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Die Bewertung des Regionen Aktiv-Ansatzes aus ökonomischer Sicht

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Auszug

Modellvorhaben sind prinzipiell geeignet, neue Ansätze in der Förderpolitik zu erproben. Da mit Hilfe von Modellvorhaben wie Regionen Aktiv nicht nur inhaltliche Ziele verfolgt werden, sondern auch eine gewisse Außenwirkung erzielt werden soll, ist eine kontinuierliche Evaluierung unerlässlich. Im Rahmenbegleitender Evaluierungen (Begleitforschung) sollen daher Fortschritte kritisch betrachtet, Ergebnisse analysiert und öffentlich diskutiert werden. Bislang wird der Erfolg von Modellvorhaben schwerpunktmäßig in der Sensibilisierung für neue Themenschwerpunkte (z. B. integrierte, nachhaltige Entwicklung), in der Etablierung neuer Verhaltens- und Arbeitsweisen und in der Initiierung neuer Prozesse und Organisationsstrukturen gesehen. Neben diesen ‘weichen’ Aspekten sind aber insbesondere auch die ‘harten’ ökonomischen Auswirkungen dieses Förderinstruments von Interesse — geht es doch letztlich darum, die Regionen zu befähigen, sich auf Dauer im nationalen und internationalen Leistungsvergleich und Konkurrenzkampf behaupten zu können. Auf Dauer reicht es daher nicht aus, Modellvorhaben wie Regionen Aktiv nur aufgrund ihrer „Werbewirksamkeit“ zu finanzieren. Spätestens wenn der Reiz des Neuen verloren gegangen ist und erste Ermüdungserscheinungen bei der Zielgruppe auftreten, muss unter Beweis gestellt werden, dass der Ansatz nicht nur interessant, sondern tatsächlich (ökonomisch) tragfähig und sinnvoll ist. Nur wenn der Ansatz effizient für alle Beteiligten ist, hat er auch in Zukunft eine Berechtigung, ergänzend zu Instrumenten der Regelförderung eingesetzt oder in diese integriert zu werden.

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