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Politikjournalisten und ihr Publikum Sichtweisen der Praxis

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Auszug

Fraglos ist die Debatte über die Zukunft der Bundeswehr heute das Thema im politischen Berlin. Der Verteidigungsminister hat im Bundestag sein Konzept vorgestellt, mit dem er die Truppe für die Zukunft rüsten will. Oppositionsvertreter haben die erbärmliche Ausstattung der Soldaten beklagt. Der Artikel, der kurz darauf ganz oben auf der Website der Zeitung erscheint, fasst das Thema ebenso präzise wie lesenswert zusammen; zusätzlich hat der Autor aufschlussreiche Statements einholen können, vom Sprecher des Bundeswehrverbands bis hin zum einfachen Zeitsoldaten. Quo vadis Bundeswehr: Unter dieser Überschrift lädt ein Diskussionsforum die User ein, über die Reform der Truppe zu debattieren.

Doch nur eine Stunde später ist der Artikel bereits auf die Mitte gerutscht, abgehängt von neuen Vorwürfen im Sex-Skandal gegen den britischen Innenminister. Nochmals eine Stunde steht der Artikel ganz am Ende der Seite — man muss schon eine ganze Weile scrollen, bis man unter der Meldung über die neue Cabrio-Version des Porsche 911 die Nachricht über die Bundeswehr-Debatte entdeckt.

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Weiterführende Literatur

  1. Armborst, Matthias (2006): Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten. Münster: LIT.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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