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Die Erhebungsphase

Chapter
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Auszug

Die Konkretisierung und der Zuschnitt des Forschungsgegenstandes, wie er im vorangegangenen Kapitel erläutert wurde, machen ein qualitatives Forschungsverfahren notwendig. Zum einen steht die differenzierte Sichtweise von Teilnehmenden eines komplexen sozialen Feldes (das Berufsfeld der Erwachsenenbildung) auf ihren Beruf (die berufliche Selbstbeschreibung) im Mittelpunkt. Es geht also um das Verständnis einer sozialen Wirklichkeit, von Selbstdeutungen und subjektiven Theorien. Dies ist das zentrale Ziel qualitativer Forschung (vgl. Flick/von Kardorff/ Steinke 2000). Um die relevanten Kategorien der InterviewpartnerInnen im Zusammenhang mit der beruflichen Selbstbeschreibung zu erfassen, muss dabei eine Form gewählt werden, die es den untersuchten Personen ermöglicht, eigene Kategorien einzubringen, mit Bedeutung zu füllen und gegeneinander zu gewichten. Gleichzeitig gilt es allerdings, Strukturlogiken, Begründungsmuster und implizite Leitideen der beruflichen Selbstbeschreibung zu erfassen. Diese sind den Befragten jedoch nicht auf allen Ebenen reflexiv zugänglich und können weder von den InterviewpartnerInnen klar expliziert noch direkt abgefragt werden. Sie müssen aus der Analyse von Erzählungen rekonstruiert werden. Die Methode muss also den Interviewten genügend Raum bieten, Erzählungen zu beginnen, um diese unbewussten Deutungen, Strukturlogiken und Begründungsmuster einer Analyse zugänglich zu machen. Als dritte Bedingung muss der Interviewerin die Möglichkeit gelassen werden, den Rahmen thematisch abzustecken und das Interview inhaltlich zu fokussieren.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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