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Betriebliche Beschäftigungssysteme und Arbeitsmarktsegmentation

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Auszug

Soziologische Arbeitsmarktanalysen fokussieren in der Regel auf Beschäftigungsdauern, Einkommen und Risiken im Erwerbsverlauf, die dann über soziodemografische Variablen, wie Geschlecht, Herkunft, Humankapital, und den Haushaltskontext erklärt werden. Gleichzeitig besteht Konsens darüber, dass individuelle Beschäftigungsverhältnisse Teil von inner- und überbetrieblichen Positionssystemen sind und dass deren Erklärung den Bezug auf Erwerbsorganisationen und Arbeitsmarktstrukturen erfordert (Sørensen 1983; Abraham, Hinz 2005; Groß 2008). Unsere Frage war, ob die sogenannten Segmentationsansätze zum Verständnis von Positionssystemen auf dem Arbeitsmarkt beitragen können. Seit der Entdeckung interner und externer Arbeitsmärkte in den USA der 50er und 60er Jahre liegt hierzu eine empirisch und theoretisch reichhaltige Forschungslinie innerhalb der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vor. Dieser zufolge zerfällt der Arbeitsmarkt in Teilarbeitsmärkte mit unterschiedlichen Funktionslogiken und Beschäftigungsrisiken. Segmentationsansätze gehen also eher von Heterogenität und Spaltung als von generellen Umbruchtendenzen am Arbeitsmarkt aus und können insofern als Gegenentwurf zu den anhaltenden Vermarktlichungsdebatten gelesen werden.

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Literatur

  1. 1.
    Produktionssysteme umfassen die technisch-organisatorischen Produktionsmittel; Arbeitssysteme die Arbeitsteilung und Arbeitsorganisation (vgl. Lutz 1987).Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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