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Die Elementaranalyse

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Auszug

Mit dem Partiturtranskript liegt eine umfassende Beschreibung des Gremiengeschehens vor, die als Grundlage für den dritten Schritt der Gremienanalyse dient: die Elementaranalyse.
  • Die Elementaranalyse zielt darauf ab, unter allen im Partiturtranskript festgehaltenen sozialen Akten diejenigen zu identifizieren, die zur Entscheidungsfindung beitragen.

  • Durch Interpretationsleistungen des Kodierenden erfolgt in diesem Analyseschritt eine Reduktion auf entscheidungsrelevante Akte. Dabei dient das PAC-Schema aus Kapitel 3.3. maßgeblich als Analytik.

  • Die Ergebnisse der Elementaranalyse werden in einer Elementarnotation dokumentiert, die in Kapitel 6.2. vorgestellt wird.

Die Elementaranalyse ist ein Prozess des kontrollierten Interpretierens von Daten auf Grundlage des bereits transkribierten Materials und der jeweiligen Filmausschnitte. Ihre theoretische Grundannahme lässt sich dabei wie folgt formulieren: Innerhalb des transkribierten Gremiengeschehens können elementare, signifikante Bestandteile kollektiver Entscheidungsfindung als soziale Akte identifiziert werden. Die drei zu identifizierenden Akte: Proposal, Acceptance und Confirmation wurden bereits vorgestellt. Die Daten werden auf jene Akte reduziert, die durch ihren Charakter als P, A oder C zur Entscheidungsfindung beitragen. Diese Akte werden im Folgenden als entscheidungszentriert bezeichnet.

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Literatur

  1. 69.
    Als Ausnahme denkbar wären Embleme, d.h. nonverbale Akte mit direkter verbaler übersetzung oder lexikalischer Bedeutung (Ekman/ Friesen 1999), wie das „mit dem Finger auf die Türe zeigen“, welches als Vorschlag den Sitzungsraum zu verlassen gedeutet werden kann.Google Scholar

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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