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Editorial

  • Hans-Günther Roßbach
  • Hans-Peter Blossfeld

Auszug

Seit einigen Jahren wird in Sozial- und Bildungspolitik dem frühpädagogischen Bereich — d.h. hier vor allem der außerfamilialen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern vor Schulbeginn — eine vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt. Besondere Erwartungen werden an ihn gestellt z.B. im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt sowie auf seine Beiträge zur (längerfristigen) Steigerung des Kompetenzniveaus von allen Kindern und zur Kompensation von sozial bedingten Ungleichheiten. „Auf den Anfang kommt es an!“ ist als Slogan weit verbreitet, viele Stiftungen engagieren sich im frühpädagogischen Bereich, und das Thema hat einen hohen Stellenwert in den Medien. Allerdings ist diese öffentliche Aufmerksamkeit nicht neu. Sie erinnert stark an die Zeit der „Bildungsreform“ in den 1960er/70er Jahren, wobei allerdings ab Mitte der 1970er Jahre die Aufmerksamkeit sich deutlich reduzierte und die Frühpädagogik fast in einen „Dornröschenschlaf“ versank. Parallel wandten sich viele vormals in der Frühpädagogik engagierte Erziehungswissenschaftler anderen Feldern zu, und frühpädagogische Professuren wurden abgebaut.

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Literatur

  1. Weinert, F.E. (1974): Psychologische Probleme der Vorschulerziehung. In: Weinert, F.E./ Graumann, C.F./ Heckhausen, H./ Hofer, M.u.a. (Hrsg.): Funk-Kolleg Pädagogische Psychologie. Bd. 1. — Frankfurt am Main, S. 389–403.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

Authors and Affiliations

  • Hans-Günther Roßbach
  • Hans-Peter Blossfeld

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