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Politikjournalisten und Politiker Sichtweisen der Praxis

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Auszug

Seit ein paar Minuten fliegt der Airbus „Konrad Adenauer“ Richtung Osten. Der Pilot hat die Bundeskanzlerin und die übrigen Fluggäste an Bord begrüßt, und die Flugbegleiter in Luftwaffen-Uniform haben eine erste Runde Drinks serviert. In den engen Reihen der Economy-Class im hinteren Teil des Flugzeugs steigt die Spannung. Zwei Dutzend Journalisten sitzen hier: die Büroleiter der wichtigsten Fernsehsender, der größten Zeitungen und Magazine, die Kanzleramtskorrespondenten der Nachrichtenagenturen, einige wenige Radiojournalisten und Fotografen. Sie alle schauen immer wieder den Gang entlang nach vorne.

Eine halbe Stunde verstreicht, bis sie sich blicken lässt: Schnellen Schrittes kommt Angela Merkel den Gang hinunter, lässt den Blick einmal durch die Kabine schweifen und begrüßt dann jeden Journalisten per Handschlag. Einige spricht sie mit Namen an, mit zwei oder drei Korrespondenten - vor allem Vertretern konservativer Zeitungen -wechselt sie mit gedämpfter Stimme ein paar Sätze. Hinter der Kanzlerin wartet der Regierungssprecher. Später, wenn Merkel wieder in ihrer Kabine weit vorn im Flugzeug Platz genommen hat, wird er sich zu dem einen oder anderen Journalisten kurz dazusetzen, aber vorläufig folgt er nur seiner Chefin. Schließlich hat Merkel die Reihen abgearbeitet und bleibt in der Mitte der Economy-Kabine stehen.

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Weiterführende Literatur

  1. Niejahr, Elisabeth/ Pörtner, Rainer (2002): Joschka Fischers Pollenflug und andere Spiele der Macht. Wie Politik wirklich funktioniert. Frankfurt: Eichborn.Google Scholar

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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