern und damit länderspezifisch differierende Charakteristika des Parteiensystems bei gleicher Parteienangebotskonstellation zwischen den einzelnen Ländern, und zum anderen regionale Unterschiede aufgrund differierender Angebotskonstellationen, weil nicht alle Parteien in allen Bundesländern antreten wollen oder können.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Decker, Frank, 2005: Politikverdrossenheit ohne Ende? Zur Krise der deutschen Parteiendemokratie, In: Gesellschaft - Wirtschaft - Politik 54, 101-125.Google Scholar
  2. Decker, Frank und Viola Neu (Hg.), 2007: Handbuch der deutschen Parteien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  3. Dingel, Frank, 1983: Die Christliche Volkspartei des Saarlandes. In: Richard Stöss (Hg.): ParteienHandbuch. Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland 1945-1980. Sonderausgabe, Band 2: CSU bis DSU. Opladen: Westdeutscher Verlag, 719-765.Google Scholar
  4. Jesse, Eckhard, 2000: Parteiensystem im deutschen Osten: 1990 bis 2000. In: Politische Studien (Sonderheft 5) 51, 68-80.Google Scholar
  5. Laakso, Markku und Rein Taagepera, 1979: “Effective” Number of Parties. A Measure with Application to West Europe. In: Comparative Political Studies 12: 3-27.Google Scholar
  6. Lösche, Peter, 2003: The German Party System after the 2002 Bundestag Elections - Continuity or Discontinuity. In: German Politics 12, 66-81.CrossRefGoogle Scholar
  7. Niedermayer, Oskar, 2007: Die Entwicklung des bundesdeutschen Parteiensystems. In: Frank Decker und Viola Neu (Hg.): Handbuch der deutschen Parteien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 114-135.CrossRefGoogle Scholar
  8. Niedermayer, Oskar, 2008a: Das fluide Fünfparteiensystem nach der Bundestagswahl 2005. In: Oskar Niedermayer (Hg.): Die Parteien nach der Bundestagswahl 2005. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 9-35.CrossRefGoogle Scholar
  9. Niedermayer, Oskar, 2008b: Parteiensysteme. In: Oscar W.Gabriel und Sabine Kropp (Hg.): Die EU-Staaten im Vergleich. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 351-388.CrossRefGoogle Scholar
  10. Schulze, Andreas, 2004: Kleinparteien in Deutschland: Aufstieg und Fall nicht-etablierter politischer Vereinigungen. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.Google Scholar
  11. Weßels, Bernhard, 2004: The German Party System: Developments After Unification. In: Werner Reutter (Hg.): Germany on the Road to “Normalcy”. New York: Palcrave Macmillan, 47-65.Google Scholar
  12. van den Boom, Dirk, 1999: Politik diesseits der Macht? Zu Einfluss, Funktion und Stellung von Kleinparteien im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations