Advertisement

Das Bürgerleitbild der Streitbaren Demokratie

Chapter
  • 1.1k Downloads

Auszug

Wenn die Streitbare Demokratie als normatives Konzept bei der Verteilung der Demokratieschutzaufgaben in erster Linie den Bürger berücksichtigen soll, dann setzt das Konzept bereits den demokratiekompetenten Bürger voraus. Insofern muss politische Bildung eintauchen in den in dem sogenannten Böckenförde-Theorem andeuteten Bedingungszirkel, wonach die freiheitliche Demokratie die Grundlagen ihrer eigenen Existenz von Staats wegen eigentlich gar nicht besorgen kann, aber zu ihrem Überleben darauf angewiesen ist, dass die Staatsbürger — zumindest zu einem gewissen Grad — Demokraten sind.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 96.
    Schneider, 1996, S.220.Google Scholar
  2. 97.
    Henkenborg, 1997, S.98 hat für diese vier Kategorien die größte Übereinstimmung zwischen den kategorialen Systemen von Breit, Giesecke, Massing, Sutor und Weinbrenner festgestellt.Google Scholar
  3. 98.
    Honneth, 1989, S.268.Google Scholar
  4. 99.
    Vgl. Scherb, 2003, S.19.Google Scholar
  5. 100.
    Vgl. Schiele, 1998, S.3f. Ähnlich bereits Ellwein, 1958, S.206.Google Scholar
  6. 101.
    Dieser Vergleich wurde wohl zuerst von Hennis, 1968, S.209f. angestellt.Google Scholar
  7. 102.
    Giesecke, 1965, S.175Google Scholar
  8. 103.
    Gagel, 1994, S.167.Google Scholar
  9. 104.
    Giesecke hatte 1965, S.63 vor seinem Einschwenken auf die emanzipatorische Politikdidaktik dieses normative Bürgerleitbild gezeichnet. Seine normativen Einlassungen hat Ackermann später (1998, S.15) zur Beschreibung des „reflektierten Zuschauers“ benutzt.Google Scholar
  10. 105.
    In der politikdidaktischen Diskussion wird in der Regel Bezug genommen auf die terminologischen Unterscheidungen die Schiele, 1998, S.3f. getroffen hat. Vgl. z.B. Detjen, 1999, S.27. Schiele wie auch Detjen sprechen vom „interventionsfähigen“ Bürger. „Interventionsfähigkeit“ bezieht sich jedoch nur auf die kognitiven und prozeduralen Kompetenzen. „Interventionsfähigkeit“ versorgt begrifflich nicht die Dimension der habituellen Kompetenzen, die mit der Bereitschaft zur Intervention zu tun hat. Es muss daher m.E. vom „interventionsfähigen und-bereiten“ Bürger gesprochen werden.Google Scholar
  11. 107.
    Fischer, 1970, S.111f.Google Scholar
  12. 109.
    Vgl. Klages, 1984, S. 17ff.Google Scholar
  13. 110.
    Vgl. Klages, 1984, S.19ff.Google Scholar
  14. 111.
    Vgl. Klages, 1984, S.123ff. Vgl. Auch Hepp, 1994, S.19.Google Scholar
  15. 112.
    Vgl. Klages, 1984, S.18.Google Scholar
  16. 113.
    Vgl. Klages, 1984, S.18f.Google Scholar
  17. 114.
    Vgl. Klages, 1995, S.83ff.Google Scholar
  18. 115.
    Hepp, 1994, S.22 mit Bezug auf die Beschreibung des Wertsynthetikers bei Klages. Vgl. z.B. Klages, 1984, S.170ff.Google Scholar
  19. 116.
    Vgl. Detjen, 1999, S. 17 m.w.N.Google Scholar
  20. 117.
    Vgl. Klages, 1984, S.165f.Google Scholar
  21. 118.
    Vgl. Hepp, 1994, S.22 mit Hinweisen auf die Forschungsergebnisse einer Soziologengruppe aus Speyer, die unter der Ägide von Helmut Klages von 1981 bis 1987 eine signifikante Zunahme bei der Akzeptanz einer gemischten Wertstruktur festgestellt hat. Vgl. in diesem Zusammenhang auch den Hinweis von Hepp (ebd.) auf die Ergebnisse von Inglehart (1989), nach denen die Mischformen aus Materialisten und Postmaterialisten von 39% im Jahr 1974 auf 59% im Jahr 1987 zugenommen haben.Google Scholar
  22. 119.
    Hepp, 1994, S.22 mit Bezug auf die Beschreibung des Wertsynthetikers bei Klages. Vgl. z.B. Klages, 1984, S.170ff.Google Scholar
  23. 120.
    Dieser Anspruch erscheint schon frühzeitig in der vom Bundesverfassungsgericht vorgenommenen Konkretisierung des Begriffs „freiheitliche demokratische Grundordnung“. Im Verbots-Urteil gegen die Sozialistische Reichspartei von 1951 heißt es: „Zu den grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind mindestens zu rechnen: Die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte insbesondere das Recht des Menschen auf Leben und freie Entfaltung (...)“ BVerfGE 2, S.12.Google Scholar
  24. 121.
    BVerfGE 12, S.51. Ebenso BVerfGE 4; 7, S.15: „Das Menschenbild des Grundgesetzes ist nicht das eines isolierten souveränen Individuums; das Grundgesetz hat vielmehr die Spannung Individuum — Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der Person entschieden, ohne dabei ihren Eigenwert anzutasten.“.Google Scholar
  25. 122.
    Vgl. Hepp, 1989, S.16. Vgl. auch Klages, 1995, S.83ff. und Winkel, 1996, S.19f.Google Scholar
  26. 123.
    Dieses Bürgerbild ist auch anschlussfähig an die in den „Nationale(n) Bildungsstandards für den Fachunterricht in der Politischen Bildung an Schulen“ formulierten Zielvorstellungen über die Förderung von Demokratiefähigkeit. Vgl. GPJE, 2004, S.9f.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Personalised recommendations