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Das Berufsbild des/der ErwachsenenbildnerIn

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Auszug

Der Blick in die Geschichte hat gezeigt, wie das Berufsbild sich im historischen Prozess immer wieder gewandelt, an gesellschaftlichen Bedingungen orientiert hat und den wechselnden Anforderungen angepasst wurde. Die konzeptionellen Vorstellungen davon, wofür Erwachsenenbildnerinnen zuständig sind, was sie können müssen und mit welcher Berufshaltung sie an ihre Arbeit herangehen sollen, sind weder zwingend kongruent mit den faktischen Ausprägungen des Berufsbildes noch mit dem Selbstbild der Akteure im Feld. „Das feste professionelle Selbstbild, Erwachsenenbildner zu sein und dies auch zu bleiben, schließt keineswegs ein reziprokes Fremdbild ein. Auch was die verbindliche und autonome Verfügung des beruflichen Handwerkszeugs angeht, zeichnen sich unklare Grenzen und viele Unschärfen ab.“ (Nittel 2000, S. 216) Dabei gab und gibt es von unterschiedlicher Seite immer wieder Versuche und Angebote, das Berufsbild zu fassen und zu beschreiben und zwar in rekonstruktiv-empirischer wie in konzeptionell-programmatischer Herangehensweise. 4 Als Ausgangspunkte solcher Überlegungen lassen sich mehrere Motive identifizieren: Zum einen nähern sich AutorInnen dem Berufsbild mit dem Anliegen, eine spezifisch erwachsenenpädagogische Professionalität zu fassen und zu beschreiben. Dies geschieht in der Regel über ein kompetenztheoretisches Verständnis von Professionalität, indem Kataloge notwendiger Kompetenzen aufgezählt oder zitiert werden, deren Erfüllung für eine erwachsenenbildnerische Professionalität als notwendig erachtet werden. Andere AutorInnen nähern sich dem Problem anlässlich der Frage nach der Professionalisierung oder Professionalisierbarkeit der Erwachsenenbildung in dem Bemühen, einen spezifischen Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich abzustecken. Als dritter Ausgangspunkt, das Berufsprofil von ErwachsenenbildnerInnen zu entwerfen, sind überlegungen zum Qualifizierungsbedarf des Personals in der Erwachsenenbildung auszumachen.5

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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