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Typen von Arbeitsbeziehungen

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Merkmal pädagogischer Professionalität ist die Gleichzeitigkeit von »Rollenhandeln und Handeln als ganze Person, von Elementen einer spezifischen und einer diffusen Sozialbeziehung« (Oevermann 1996, S. 106). Jedoch genügt es nicht, dies Modell pauschal auf das Handeln in der Kinderund Jugendarbeit zu übertragen.105 Vielmehr schälte sich im Laufe der empirischen Rekonstruktionen heraus, dass in der Kinder- und Jugendarbeit ein spezifischer Typus der Ausbalancierung zwischen diffusem und spezifischem Handeln zentral ist, der sich über die oben beschriebenen konstitutiven Regeln verdeutlichen lässt und sich empirisch beschreibbar als Arbeitsbeziehung ‚Andere(r) unter Gleichen‘ verdichtet. Dies soll zunächst noch einmal anhand eines Fallbeispiels konkretisiert und dann kontrastierend anhand von zwei abweichenden Typen von Arbeitsbeziehungen dargestellt werden. Die abweichenden Typen demonstrieren dabei anschaulich, welche Fehlerpotentiale sich ergeben, wenn die paradoxalen Anforderungen, die sich durch die in Kapitel 7 beschriebenen professionellen Regeln ergeben, im pädagogischen Handeln einseitig ausgelegt werden.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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