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Orientierungspunkte — Demokratie, Menschenrechte, Frieden

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Wenn ein Qualitätsentwurf nicht auf ein empirisch-quantitatives Vorgehen reduziert werden soll, sondern Anspruch auf den kritischen Abgleich mit der Realität und auf eine Funktion als Leitbild erhebt, muss er ein solches Bild zunächst entwerfen. Diese Funktion erfüllt das folgende Kapitel. Als Orientierungspunkte für eine konfliktsensitive Qualität werden Demokratie, Menschenrechte und Frieden vorgeschlagen. Im nationalen Raum ist Journalismus ein maßgeblicher Faktor für die Funktionsfähigkeit einer demokratischen Öffentlichkeit. Mit seinen internationalen Bezügen leistet Journalismus einen Beitrag zum Streben nach international konsentierten Normen und ist diesen gleichzeitig verbunden.

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Literatur

  1. 10.
    Vgl. Sarcinelli 2002Google Scholar
  2. 11.
    Vgl. Schmidt 1995, S. 145Google Scholar
  3. 12.
    Vgl. Habermas 1990, S. 69ff.Google Scholar
  4. 13.
    Ebenda, S. 87Google Scholar
  5. 14.
    Ebenda, S. 88Google Scholar
  6. 15.
    Vgl. Schmidt 1995, S. 145Google Scholar
  7. 16.
    In einem Vorwort zur Neuauflage akzeptiert Habermas (1990, S. 15) Kritik an seiner Idealisierung der bürgerlichen Öffentlichkeit: Es sei von vornherein mit „konkurrierenden Öffentlichkeiten“ (Arbeiter, Frauen) zu rechnen und „die Dynamik der von der dominierenden Öffentlichkeit ausgeschlossenen Kommunikationsprozesse“ müsse berücksichtigt werden. In diesen Spannungen sieht er „Potentiale der Selbsttransformation“. (S. 21)Google Scholar
  8. 17.
    Peters 1994, S. 45. Peters weist darauf hin, dass der Begriff Öffentlichkeit gelegentlich für das soziale Kollektiv (Bürgerinnen, Publikum) benutzt wird, das sich in dieser Sphäre befindet. Häufiger sei aber die räumliche Konnotation.Google Scholar
  9. 18.
    Weßler 2002, S. 192Google Scholar
  10. 19.
    Vgl. Schulz 1997, S. 87Google Scholar
  11. 20.
    Vgl. Gerhards 1995Google Scholar
  12. 21.
    Kuhlmann 1999, S. 66Google Scholar
  13. 22.
    Vgl. Schulz 1997, S. 88f.Google Scholar
  14. 23.
    Neidhardt 1994b, S. 8Google Scholar
  15. 24.
    Vgl. Jäckel 1999, S. 223ff.Google Scholar
  16. 25.
    Vgl. Neidhardt 1994b, S. 20Google Scholar
  17. 26.
    Peters 1994, S. 50 [Hervorh. im Orig.]Google Scholar
  18. 27.
    Vgl. Baum 1994, S. 83ff.Google Scholar
  19. 28.
    Peters 2001, S. 655Google Scholar
  20. 29.
    Vgl. ebenda. So argumentiert auch Loretan (2002, S. 282): Die Diskursethik habe die Aufgabe, einen Ordnungsrahmen für freie Kommunikationsflüsse zu rekonstruieren.Google Scholar
  21. 30.
    Brosda 2008, S. 311Google Scholar
  22. 31.
    Habermas 1996, S. 289f.Google Scholar
  23. 32.
    Zur Beziehung von Deliberation und Legitimität s. Peters 2001, S. 658ff.Google Scholar
  24. 33.
    Habermas 1992, S. 12Google Scholar
  25. 34.
    Vgl. ebenda, S. 12f., 130, 161Google Scholar
  26. 35.
    Vgl. Arens 1996, S. 81. Dazu kommt die formale Verständlichkeit der Sprache, die vorausgesetzt wird, damit kommunikatives Handeln überhaupt stattfinden kann.Google Scholar
  27. 36.
    Die Theorie des kommunikativen Handelns soll das Vernunftpotenzial der kommunikativen Alltagspraxis freilegen. Habermas’ Suche nach normativen Potenzialen der Öffentlichkeit beschränkt sich damit nicht mehr auf den Idealtypus der bürgerlichen Öffentlichkeit als „ein[e] epochenspezifisch auftretenden Formation“. (Habermas 1990, S. 34)Google Scholar
  28. 37.
    Habermas 1996, S. 291Google Scholar
  29. 38.
    Vgl. ebenda, S. 293ff.Google Scholar
  30. 39.
    Vgl. Baum 1994, S. 95Google Scholar
  31. 40.
    Habermas 1996, S. 300Google Scholar
  32. 41.
    Habermas 1990, S. 39Google Scholar
  33. 42.
    Ebenda, S. 205Google Scholar
  34. 43.
    Vgl. Neidhardt 1994, S. 10Google Scholar
  35. 44.
    Vgl. Jarren / Donges 2002a, S. 119f.Google Scholar
  36. 45.
    Koziol 2003, S. 25Google Scholar
  37. 46.
    Vgl. Weßler 2002Google Scholar
  38. 47.
    Habermas 1990, S. 275Google Scholar
  39. 48.
    Ebenda, S. 28Google Scholar
  40. 49.
    Ebenda, S. 248Google Scholar
  41. 50.
    Vgl. Peters 1994Google Scholar
  42. 51.
    Ebenda, S. 71Google Scholar
  43. 52.
    Vgl. ebendaGoogle Scholar
  44. 53.
    Vgl. Peters 2001. Die Bedeutung eines aktiven Publikums betont auch Neidhardt (1994, S. 24f.): Die Validierungsfunktionen werden nicht ausreichend eingefordert. Nur durch die Stärkung dieser Nachfrage könne sich das Diskursmodell entfalten.Google Scholar
  45. 55.
    Habermas 1990, S. 30Google Scholar
  46. 56.
    Ebenda, S. 47f.Google Scholar
  47. 57.
    Vgl. Baum 1994, S. 96Google Scholar
  48. 58.
  49. 60.
    Franck 1992, S. 46Google Scholar
  50. 61.
    Vgl. ebenda, S. 88Google Scholar
  51. 62.
    Vgl. Kant 1947Google Scholar
  52. 63.
    Vgl. Kant 1973, S. 127f.Google Scholar
  53. 64.
    Vgl. Kant 1947, S. 13ff.Google Scholar
  54. 65.
    Vgl. Müller 2002a, S. 52ff.Google Scholar
  55. 66.
    S. auch die Kritik von Krell 2000, S. 159ff.Google Scholar
  56. 67.
    Schmidt (1999) weist auf dieses Problem im Kontext der Menschenrechte hin: Westliche Staaten gewähren Bürgerrechte nur innerhalb ihrer Grenzen, intervenieren aber weltweit im Namen der Menschenrechte. Der Gehalt dieser Rechte müsse aber im weltweiten Dialog bestimmt werden.Google Scholar
  57. 68.
    Kühnhardt (2000, S. 237) macht gar eine Krise der westlichen Demokratie aus: Es mangele an Gemeinsinn und pluralistisch verfasster Bürgergesellschaft. Deshalb müsse ein neuer geistigmoralischer Grundkonsens gefunden werden.Google Scholar
  58. 69.
    Vgl. Schmidt 2007, S. 58Google Scholar
  59. 71.
    Debiel 1995, S. 76Google Scholar
  60. 72.
    Vgl. McQuail 1992, S. 65ff. Auch wenn McQuail schließlich nur noch von „freedom issues“ bzw. „equality issues“ sprechen will, da in einer pluralistischen Gesellschaft kein Wertekonsens mehr vorausgesetzt werden könne, bleiben seine Schlussfolgerungen den ursprünglichen Werten doch sehr verbunden. Z.B. fordert er, dass Konsumenten als Bürger statt als Verbraucher begriffen werden und dass sie gleichen Zugang zu qualitativ hochwertigen Medien-Inhalten haben. (S. 307ff.)Google Scholar
  61. 74.
    Habermas 1992, S. 45Google Scholar
  62. 75.
    Vgl. Ipsen 1999, S. 181ff.Google Scholar
  63. 76.
    Vgl. Paech / Stuby 2001, S. 486Google Scholar
  64. 78.
    Vereinfacht lässt sich sagen, dass negativer Frieden die Abwesenheit von Krieg bedeutet, positiver Frieden ist umfassender und setzt hinaus soziale Gerechtigkeit voraus. S. Galtung 1975, S. 8 und Galtung 1998a, S. 17Google Scholar
  65. 79.
    Vgl. Knapp 1994, S. 267.Google Scholar
  66. 80.
    Vgl. Heintze 2002, S. 23f.Google Scholar
  67. 81.
    Gareis / Varwick 2002, S. 30Google Scholar
  68. 83.
    Vgl. Knapp 1994, S. 266Google Scholar
  69. 84.
    Vgl. Grewe 1988, S. 755f.Google Scholar
  70. 85.
    Durch Anpassung an die zunehmende Durchlässigkeit von Grenzen entstehen neue politische Räume, die territorial definierte Räume transzendieren. Vgl. Brock / Albert 1995Google Scholar
  71. 86.
    Heintze 2002, S. 13Google Scholar
  72. 87.
    Vgl. Herdegen 2000, S. 34ff.Google Scholar
  73. 88.
    Ipsen 1999, S. 16. Hier auch eine ausführliche Abhandlung zu den positivistischen und naturrechtlichen Lehren über die Geltungsgründe, S. 7ff.Google Scholar
  74. 89.
    Vgl. Ipsen 1999, S. 36ff.Google Scholar
  75. 90.
    Vgl. Karl 2003, S. 159f.Google Scholar
  76. 91.
    Vgl. Kimminich 2000, S. 64Google Scholar
  77. 92.
    Einen Gesamtüberblick über ihren Gehalt gibt Tomuschat (2000).Google Scholar
  78. 93.
    Für eine Liste der Verträge s. Sieghart 1988, S. 68ff.Google Scholar
  79. 95.
    Vgl. Roth / Volger 1994, S. 154f.Google Scholar
  80. 96.
    Nuscheler 1995, S. 200Google Scholar
  81. 97.
    Im arabischen Raum finden neben den konservativen bis fundamentalistischen Strömungen aber auch gemäßigtere muslimische Vertreter Gehör. Sie plädieren für eine zeitgenössische Interpretation oder eine Neuübersetzung der religiösen Texte, die Arabisch als Wurzelsprache durchaus zulässt. Diese Ansätze widersprechen den Menschenrechten nicht oder nur in geringerem Maße. Vgl. Müller 1996, S. 321ff.Google Scholar
  82. 98.
    Nuscheler 1995, 200.Google Scholar
  83. 99.
    Ebenda, S. 206ff. Völkerrechtlich lässt sich die Demokratie als verbindliche Norm allenfalls für die Länder Europas ableiten.Google Scholar
  84. 100.
    Vgl. Hamm 1999, S. 22ff.Google Scholar
  85. 101.
    Vgl. Brock 1996, S. 9Google Scholar
  86. 102.
    Vgl. Berg-Schlosser 1999, S. 31f.Google Scholar
  87. 103.
    Vgl. Tetzlaff 1999, S. 95f.Google Scholar
  88. 104.
    Vgl. Küng 1997, S. 148ff.Google Scholar
  89. 105.
    Tetzlaff 1999, S. 107.Google Scholar
  90. 106.
    Vgl. Brock 1996, S. 11Google Scholar
  91. 107.
    Vgl. Essen 2003, S. 111 sowie Meyer 2000, S. 171Google Scholar
  92. 109.
    Die Kommunikationsfreiheit besteht aus der Meinungs-, der Informations-und der Pressefreiheit. Letzere nennt Artikel 19 nicht explizit, schließt sie aber implizit ein. Zum Begriff s. Branahl 1996, S. 17ff.Google Scholar
  93. 110.
    Vgl. Essen 2003, S. 77ff.Google Scholar
  94. 111.
    In den USA und in Großbritannien sind z.B. Gewohnheitsrecht und allgemeine Rechtsgrundsätze Teil des nationalen Rechts, in Deutschland sind diese Prinzipien dem Grundgesetz übergeordnet. S. Herdegen 2000, S. 149ff.Google Scholar
  95. 112.
    Die Deklaration entstand anlässlich eines Streits um Medienhilfe in der Entwicklungspolitik. S. Mbida 2000, S. 134ff.Google Scholar
  96. 114.
    Vgl. Thomaß 2003, S. 104ff.Google Scholar
  97. 115.
    Vgl. Metze-Mangold 2004Google Scholar
  98. 118.
    Vgl. Thomaß 2003, S. 106f.Google Scholar
  99. 119.
    Vgl. Voices21 2006Google Scholar
  100. 120.
  101. 121.
    Loretan 2002, S. 266Google Scholar
  102. 122.
    Diese Forderungen haben mit dem Verbot der Gewaltverherrlichung und Diskriminierung auch in nationale Berufsgrundsätze in Deutschland Eingang gefunden. Vgl. Pörksen 2005, S. 218. Ebenso finden sie sich im deutschen Medienrecht; die Normen einer demokratischen Öffentlichkeit haben auch hier Pate gestanden. Vgl. Essen, 2003Google Scholar
  103. 123.
    Vgl. Brosda 2008, S. 27Google Scholar
  104. 124.
    Pöttker 2002, S. 326. Pöttker beschäftigt sich hier mit der umstrittenen Integrationsfunktion von Journalismus: Er plädiert für zwei Arten — Homogenisierung durch Wertevermittlung und Verbindung heterogener Teile durch Information.Google Scholar
  105. 126.
    Branahl 2002, S. 83Google Scholar

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