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Fazit: Ist der Präventionsbegriff noch zu retten?

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Die sozialpädagogische Disziplin blickt auf eine längere Diskurstradition zum Thema Prävention zurück, das in unregelmäßigen zeitlichen Abständen jeweils an Aktualität gewinnt und auch wieder verliert. Jenseits dieser Periodizität ist zu konstatieren, dass – möglicherweise aufgrund seiner medizinischen und kriminologischen Tradition – der Präventionsbegriff im überwiegenden Teil der Debatten den Status eines ausgesprochen ungebetenen Gastes in der Disziplin innehat. Es handelt sich dabei um einen Gast, der über eine Reihe von Eigenschaften verfügt, von denen die Gastgebenden befürchten, sie könnten ein schlechtes Licht auf sie selbst werfen oder gar abfärben. Zudem scheint das Wesen bzw. der Charakter dieses Gastes kaum vereinbar mit den eigenen Wertvorstellungen und Maximen. Dementsprechend wird man nicht müde, diese Merkmale und Charakterzüge zu verurteilen und sich aktiv von diesem Gast zu distanzieren, während der aus scheinbar unerklärlichen Gründen immer wieder auf Veranstaltungen im eigenen Haus auftaucht. Die ablehnende Haltung gegenüber diesem Gast bekommt auf diesem Wege den Status einer Tradition.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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