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Perspektivenwechsel: Der Mensch als Ausgangspunkt

  • Armin Klein
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Der Mensch als Person und Individuum spielte, wie dargestellt, in den klassischen Organisationstheorien des Scientific Management und der Bürokratietheorie eine völlig untergeordnete Rolle. Arbeitsplatzbeschreibungen, Stellenkontingente, Organigramme, Prozessabläufe – der Mensch war (bzw. ist) in einem solchen Denken lediglich ein Rädchen in einer großen Maschine, die möglichst reibungslos zu funktionieren hat. Kafka, der seine Romane und Erzählungen zur gleichen Zeit schrieb, als die klassischen Organisationstheorien entwickelt wurden, lässt grüßen! Erst als die Theorie mit der Wirklichkeit kollidierte (das Beispiel der Hawthorne-Experimente) wurden im Zuge der sog. Human-Relations-Bewegung entsprechende Motivationstheorien entwickelt, die es erlauben sollten, nach wie vor an den traditionellen Theorien festzuhalten, erweitert allerdings um entsprechende „Stütztheorien“, die den Mensch und seine Bedürfnisse „irgendwie“ berücksichtigen und mit der Organisation einigermaßen versöhnen sollten. Zeitgleich mit den ersten Motivationstheorien entstand allerdings Ende der 30er Jahre ein theoretischer Neuansatz innerhalb der Organisationstheorie, der radikal den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellte und der viele Erkenntnisse der heutigen Organisationstheorie vorweg nahm, ohne seiner Zeit entsprechend gewürdigt zu werden. Für die hier angestellten Überlegungen zum Leadership in Kulturbetrieben liefert dieser Neuansatz eine ganze Reihe grundlegender Erkenntnisse.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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  • Armin Klein

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