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Journalismus — Begriff, Qualität, Publikum

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Auszug

Nachdem mögliche Orientierungspunkte für eine journalistische Qualitätsbestimmung entwickelt wurden, ist nun zu klären, an wen sich die Forderungen nach Qualität überhaupt richten und von welchen Faktoren ihre Umsetzung abhängt. Die folgenden Ausführungen suchen in der Journalismustheorie nach Anknüpfungspunkten für das Modell eines konfliktsensitiven Journalismus. Auf eine Annäherung an eine integrative Journalismustheorie (1) folgt die Auswertung vorhandener Qualitäts- und Ethikkonzepte (2). Welche Interdependenzen zwischen Journalismus und seinem Publikum bestehen, erläutert der letzte Teil des Kapitels (3): Wie und mit welchen Folgen werden journalistische Produkte rezipiert? Hat Journalismus überhaupt das Potenzial, die aus dem Normenrahmen abgeleiteten Aufgaben zu erfüllen? Dabei gilt die besondere Aufmerksamkeit der Rezeption von Krisen- und Kriegsberichterstattung.

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Literatur

  1. 127.
    Raabe 2005, S. 10Google Scholar
  2. 128.
    Vgl. Gerhards 1995Google Scholar
  3. 129.
    Baum (1994) entwickelt seine Kritik der Publizistikwissenschaft anhand eines deliberativen Öffentlichkeitsmodells, das seiner Einschätzung nach keineswegs das Leitbild dieser Disziplin ist.Google Scholar
  4. 130.
    Löffelholz 2000b, S. 32Google Scholar
  5. 131.
    Rühl 1980, S. 249f.Google Scholar
  6. 132.
    Vgl. Raabe 2005, S. 22Google Scholar
  7. 133.
    Vgl. zu den Grundlagen Jarren / Donges 2002a, S. 45ff.Google Scholar
  8. 134.
    Scholl 2005, S. 440Google Scholar
  9. 135.
    Vgl. Schimank 2000, S. 135ff. Diesen Aspekt hat Luhmann (1996) für das System Massenmedien ausführlich herausgearbeitet.Google Scholar
  10. 136.
    Vgl. Scholl 2005Google Scholar
  11. 137.
    Vgl. Görke / Kohring 1996Google Scholar
  12. 138.
    Vgl. Scholl / Weischenberg 1998, S. 74Google Scholar
  13. 139.
    Vgl. Blöbaum 1994, S. 13Google Scholar
  14. 140.
    Vgl. ebenda, S. 75Google Scholar
  15. 141.
    Vgl. Blöbaum 1994, S. 273f. Luhmann (1996, S. 35ff. und 182) operiert ebenfalls mit (Nicht-)Information, allerdings für das System Massenmedien, ständig werde Information in Nichtinformation umgewandelt und so Vergangenes mit Zukünftigen verknüpft.Google Scholar
  16. 142.
    Blöbaum 1994, S. 261Google Scholar
  17. 143.
    Vgl. ebenda, S. 220ff. Blöbaum entwickelt Ansätze von Rühl weiter, der bereits 1980 eine systemtheoretische Herangehensweise der Journalismusforschung forderte. Für Rühl (1980) war die Primärfunktion des Journalismus die „Herstellung und Bereitstellung von Themen zur öffentlichen Kommunikation“. (S. 319) Er sprach ebenfalls von Rollen, (S. 272ff.) Programme diskutierte er unter dem Begriff Symboltechniken. (S. 303ff.)Google Scholar
  18. 144.
    Rühl 1980, S. 273Google Scholar
  19. 145.
    Vgl. ebenda, S. 253ff. und 356Google Scholar
  20. 146.
    Luhmann (1996) nennt als wichtigste Funktion der Massenmedien: das „Dirigieren der Selbstbeobachtung der Gesellschaft“. (S. 173.)Google Scholar
  21. 147.
    Scholl und Weischenberg (1998, S. 77ff.) unterscheiden eine zeitliche, eine soziale und eine sachliche Funktion: Journalismus als Synchronisation, als Selbstbeobachtung und als Themenlieferant.Google Scholar
  22. 148.
    Luhmann 1996, S. 176Google Scholar
  23. 149.
    Vgl. Görke / Kohring 1996, S. 15–31Google Scholar
  24. 150.
    Vgl. Baum 1994, S. 360ff.Google Scholar
  25. 151.
    Hohlfeld 2003, S. 122Google Scholar
  26. 152.
    Ebenda, S. 128. Auch hinter diesem Abriss steht ein bestimmtes Erkenntnisinteresse: Hohlfeld weist der Medienforschung als Funktion die Inklusion des Publikums zu. Dazu muss er Publikum wie Journalismus als Teil desselben Systems (Publizistik) begreifen.Google Scholar
  27. 153.
    Vgl. Raabe 2000, S. 311–326Google Scholar
  28. 154.
    Baum 2005, S. 100Google Scholar
  29. 155.
    Vgl. Fabris 2000, S. 371Google Scholar
  30. 156.
    Vgl. Debatin 1997, S. 284Google Scholar
  31. 157.
    „Normen regeln und steuern Kommunikation, um ihren Verlauf nicht dem Zufall oder der Beliebigkeit preiszugeben. Als Stabilisatoren kommunikativer Erwartungen steigern Normen sowohl aktuelle Kommunikation als auch künftige Kommunikationsprozesse.“ (Rühl 1996, S. 51f.) Als publizistischer Kreislauf (re-)produziere und rezipiere sich der Rundfunk z.B. selbst, dabei richte er sich für die Zukunft an einer von ihm selbst hervorgebrachten Öffentlichkeit als „der sozialen, sachlichen und zeitlichen Zentralinstanz“ aus.Google Scholar
  32. 158.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 60ff.Google Scholar
  33. 159.
    Baum 2005, S. 100Google Scholar
  34. 160.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 60ff.Google Scholar
  35. 161.
    Vgl. Baum 2005Google Scholar
  36. 162.
    Vgl. Scholl / Weischenberg 1998, S. 80f.Google Scholar
  37. 163.
    Vgl. Weischenberg 1998 ebenda, S. 153ff.Google Scholar
  38. 164.
    Vgl. Weischenberg 1998 ebenda, S. 194Google Scholar
  39. 165.
    Vgl. Weischenberg 1998 ebenda, S. 21Google Scholar
  40. 166.
    Vgl. Weischenberg 1998 ebenda, S. 182f.Google Scholar
  41. 167.
    Weischenberg 1992, S. 220Google Scholar
  42. 168.
    Vgl. Löffelholz 2000b, S. 50f.Google Scholar
  43. 169.
    Vgl. Bucher 2000Google Scholar
  44. 170.
    Vgl. Schimank 2000, S. 211f.Google Scholar
  45. 171.
    Jarren / Donges 2002a, S. 72Google Scholar
  46. 172.
    Schimank 2000, S. 243Google Scholar
  47. 173.
    Vgl. Ebenda, S. 244ff.Google Scholar
  48. 174.
    Ebenda, S. 246f.Google Scholar
  49. 175.
    Neuberger 2000, S. 281Google Scholar
  50. 176.
  51. 177.
    Zu seinem Kommunikationsmodell s. Neuberger 1996, S. 28ff.Google Scholar
  52. 178.
    Gerhards (1999) nimmt an, dass zunehmend auch Meinungsforschung zu diesem Zweck genutzt wird.Google Scholar
  53. 179.
    Vgl. Neuberger 2000Google Scholar
  54. 180.
    Vgl. Raabe 2005, S. 87ff.Google Scholar
  55. 181.
    Vgl. Baum 2005, S. 101Google Scholar
  56. 183.
    Brosda 2008, S. 349Google Scholar
  57. 184.
    Ebenda, S. 27Google Scholar
  58. 185.
    Ebenda, S. 218fGoogle Scholar
  59. 186.
    Vgl. ebenda, S. 167ff. und 377f.Google Scholar
  60. 187.
    Ebenda, 32. Der Begriff des Diskurs-Anwalts (mit seinen Implikationen) taucht auch bei Burkart (1998) auf, der ihn als mögliche Folge einer zunehmend verständigungsorientierten Public Relations einführt — eine Folgerung, die noch belegt werden müsste.Google Scholar
  61. 188.
    Arens 1996, S. 91Google Scholar
  62. 189.
    Ebenda, S. 92Google Scholar
  63. 190.
    Kuhlmann 1999, S. 289Google Scholar
  64. 191.
    Vgl. Brosda 2008, S. 342ff.Google Scholar
  65. 192.
    Vgl. ebenda, S. 357ff.Google Scholar
  66. 193.
    Vgl. Neuberger 1996, S. 275ff.Google Scholar
  67. 194.
    Vgl. Raabe 2005, S. 135Google Scholar
  68. 195.
    Ebenda, S. 159Google Scholar
  69. 196.
    Ebenda, S. 160Google Scholar
  70. 197.
    Ebenda, S. 135Google Scholar
  71. 198.
    Vgl. Neuberger 1996, S. 44ff. und Hafez 2001, S. 73ff.Google Scholar
  72. 199.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 207ff.Google Scholar
  73. 200.
    Vgl. Patterson / Donsbach 1996Google Scholar
  74. 201.
    Neuberger 1996, S. 78Google Scholar
  75. 202.
    Drei Viertel der befragten Journalisten wollen Realität abbilden, knapp zwei Drittel Kritik an Missständen üben. Vgl. Weischenberg / Scholl / Malik 2006, S. 102 und 106Google Scholar
  76. 203.
    Vgl. Czerwick 1990, S. 182Google Scholar
  77. 204.
    Vgl. Donsbach 2005, S. 418f.Google Scholar
  78. 205.
    Vgl. Hafez 2001, S. 82Google Scholar
  79. 207.
    Zuerst wurde dieser Erklärungsansatz für journalistische Selektion von Galtung und Ruge (1970) angewandt. Sie unterschieden folgende Faktoren: Intensität, Eindeutigkeit, Relevanz, Erwartung, Überraschung, Variation (Ausgewogenheit im Nachrichtenbild, z.B. Inland — Ausland), Elite, Personalisierung, Negativismus. Schulz (1976, S. 32–34) reduzierte die Zahl auf sechs: Zeit, Nähe, Status, Dynamik, Valenz, Identifikation, die er weiter untergliedert. Neuberger (1996, S. 262ff.) kritisiert Studien zum Thema: Nur wenige untersuchten Input und Output der Berichterstattung, was zur Klärung notwendig sei. Meist würden die Kataloge nur für Inhaltsanalysen genutzt, seit Galtung seien sie außerdem wenig verändert worden. Eine Aufarbeitung der Forschung leistet Eilders (1997, S. 19ff.).Google Scholar
  80. 209.
    Vgl. Neuberger 1996, S. 278f.Google Scholar
  81. 210.
    Vgl. Hafez 2001, S. 30, 65 und 67ff.Google Scholar
  82. 211.
    Vgl. Neuberger 1996, S. 279f. und Hafez 2001, S. 88ff.Google Scholar
  83. 212.
    Vgl. Hagen 1995, S. 18ff.Google Scholar
  84. 213.
    Vgl. Weischenberg / Scholl / Malik 2006, S. 146Google Scholar
  85. 214.
    Vgl. Scholl / Malik 2006 ebenda, S. 36ff.Google Scholar
  86. 215.
    Vgl. Altmeppen 2000, S. 121 und 126Google Scholar
  87. 216.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a und 2002bGoogle Scholar
  88. 218.
    Journalisten selbst siedeln den Einfluss ihres Publikums im mittleren Bereich an. Vgl. Weischenberg / Scholl / Malik 2006, S. 159f.Google Scholar
  89. 219.
    Vgl. Hohlfeld 2003Google Scholar
  90. 220.
    Vgl. Altmeppen 2000, S. 123f.Google Scholar
  91. 222.
    Vgl. Brosda 2005Google Scholar
  92. 223.
    Vgl. Metze-Mangold 2004, S. 149Google Scholar
  93. 224.
    Vgl. Kunczik 2004Google Scholar
  94. 225.
    Deutsche Journalisten schätzen den Einfluss von Öffentlichkeitsarbeit eher gering ein. Das könnte allerdings auch eine Fehleinschätzung sein, ausgerichtet am Ideal der Überparteilichkeit. Vgl. Weischenberg / Scholl / Malik 2006, S. 123Google Scholar
  95. 226.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 153ff. Zur Differenzierung zwischen systemischer, institutioneller und individueller Ebene s. auch Brosda / Schicha 2002Google Scholar
  96. 227.
    Vgl. Jarren / Donges 2002bGoogle Scholar
  97. 228.
    Reinemann (2003, 247ff.) hat diese Nutzungsschwerpunkte in einer Befragung unter Journalisten, die sich mit Bundespolitik beschäftigen, herausgefunden.Google Scholar
  98. 229.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 221Google Scholar
  99. 230.
    Vgl. Donsbach 2005, S. 418Google Scholar
  100. 231.
    Vgl. Donsbach 1979Google Scholar
  101. 232.
    Vgl. Haas / Pürer 1996Google Scholar
  102. 233.
    Vgl. Weischenberg 1983Google Scholar
  103. 234.
    Vgl. Haller 2004Google Scholar
  104. 235.
    Haller schränkt hier bereits aus erkenntnistheoretischer Perspektive ein: „Dabei gilt ‚umfassend ‘für die als bemerkenswert eingeschätzten Geschehnisse [...]“ (Ebenda, S. 88) Damit führt er die Selektion als Wertung auch in der objektiven Berichterstattung ein. S. dazu Kap. III.2.2.2Google Scholar
  105. 236.
    Vgl. Weischenberg 1983, S. 356Google Scholar
  106. 237.
    Vgl. Brosda 2008, S. 215ff.Google Scholar
  107. 238.
    Vgl. Weischenberg / Löffelholz / Scholl 1994Google Scholar
  108. 239.
    Quelle: Weischenberg 1983, S. 359. Nicht berücksichtigt wurde die Frage der Relevanz dieser Typen, da dieser Argumentation hier nicht gefolgt wird. Die Spalte Public Journalism ist eine eigene Ergänzung.Google Scholar
  109. 240.
    Vgl. Kepplinger 1979bGoogle Scholar
  110. 241.
    Vgl. Donsbach 1979Google Scholar
  111. 242.
    Ebenda, S. 42.Google Scholar
  112. 243.
    Noelle-Neumann 1993, S. 193Google Scholar
  113. 244.
    Vgl. Noelle-Neumann 1994, S. 556ff.Google Scholar
  114. 245.
    Raabe 2005, S. 38Google Scholar
  115. 246.
    Vgl. Weischenberg 1989Google Scholar
  116. 247.
    Vgl. Weischenberg / Löffelholz / Scholl 1994 und Weischenberg / Scholl / Malik 2006Google Scholar
  117. 248.
    Die Kategorien stammen von Weischenberg. Siehe oben und vgl. Weischenberg 1983, S. 359. Wie sich dieses Journalismusbild in der Analyse von Kriegsberichterstattung niederschlagen kann, zeigt eine Studie von Donsbach, Jandura und Müller (2005) über die Bewertung der Embedded Journalists in deutschen und US-Medien. Dass deutsche Medien deutlich kritischer berichteten, obwohl Augenzeugen (die Reporter selbst) ein gemischtes bis positives Bild vertraten, führen sie u.a. auf die politische Ausrichtung deutscher Journalisten zurück. Ihr Bild von den US-Medien sei negativ. Die kritische Berichterstattung in Deutschland habe vermutlich zu einem negativen USA-Bild des Publikums geführt. Weitere Faktoren der Parteilichkeit — z.B. die kriegskritische Haltung einer Bevölkerungsmehrheit in Deutschland und die umgekehrten Vorzeichen in den USA oder die Tatsache, dass die meisten eingebetteten Journalisten US-Amerikaner waren-wurden nicht diskutiert.Google Scholar
  118. 249.
    Die Kritik verweist auf die Diskrepanz der Eigendarstellung und der journalistischen Darstellung von Berufen oder Wissenschaftszweigen. Vgl. Kepplinger 1979b und Noelle-Neumann 1993Google Scholar
  119. 250.
    Vgl. Weischenberg / Scholl / Malik 2006, S. 97ff. Wilke (1998, S. 141) stellt Ähnliches bei einer Befragung von Journalistenpreis-Juroren fest: Die Rollenmuster Kritiker und neutraler Berichterstatter rangieren mit höchster Zustimmung an erster Stelle.Google Scholar
  120. 251.
    Vgl. Haas / Pürer 1996, S. 355Google Scholar
  121. 252.
    Vgl. Brosda 2008, S. 119ff.Google Scholar
  122. 253.
    Die Darstellung wurde inspiriert von den Abbildungen bei Brosda (2008).Google Scholar
  123. 254.
    Baum 1994, S. 166 [sic]Google Scholar
  124. 255.
    Vgl. Wyss 2004. Wyss bezieht sich auf die Strukturationstheorie von Anthony Giddens. So auch Jarren / Donges 2002, S. 77ff.Google Scholar
  125. 256.
    Vgl. Brosda 2008, S. 295Google Scholar
  126. 258.
    Vgl. McQuail 1992, S. 17Google Scholar
  127. 259.
    Vgl. Gerhards 1999, S. 146Google Scholar
  128. 260.
    Vgl. Pöttker 2000 sowie Debatin 1997Google Scholar
  129. 261.
    Vgl. Thomaß 2000, S. 351f.Google Scholar
  130. 262.
    Pürer 2003, S. 144Google Scholar
  131. 263.
    Vgl. Thomaß 2000, S. 351Google Scholar
  132. 264.
    Vgl. Wunden 2003, S. 59Google Scholar
  133. 265.
    Auch aus systemtheoretischer Perspektive, die Ethik als besonderen Typus normativer Strukturen begreift, wird diese Schlussfolgerung nachvollzogen. Vgl. Rühl 1981, S. 481Google Scholar
  134. 266.
    Vgl. Greis 2003, S. S. 4ff.Google Scholar
  135. 267.
    Vgl. Wunden 2003, S. 56f.Google Scholar
  136. 268.
    Vgl. ebenda, S. 57ff.Google Scholar
  137. 269.
    Vgl. Debatin 1997Google Scholar
  138. 270.
    Die Inhalte solcher Kodizes können wiederum auch Reflexionsgegenstand der Medienethik sein, wie Wunden (2003, S. 63ff.) mit seiner Analyse des Pressekodex’ zeigt.Google Scholar
  139. 271.
    Loretan 2002, S. 285Google Scholar
  140. 272.
    Vgl. Rager 2000Google Scholar
  141. 273.
    Vgl. Wunden 1998bGoogle Scholar
  142. 274.
    Vgl. Fabris / Renger 2003, S. 82f.Google Scholar
  143. 275.
    Vgl. z.B. Bucher 2003, Hagen 1995 und Pöttker 2000Google Scholar
  144. 276.
    Vgl. z.B. Greis 2003 und Wunden 1998bGoogle Scholar
  145. 277.
    Auch scheinen sich hohe Mediennutzung und gesellschaftliche Anforderungen an Journalismus nicht in jedem Fall auszuschließen. Z.B. bei Fernsehnachrichten, s. dazu S. 108Google Scholar
  146. 278.
    Vgl. Thomaß 2000, S. 358Google Scholar
  147. 279.
    Vgl. Debatin 1997, S. 285ff.Google Scholar
  148. 280.
    Debatin 1997, S. 284Google Scholar
  149. 281.
    Rühl / Saxer 1981, S. 487. An dieser Stelle wird allerdings weniger integrativ, sondern scharf abgrenzend von individualethischen Ansätzen argumentiert.Google Scholar
  150. 282.
    Pörksen 2005, S. 217Google Scholar
  151. 283.
    Vgl. Thomaß 1998, S. 33ff.Google Scholar
  152. 284.
    Vgl. Loretan 2002, S. 277ff.Google Scholar
  153. 285.
    Vgl. Fabris / Renger 2003, S. 91Google Scholar
  154. 286.
    Vgl. Pürer 2003, S. 139f., Bucher 2003 und Wunden 2003, S. 70ff.Google Scholar
  155. 287.
    Vgl. Neuberger 2006, S. 3Google Scholar
  156. 288.
    Ruß-Mohl 1992, S. 85Google Scholar
  157. 289.
    Vgl. Weischenberg 2006b, S. 21Google Scholar
  158. 290.
    Vgl. Fabris 2000Google Scholar
  159. 291.
    Vgl. Wyss 2003Google Scholar
  160. 292.
    Vgl. Heinrich 1999, Kap. 1Google Scholar
  161. 293.
    Vgl. Wallisch 1995Google Scholar
  162. 294.
    Vgl. Debatin 1998Google Scholar
  163. 295.
    Vgl. Branahl 2002Google Scholar
  164. 296.
    Vgl. Weischenberg 2006b, S. 9f.Google Scholar
  165. 297.
    Vgl. Thomaß 2003Google Scholar
  166. 298.
    Wunden 1998b, S. 150Google Scholar
  167. 299.
    Ebenda, S. 154Google Scholar
  168. 300.
    Vgl. Weiß 1997, S. 185f.Google Scholar
  169. 301.
    Vgl. Schatz / Schulz 1992Google Scholar
  170. 302.
    Für eine Kritik des Modells von Schatz und Schulz vgl. Rager 1994Google Scholar
  171. 303.
    Vgl. Weiß 1997, S. 197f.Google Scholar
  172. 304.
    Debatin 1998, S. 121 [Hervorh.: N.B.]Google Scholar
  173. 305.
    Ebenda, S. 121Google Scholar
  174. 306.
    Vgl. Ruß-Mohl 1992, S. 82Google Scholar
  175. 307.
    Allerdings noch ohne das Kriterium Ethik: Die Rangfolge der Zustimmung war: 1. Richtigkeit, 2. Vermittlung, 3. Aktualität, 4. Relevanz. Vgl. Weber / Rager 1994Google Scholar
  176. 308.
    Vgl. Rager 1994Google Scholar
  177. 309.
    Rager 2000, S. 82Google Scholar
  178. 310.
    Ebenda, S. 80Google Scholar
  179. 311.
    Neuberger (1996, S. 241ff. und 323ff.) will Relevanz in Bezug zu den nicht-objektiven Interessen der Beteiligten messen. Zu diesem Zweck teilt er Relevanz auf in einen Einflussaspekt der Interessentinnen und Rezipienten, einen Auswahlaspekt der Journalisten als Kommunikatoren und Mediatoren und einen Wirkungsaspekt auf Seiten der Rezipientinnen. Auf der Einflussseite werden Erwartungen formuliert, die auf der Wirkungsseite mit der Funktionserfüllung in Beziehung zu setzen wären. Um nun Relevanz journalistischer Auswahl auch makrotheoretisch beurteilen zu können, will Neuberger sie an der primären Funktion von Journalismus, der Information (Vermittlung von Wissen zur Problemlösung), ausrichten. Da er die gesellschaftlichen Funktionen von Journalismus nicht auf der Mikroebene anwendet, versäumt Neuberger, Vorschläge für journalistisches Handeln vorzulegen und reduziert Relevanz auf die individuelle Ebene. Ähnlich gelagert ist die Kritik von Raabe (2005, S. 87ff.), der die unzureichende Verknüpfung der Dimensionen bemängelt. Auch Debatin (1997, S. 281) schlägt vor, Medienethik nach erwarteten Leistungen zu entwickeln.Google Scholar
  180. 312.
    Vgl. Hagen 1995, S. 53ff.Google Scholar
  181. 313.
    Ebenda, S. 35.Google Scholar
  182. 314.
    Vgl. Weischenberg 2003Google Scholar
  183. 316.
    Vgl. Wilke 1998Google Scholar
  184. 317.
    Vgl. Pöttker 2000Google Scholar
  185. 318.
    Vgl. Pöttker 1996Google Scholar
  186. 319.
    Vgl. Pöttker 2000. Weitere Modell im Überblick bei Fabris 2000Google Scholar
  187. 320.
    Wallisch (1995) z.B. sieht Qualität in Abhängigkeit vom Journalismuskonzept, also der journalistischen Rolle, der Darstellungsform und der Position des Journalisten (im Geschehen oder außen vor). (S. 67ff.) Er unterscheidet zwischen einer objektiven, empirisch feststellbaren Qualität und einer subjektiven, interpretativ zu ergründenden Qualität. Qualität sei damit ein „Indizienprozess“ und könne keinen Normencharakter haben. Deshalb betreibt er Qualitätsbestimmung textimmanent und will jedes Produkt nach seinem spezifischen Zugang beurteilen: in einer „immanentfunktionale[n] Kritik [...] ohne normative Formalismen“. (S. 239)Google Scholar
  188. 321.
    Pressekodex des Deutschen Presserates in der Fassung vom 02.03.2005, Ziffer 2.Google Scholar
  189. 322.
    Ruß-Mohl (1992) spricht von Objektivität, Pöttker (2000) von Richtigkeit, Wahrhaftigkeit und Vollständigkeit. Rager (2000) benutzt den Begriff der Richtigkeit.Google Scholar
  190. 323.
    Haller 1993, S. 143Google Scholar
  191. 324.
  192. 325.
    Ebenda, S. 140 [Hervorh. im Orig.]Google Scholar
  193. 326.
    Vgl. Baum / Scholl 2000, S. 91f.Google Scholar
  194. 327.
    Dieses findet seine Grenze, falls Akteure auf die Zerstörung der Grundlage — der Legitimität verschiedener Wirklichkeitsvorstellungen — zielen. Vgl. Scholl 2000 ebenda, S. 93Google Scholar
  195. 329.
    Aus diskurstheoretischer Perspektive würde ein auf Weiterleitung reduzierter Journalismus seinem Handlungsmodus der Kommunikativität auch nicht gerecht, denn er würde Geltungsansprüche nicht prüfen. Vgl. Brosda 2008, S. 151ff.Google Scholar
  196. 330.
    Vgl. Neuberger 1996. Journalisten benutzen bei der Definition ihrer Aufgabe häufig entsprechende Begriffe: umfassend, wirklichkeitsgetreu, tatsächliche Bedeutung, unverfälscht, möglichst vollständig. S. Antwort der FAZ auf die Frage nach einem Redaktionsstatut und Redaktionsstatut der Süddeutschen Zeitung. Vgl. Essen 2003, S. A-84 und A-86Google Scholar
  197. 331.
    Vgl. Schwer 2006Google Scholar
  198. 332.
    Die anderen Kriterien in diesem Katalog wie z.B. Vielfalt seien eher als Relevanz zu begreifen und enthielten Wertungen, die vom Erkenntnisinteresse abhingen. Vgl. Neuberger 1997Google Scholar
  199. 334.
    Vgl. Neuberger 1996, S. 170ff.Google Scholar
  200. 335.
    Vgl. Haller 1993Google Scholar
  201. 336.
    Vgl. Baum / Scholl 2000, S. 96ff.Google Scholar
  202. 337.
    Bentele 1996, S. 135Google Scholar
  203. 338.
  204. 339.
    Vgl. Weber / Rager 1994, Weischenberg 2003 und Wilke 1998Google Scholar
  205. 340.
    Auch Rager und Rinsdorf (2002, S. 37f.) empfehlen Bearbeitungsprogramme im Lichte der normativen Vorgaben auf ihre Funktionalität hin zu überprüfen.Google Scholar
  206. 341.
    Merten (1973) benutzt die Standortgebundenheit der Beobachtung psychischer Systeme, um den Begriff der Aktualität neu zu bestimmen als Aufmerksamkeit, die ein Rezipient einem Ereignis zuweist. Damit ist Aktualität nicht an das Ereignis, sondern an das Verhältnis von Ereignis und Rezipientin geknüpft. Da Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist, unterliegt ihr auch ein soziales Muster, nämlich dann, wenn psychische Systeme sich an fremden Aufmerksamkeitsleistungen orientieren, um den ständig notwendigen Prozess der Selektion zu vereinfachen. Aus dieser Perspektive ist Aktualität eine Dimension von Relevanz für den Rezipienten und für seine Umgebung. Dieses soziale Muster ließe sich auch auf Journalisten übertragen, die Berichterstattung anderer beobachten, um ihre Aufmerksamkeit entsprechend auszurichten.Google Scholar
  207. 342.
    Vgl. Wunden 1998b, S. 154Google Scholar
  208. 343.
    Vgl. Ruß-Mohl 1992Google Scholar
  209. 344.
    Vgl. Ruß-Mohl 1997Google Scholar
  210. 345.
    Vgl. Debatin 1998, S. 122Google Scholar
  211. 346.
    Vgl. Wyss 2003Google Scholar
  212. 347.
    Vgl. Altmeppen 2000, S. 114Google Scholar
  213. 348.
    Vgl. Wyss 2003Google Scholar
  214. 349.
    Vgl. Scholl 2004Google Scholar
  215. 350.
    Vgl. Zubayr / Geese 2005Google Scholar
  216. 351.
    Vgl. Wolling 2002Google Scholar
  217. 352.
    Vgl. Funiok 1996bGoogle Scholar
  218. 353.
    Vgl. Pöttker 2000, S. 380Google Scholar
  219. 354.
    Vgl. Debatin 1998, S. 122Google Scholar
  220. 355.
    Vgl. Weischenberg 2003, S. 171f. und Hohlfeld 2003, S. 245ff.Google Scholar
  221. 356.
    Vgl. Thomaß 1998, hier S. 33Google Scholar
  222. 357.
    Vgl. Altmeppen 2000Google Scholar
  223. 358.
    Vgl. Bucher 2003, S. 21Google Scholar
  224. 359.
    Vgl. ebenda, S. 12Google Scholar
  225. 360.
    Rager 2000, S. 85Google Scholar
  226. 361.
    Vgl. Rager 1994, S. 206Google Scholar
  227. 362.
    Wunden 1998b, S. 145Google Scholar
  228. 363.
    Baum 1994, S. 199Google Scholar
  229. 364.
    Vgl. Lünenborg 2005, S. 27ff.Google Scholar
  230. 365.
    Zit. n. Schenk 2002, S. 4Google Scholar
  231. 366.
    Vgl. Hohlfeld 2003, S. 131ff.Google Scholar
  232. 367.
    Schenk 2002, S. 5Google Scholar
  233. 368.
    Vgl. ebenda, S. 693ff.Google Scholar
  234. 370.
    Zu den Nachteilen der Laborsituation, die diesen Erkenntnissen zugrunde liegt, gehört u.a. die Ausblendung des sozialen Kontextes und eine Überbetonung der Reaktivität durch die passive Situation. Auf beide Mängel sollten nachfolgende Ansätze der Wirkungsforschung noch eingehen. Vgl. Schenk 2002, S. 77f.Google Scholar
  235. 371.
    Bonfadelli 2004, S. 122Google Scholar
  236. 372.
    Vgl. Schenk 2002, S. 144Google Scholar
  237. 373.
    Festinger 1957, S. 31. Eine kritische Würdigung findet sich bei Donsbach 1991, S. 31ff.Google Scholar
  238. 374.
    Vgl. Jäckel 1999, S. 66f.Google Scholar
  239. 375.
    Vgl. Donsbach 1991Google Scholar
  240. 376.
    Vgl. Schenk 2002, S. 166Google Scholar
  241. 377.
    Zaller (1992) geht von einer instabilen Konsistenz der politischen Meinung aus. Brody (1994) hingegen legt seinen Studien über öffentliche Meinung und Außenpolitik ein Modell der rationalen Meinungsbildung zugrunde: Die Beurteilung, z.B. des US-Präsidenten, werde durch Informationsverarbeitung ständig auf einen aktuellen Stand gebracht.Google Scholar
  242. 378.
    Vgl. Scheufele 2003, S. 21ff.Google Scholar
  243. 379.
    Vgl. Pürer 2003, S. 357 und Scheufele 2003, S. 14ff.Google Scholar
  244. 380.
    Vgl. Schenk 2002, S. 287ff.Google Scholar
  245. 381.
    Vgl. Chanley 1999, S. 40Google Scholar
  246. 382.
    Vgl. Schenk 2002, S. 307ff.Google Scholar
  247. 383.
    Lazarsfeld / Berelson / Gaudet 1944, S. 151Google Scholar
  248. 384.
    Nachfolgende Studien haben versucht, Merkmale von Meinungsführern auszudifferenzieren. Dazu gehören: Kompetenz, Erfahrung und Bildung, Engagement und Interesse, soziale Integration und soziale Anerkennung. Methodisch ist vor allem über ihre Identifizierung gestritten worden, eine reine Selbsteinschätzung erscheint nicht ausreichend. Vgl. Jäckel 1999, S. 101f.Google Scholar
  249. 385.
    Je nach Tageszeit eines Ereignisses und mit steigendem Nachrichtenwert können die Medien als Erstquelle auch an Bedeutung verlieren. Vgl. Rogers 2000Google Scholar
  250. 386.
    Vgl. Jäckel 1999, S. 131Google Scholar
  251. 387.
    Noelle-Neumann 2001, S. 299Google Scholar
  252. 388.
    Mit diesem Modell erklärt Noelle-Neumann (Ebenda, S. 227ff.) die Wahlniederlage der CDU/CSU 1976: Die mehrheitlich SPD/FDP-orientierten Fernsehjournalistinnen hätten die wahrgenommene Mehrheitsmeinung (u.a. durch Perspektiven der Kamerabilder) dominiert und so die Schweigespirale in Gang gesetzt.Google Scholar
  253. 389.
    Vgl. ebenda, S. 296f.Google Scholar
  254. 390.
    Schenk 2002, S. 501ff.Google Scholar
  255. 391.
    Die Wissenskluft-Hypothese wurde in mehrfacher Hinsicht weiter entwickelt: in der Definition von Wissen, in der Unterscheidung zwischen Wissensdefiziten und Wissensdifferenzen, die unterschiedlichen sozio-ökonomischen Situationen zu eigen sind, in der Trennung von unterschiedlichem Zugang zu Angeboten und ihrer unterschiedlichen Verwertung. Vgl. Bonfadelli 2004, S. 252ff.Google Scholar
  256. 392.
    Vgl. Gerbner u.a. 2002Google Scholar
  257. 393.
    Vgl. Schenk 2002, S. 537ff.Google Scholar
  258. 394.
    Diese These vertritt z.B. Noelle-Neumann, die eine Berichterstattung möglichst nahe an der Realität fordert. Vgl. Noelle-Neumann 1994, S. 570f.Google Scholar
  259. 395.
    Vgl. Früh 1994, S. 28ff.Google Scholar
  260. 396.
    Vgl. Schulz 1982, S. 55Google Scholar
  261. 397.
    Jäckel 1999, S. 197Google Scholar
  262. 398.
    Zu den Grundlagen des Ansatzes vgl. Blumler / Katz / Gurevitch 1974bGoogle Scholar
  263. 399.
    Vgl. Dimitrova / Kaid / Williams / Trammell 2005, S. 28Google Scholar
  264. 400.
    Vgl. Grimm 1996Google Scholar
  265. 401.
    Zu Publikumserwartungen vgl. Meyering 2004, S. 53ff.Google Scholar
  266. 402.
    Vgl. Bucher 2004, S. 283ff.Google Scholar
  267. 403.
    Vgl. Palmgreen / Wenner / Rosengren 1985b, S. 23Google Scholar
  268. 404.
    Vgl. Schenk 2000, S. 71–84 und Schenk 2002, S. 703ff.Google Scholar
  269. 405.
    Vgl. Früh / Schönbach 1991aGoogle Scholar
  270. 406.
    Ebenda, S. 28Google Scholar
  271. 407.
    Die Anwendung des Modells in der empirischen Forschung ist methodisch aufwändig, aber bereits ausgetestet worden. Vgl. Früh / Schönbach 1991b und 2005.Google Scholar
  272. 408.
    Vgl. McCombs 2004, S. 4ff.Google Scholar
  273. 409.
    Rössler 1997a, S. 79Google Scholar
  274. 410.
    Die Einseitigkeit ihrer geographischen und thematischen Ausrichtung bemängelt Rössler: Die überwiegende Zahl der Studien hat zum Wahlkampf in den USA geforscht. Vgl. ebenda, S. 218f.Google Scholar
  275. 411.
    Eine umfassende Kritik der Methodik bisheriger Studien findet sich bei Rössler, der ein eigenes Design entwickelt. Vgl. ebenda, S. 202ff.Google Scholar
  276. 412.
    Vgl. Brosius 1994Google Scholar
  277. 413.
    S. dazu McCombs 2004, S. 53ff.Google Scholar
  278. 414.
    Vgl. Brosius 1994, S. 272f.Google Scholar
  279. 415.
    Zaller (1997) erklärt diese widersprüchlich erscheinenden Befunde mit dem McGuire-Modell: Wahrscheinlichkeit der Einstellungsänderung = Wahrscheinlichkeit der Rezeption x Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz. Politisches Interesse steigert die Rezeptions-, verringert aber die Akzeptanzwahrscheinlichkeit. Wenn die Nachricht allerdings mit grundlegenden Überzeugungen harmoniert (liberal / konservativ), kann politisches Interesse die Akzeptanzwahrscheinlichkeit auch steigern.Google Scholar
  280. 416.
    S. dazu Rogers / Hart / Dearing 1997. Sie identifizieren die Einbeziehung des Faktors Zeit und die Individualisierung bzw. Lokalisierung der Daten als die wichtigsten Weiterentwicklungen des ursprünglichen Ansatzes.Google Scholar
  281. 417.
    McCombs (2004, S. 142f.) will alle diese Bereiche unter dem Titel Agenda-Setting behandeln, da es jeweils um den „transfer of salience“ von Agenda zu Agenda gehe. Häufig wird aber aus heuristischen Gründen mit unterschiedlichen Begriffen gearbeitet.Google Scholar
  282. 418.
    Vgl. ebenda, S. 98ff. und Schenk 2002, S. 475f.Google Scholar
  283. 419.
    Die Ausdifferenzierung des Medienangebots (mehr TV-Kanäle, interaktive Online-Angebote) könnte einerseits Agenda-Setting-Effekte abschwächen, andererseits bleibt das Orientierungsbedürfnis und damit die Nutzung des medialen Mainstreams erhalten. Vgl. Rössler 1997b, S. 85ff.Google Scholar
  284. 420.
    Brosius (1994) weitere Forderungen zur Weiterentwicklung des Agenda-Setting (subjektive Konstruktion des Themas und sekundäre Wirkungen jenseits der Agenda-Beeinflussung) erfüllen sich erst in Framing-Studien.Google Scholar
  285. 421.
    Scheufele (2003, S. 61) lehnt die Eingliederung des Framing in das Agenda-Setting ab, da Themen nicht mit Objekten gleichzusetzen seien.Google Scholar
  286. 422.
    Vgl. Schulz 1997, S. 199Google Scholar
  287. 423.
    Vgl. Iyengar / Simon 1993. Die anschließende Wahl verlor Bush nach Miller und Kronick (1997), weil das Thema Wirtschaft die Berichterstattung dominierte. Priming hängt wie jede Medienwirkung von Faktoren ab, z.B. vom Vertrauen in die Medien.Google Scholar
  288. 424.
    Scheufele (2003, S. 63) hält Priming für eine unzulässige Gleichsetzung eines Mikrostimuli (Wort) in einem psychologischem Konzept mit einem Makrostimuli (Berichterstattung). Bereits ein einzelner Beitrag könne sehr widersprüchlich framen.Google Scholar
  289. 425.
    Vgl. Matthes / Kohring 2004Google Scholar
  290. 426.
    Entman 1993, S. 52Google Scholar
  291. 427.
    Vgl. Scheufele 1999Google Scholar
  292. 428.
    Vgl. Scheufele 2003, S. 17Google Scholar
  293. 429.
    Vgl. Iyengar / Simon 1993Google Scholar
  294. 430.
    Auch Jordan und Page (1992) haben starke Framing-Effekte von US-TV-Nachrichten nachgewiesen: In einer Untersuchung von 1969 bis 1983 erklärten diese einen Großteil von Umschwüngen in der öffentlichen Meinung. Allerdings könnte diese Korrelation auch durch dritte Faktoren erklärt werden — ein grundsätzliches Problem der Agenda-Setting-Forschung.Google Scholar
  295. 431.
    Vgl. McCombs 2000, S. 133Google Scholar
  296. 432.
    Cohen 1963, S. 13Google Scholar
  297. 433.
    Vgl. Schenk 2002, S. 402Google Scholar
  298. 434.
    Scheufele (1999) stellt ein ähnliches Modell für Framing auf und integriert darin: frame-building, frame-setting, individuelle Effekte, Journalisten als Publikum.Google Scholar
  299. 435.
    Diese Herangehensweise empfiehlt Brosius (1994).Google Scholar
  300. 436.
    Vgl. ebenda, S. 211Google Scholar
  301. 437.
    Quelle: Rössler 1997a, S. 82 und eigene ErgänzungenGoogle Scholar
  302. 439.
    Das integriert auch der dynamisch-transaktionale Ansatz. Vgl. Früh / Schönbach 1991bGoogle Scholar
  303. 440.
    Lünenborg 2005, S. 46Google Scholar
  304. 441.
    Ebenda, S. 50.Google Scholar
  305. 442.
    Pätzold 2002, S. 36Google Scholar
  306. 443.
    Vgl. Hall 1999Google Scholar
  307. 444.
    Vgl. Pätzold 2002, S. 37Google Scholar
  308. 445.
    Hall 1999, S. 95Google Scholar
  309. 447.
    Vgl. Hall 1999, S. 106f.Google Scholar
  310. 448.
    Vgl. Lünenborg 2005, S. 55Google Scholar
  311. 449.
    Ebenda, S. 17Google Scholar
  312. 450.
    Ebenda, S. 83Google Scholar
  313. 451.
    Z.B. Lünenborg 2004Google Scholar
  314. 452.
    Vgl. Pätzold 2002, S. 34Google Scholar
  315. 453.
    Lünenborg 2005, S. 218Google Scholar
  316. 454.
    Grimm (1996) sieht die gesamte Berichterstattung über den zweiten Golfkrieg als „Infotainment par excellence“ (S. 259), da sie mit einem Actionfilmen nachempfundenen Spannungsbogen gearbeitet hätte.Google Scholar
  317. 455.
    Vgl. Brosda 2008, S. 235Google Scholar
  318. 456.
    Lünenborg 2005, S. 91Google Scholar
  319. 457.
    Brosda 2008, 295Google Scholar
  320. 458.
    Baum 1994, S. 299 [Hervorh. im Orig.]Google Scholar
  321. 459.
    Mit einer international vergleichend angelegten Studie unterstützt Norris (2000) ihre Theorie, dass Nachrichtenkonsum keineswegs politisch apathisch macht, sondern Wissen über und Vertrauen in Politik aufbaut. Demnach erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit der Partizipation. Das gilt allerdings nur für die Aktiveren unter den Mediennutzern. Politisch eher Uninteressierte werden laut Norris von diesem Angebot nicht erreicht. S. dazu auch die Ausführungen zur Wissenskluft-Hypothese, S. 120.Google Scholar
  322. 460.
    Cohen 1963, S. 13Google Scholar
  323. 461.
    In einer Studie auf der Basis des dynamisch-transaktionalesn Ansatzes kommt Früh zu dem Schluss, dass 80 Prozent der Untersuchspersonen aktiv mit Medieninformationen umgehen: Sie verknüpfen, ergänzen und deuten neu. Vgl. Früh 1994, hier S. 395ff.Google Scholar
  324. 462.
    Vgl. McQuail 2000, S. 35Google Scholar
  325. 463.
    Vgl. Schenk 2000 und Schenk 2002, S. 703ff.Google Scholar
  326. 464.
    Vgl. Rössler 1997a, S. 387f.Google Scholar
  327. 465.
    Die hohe Meinungskonformität innerhalb sozialer Gruppen war bereits eine zentrale Erkenntnis der Studie „People’s Choice“. Vgl. Lazarsfeld / Berelson / Gaudet 1944Google Scholar
  328. 466.
    Schenk 2002, S. 709Google Scholar
  329. 467.
    Ebenda, S. 701Google Scholar
  330. 468.
    Vgl. McQuail 2000, S. 39Google Scholar
  331. 469.
    Vgl. Grimm 1996Google Scholar
  332. 470.
    Z.B. bei McCombs 1997, S. 209: „The power of the press in America is a primordial one. It sets the agenda of public discussion; and this sweeping political power is unrestrained by any law. It determines what people will talk and think about — an authority that in other nations is reserved for tyrants, priests, parties and mandarins.“Google Scholar
  333. 471.
    Rössler 1997a, S. 79Google Scholar
  334. 472.
    Vgl. Noelle-Neumann 1998Google Scholar
  335. 473.
    Eilders (1997) setzt in einer empirischen Studie Nachrichtenfaktoren in journalistischer Produktion und in der Auswahl sowie Erinnerung der Rezipienten zueinander in Beziehung. Wirksam für die journalistische und für die Rezepientenselektion erscheinen: Etablierung eines Themas und Kontroverse. Häufiger ausgewählt und häufiger von Rezipientinnen erinnert werden Berichte mit dem Faktor Prominenz.Google Scholar
  336. 474.
    Vgl. Entman 1993, S. 52f. Auch Scheufele (2003, S. 214) fordert die Verbindung von Entstehung, Berichterstattung und Wirkung in der Framing-Forschung.Google Scholar

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