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Mitreden, mitrecherchieren, mitvermarkten. Journalismus mit Rückkanal am Fall Natascha Kampusch

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Auszug

Der Fall Natascha Kampusch ist ein mediengeschichtlicher Meilenstein. Weniger, weil er von einer ‚unerhörten Begebenheit’ handelt, dem Stoff, aus dem Novellen sind. Auch nicht, weil die realen Ereignisse zufällig so abliefen, dass sie dramaturgisch kaum spannender hätten komponiert werden können: Gut und Böse sind klar verteilt, die Katastrophe setzt sich unausweichlich in Gang, es gibt ein überraschendes Happy End und die über acht Jahre Gefangengehaltene tritt als ‚edle Wilde’ vor die interessierte Weltgemeinschaft. Mediengeschichtlich betrachtet ist der Fall Kampusch bemerkenswert, weil er sich vollständig unter den Bedingungen des so genannte ‘Web 2.0-Standards’ entwickelte. Das markiert eine bedeutsame Veränderung im Verhältnis zwischen der Produktion, Präsentation und Rezeption von Nachrichten.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) in MünchenMünchen

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