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Erhebung alltagsdidaktischer Vorstellungen

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Auszug

Die empirischen Erkenntnisse über die Profession der Politiklehrerin und des Politiklehrers sind geringer, als es das Thema vermuten lässt. Die fachdidaktische Auseinandersetzung stützt sich diesbezüglich vornehmlich auf intuitives Wissen (vgl. Grammes 1993, 2), das sich zumeist aus Erfahrungsberichten Dritter oder vorhandenen unterrichtspraktischen Erlebnissen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammensetzt. Hinzu kommt, dass die kurze Tradition fachdidaktischer Lehr-Lernforschung eine breite thematische Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich Politische Bildung sicherlich nicht begünstigt. So fokussieren die seit den 80er Jahren publizierten, mehrheitlich qualitativen Studien, nahezu ausschließlich schülerzentrierte Voraussetzungen und Bedingungen von politischen Lernprozessen. Dabei untersuchen sie ausgesuchte Problemstellen, wie beispielsweise Vorstellungen über Migration (Lutter 2005), die Interaktion von Jungen und Mädchen (Kroll 2001) und das Gesellschaftsverständnis von Schülerinnen und Schülern (Moll 2001) oder analysieren einzelne Unterrichtssequenzen oder Unterrichtsstunden im Hinblick auf die Eigenheiten politischen Lernens (Grammes; Weißeno 1993; Massing; Weißeno 1995; Henkenborg; Kuhn 1998; Kuhn; Massing 1999; Richter 2000; Kuhn 2003). Zwischenzeitlich wird innerhalb dieses Forschungsfeldes sogar von einer empirischen Erdung der Fachdidaktik ausgegangen (vgl. Schelle 2003).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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