Advertisement

Sex- und Gender-Identitäten

Chapter
  • 2k Downloads

Auszug

Die Auseinanderssetzung mit dem Phänomen Mode und Kleidung junger Männer und Frauen macht es unumgänglich, sich der immer komplexer erscheinenden feministischen Theorie zuzuwenden. Um aufzuzeigen, ob sich die Identitätsentwicklungsprozesse junger Frauen aus der Perspektive feministischer Theoriebildung anders oder differenzierter darstellen lassen, sollen im Folgenden die Stimmen zu Wort kommen, die sich insbesondere mit der Identitätsproblematik auseinandersetzten. Es würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit sprengen, das gesamte interdisziplinäre Feld feministischer Forschung mit seinen kontroversen Diskursen und Standpunkten darzustellen. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass sich die feministische Forschung in die Frauenforschung und die Geschlechterforschung unterteilt. Die Frauenforschung ist eine Ausrichtung feministischer Theorie, die die Geschlechtsspezifik auf der Basis der Rollentheorie zu ergründen versucht und die Korrespondenz der geschlechtlichen Arbeitsteilung mit den Verhaltensmustern und Verhaltensrepertoires von Frauen und Männern betont. Ihre Kritik richtet sich gegen die Auffassung „Geschlechter als soziale Konstitution von Weiblichkeit oder Männlichkeit aufzufassen“ (Becker-Schmidt/Knapp 2003, 35), welche in die symbolische Ordnung eingeschrieben sind. Die Geschlechterforschung fokussiert dagegen eine vergleichende Perspektive. „Die männliche Genus-Gruppe ist konsequenterweise vorrangiger Referenzpunkt von Aussagen über geschlechtliche Ungleichheitslagen“ (Becker-Schmidt/Knapp 2003, 36). Aus dieser vergleichenden Perspektive wird die soziale Ungleichbehandlung der Frauen aufgrund ihres sozialen Geschlechts untersucht.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Personalised recommendations