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Schulübergreifende Kontrastierung

  • Werner Helsper
  • Rolf-Torsten Kramer
  • Merle Hummrich
  • Susann Busse
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In diesem Abschnitt werden die idealen Entwürfe eines „gelungenen Schülers“, wie er in den schulischen Texten rekonstruiert werden konnte, also der ideale sekundäre Habitus der jeweiligen Schule zu sozialen Milieus in Beziehung gesetzt, die diesen Entwürfen nahe stehen.38 Wir wählen hier den Bezug auf den Milieubegriff (vgl. etwa Vester/Hoffmann/Zierke 1995, Vester/von Oertzen/Geiling/Hermann/Müller 2001; Vester 2004, 2005; Hradil 2006), weil er im Anschluss an Bourdieu nicht nur die vertikale Schichtung im sozialen Feld entlang ökonomischer Differenzen aufgreift, sondern zusätzlich in der Horizontalen zwischen verschiedenen grundlegenden Haltungen im sozialen Raum unterscheidet, die in der Spannung zwischen avantgardistischen, hoch modernisierten und eher bewahrenden Haltungen aufgespannt sind und sich damit entlang der Linie der Transformation und der Reproduktion des Sozialen unterschiedlich verorten (vgl. Vester u.a. 1995, 2001; Bremer/Lange-Vester 2006; Hradil 2006). Damit gehen zugleich auch unterschiedliche Haltungen zur Bildung insgesamt, zur Orientierung an spezifischen Bildungsströmungen zwischen avantgardistisch-experimentellen, tradiert hochkulturellen bis hin zu praktischkörperlichen Bildungsverständnissen einher, die zugleich mit unterschiedlichen Bezügen auf schulische Bildung, Abschlüsse und Aufstiegsorientierungen verbunden sind (vgl. Vester 2004, 2005).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Werner Helsper
  • Rolf-Torsten Kramer
  • Merle Hummrich
  • Susann Busse

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