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Auszug

Am Beginn der Präsentation der Studienergebnisse seien zunächst die grundlegenden Daten zur letalen Suizidalität in der Steiermark im Untersuchungszeitraum vorgestellt, also die Anzahl der Selbsttötungen im Bundesland insgesamt und in den einzelnen Bezirken, die daraus resultierenden Suizidraten und deren Verhältnis zu jenen in Österreich insgesamt sowie in anderen Bundesländern. Die absoluten Häufigkeiten der jeweiligen Suizide entstammen der offiziellen Todesursachenstatistik der Statistik Austria; die resultierenden Suizidraten wurden vom Studienautor berechnet. Für die Analysen auf Bezirksebene sowie die Berechnungen der altersstandardisierten Suizidraten konnten die nötigen Grunddaten270 von der Statistik Austria nur für den Zeitraum von 2001 bis 2004 bezogen werden, und sind die Auswertungen daher auf denselben zu beschränken gewesen. Hingewiesen sei an dieser Stelle weiters darauf, dass aus Gründen der Übersichtlichkeit und Platzersparnis in den Tabellen vielfach Abkürzungen zur Anwendung kommen. Die Bedeutung derselben ist dem Abkürzungsverzeichnis im Anhang zu entnehmen.

Literatur

  1. 271.
    Vgl. hierzu etwa: Gordis, Epidemiologie, S. 188–191.Google Scholar
  2. 283.
    Die Karte wurde vom Verfasser erstellt. Als Vorlage für den Verlauf der Bezirks-, Landes-und Staatsgrenzen wurde folgende Karte herangezogen: „Politische Bezirke Österreichs“ der Ed. Hölzel Ges.m.b.H, Wien 2002.Google Scholar
  3. 297.
    Flächennutzungsstatistik der Statistik Austria für das Jahr 2000 (ISIS-Datenbank). Als „Dauersiedlungsraum“ im Sinne der Statistik Austria gelten: „Bauflächen, landwirtschaftlich genutzte Grundflächen, Gärten, Weingärten [...] Ortsraum, Verkehrsflächen, Lagerplätze, Werksgelände [...] Sport-und Spielplätze, Friedhöfe, Parks, Bäder [...] und andere [Flächen] [...] unter Ausschluss der alpinen Grünland-, der Wald-und Ödland-sowie der Gewässerflächen.“ (Statistik Austria (Hg.), Statistisches Jahrbuch Österreichs 2005. Wien 2005, S. 44.) Somit besteht der Nicht-Dauersiedlungsraum für die meisten österreichischen Bezirke im Wesentlichen aus bewaldeten und unbewaldeten Gebirgsflächen.Google Scholar
  4. 299.
    Vgl. hierzu bes.: Bortz, Statistik für Sozialwissenschaft, bes. S. 173–194. Für diese wie für die folgenden Regressionen wurde die fundamentale Annahme der Normalverteilung der Residuen überprüft und jeweils für annähernd zutreffend befunden. Allerdings ist teilweise Heteroskedastizität und ein gewisses Maß an Nichtlinearität gegeben, sodass die bivariate lineare Regression sicher nicht immer als ideales Modell für die Darstellung der Zusammenhänge gelten kann. Als weitere Annährung zum Verständnis derselben erwies sie sich aber als sinnvoll.Google Scholar
  5. 300.
    Vgl. zur Berechung des Bestimmtheitsmaßes R2: Backhaus et al., Multivariate Analysemethoden, S. 20–27.Google Scholar
  6. 301.
    Vgl. Wolfgang Reinhard, Lebensformen Europas. Eine historische Kulturanthropologie. München 2004, S. 405f..Google Scholar
  7. 302.
    Vgl. etwa: Eugene Levitt, Die Psychologie der Angst. Stuttgart 1987.Google Scholar
  8. 303.
    Die Hypothese vom Zusammenhang großer Waldflächenanteile und psychischer Bedrückungszustände verdankt der Studienautor auch unmittelbaren Erfahrungen im obersteirischen Murtal, wo er Kindheit und Jugend verbrachte. Entsprechende Hinweise finden sich auch in der steirischen Literatur verschiedentlich: „Und wer Augen hat, sage ich... der gehe selbst den einsamen Weg bei Berg und Bäumen [...] wo das ärmste, häßlichste Tier sichtbar seine Kräfte an die ewige Mühle hingibt, bis es zermalmt wird... Und der dunkle steirische Wald sprach immer dringlicher zu ihm bei jedem Hufschlag. [...]“ (Paula Grogger, Das Grimmingtor. München 2001, S. 229)Google Scholar
  9. 306.
    Nach den Angaben zur Volkszählung 2001 in: Statistisches Jahrbuch 2005, S. 43 (Die Daten sind direkt der beigefügten CD-ROM entnehm-und elektronisch verarbeitbar).Google Scholar
  10. 310.
    Etwa große Entfernung von den urbanen Zentren, schlechte Verkehrsanbindungen, geringeres Lohnniveau, schlechtere Arbeitsmarktsituation, höhere Verbreitung besonders belastender Berufe, geringere öffentliche Hilfsangebote medizinischer und sonstiger Art, schlechteres Bildungsniveau und schlechtere Bildungsniveau und schlechtere Bildungschancen, durchschnittlich größere innerfamiliäre Spannungen usw. Vgl. zur Theorie regionalspezifischer „Strukturschwäche“ etwa: Sidney Pollard (Hg.), Region und Industrialisierung. Studien zur Rolle der Region in der Wirtschaftsgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Göttingen 1980.Google Scholar
  11. 313.
    Statistisches Jahrbuch 2005, S. 43.Google Scholar
  12. 318.
    Ermittelt anhand: Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse I-Österreich. Wien 2002, S. 30–45.Google Scholar
  13. 319.
    Daten nach: Statistik Austria, Volkszählung 2001 1, S. 46–51.Google Scholar
  14. 322.
    Als Datengrundlage für die Überprüfung dienten wiederum die Volkszählungsergebnisse 2001: Statistik Austria, Volkszählung 2001 1, S. 58–60.Google Scholar
  15. 325.
    Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse II-Österreich. Wien 2004, S. 148–150.Google Scholar
  16. 326.
    Die hier verwendeten Daten sind jene der zugleich mit der Volkszählung durchgeführten Erhebung: Statistik Austria (Hg.), Gebäude-und Wohnungszählung 2001. Hauptergebnisse österreich. Wien 2004, bes. S. 42–55.Google Scholar
  17. 327.
    Vgl. hierzu etwa die Studie: Ulrich Mueller, Monika Heinzel-Gutenbrunner, Krankheiten und Beschwerden (subjektive Gesundheit) unter Bewertung der eigenen Gesundheit. Wiesbaden 2001.Google Scholar
  18. 334.
    Vgl. hierzu die klassische, sehr instruktive Studie für den amerikanischen Raum: August Hollingshead, Fredrick Redlich, Der Sozialcharakter psychischer Störungen. Frankfurt a.M. 1975, die aktuellere Zusammenfassung in: Johannes Siegrist, Medizinische Soziologie. Düsseldorf 1995, bes. S. 157–197, sowie nunmehr isbesondere: Andreas Mielck, Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Einführung in die aktuelle Diskussion. Bern 2005.Google Scholar
  19. 336.
    Zur Idee regionalspezifischer „Subkulturen“ von Suizidalität vgl. auch J. C. Nyíri, Einleitung. In: Thomas Masaryk, Der Selbstmord als sociale Massenerscheinung der modernen Civilisation. München 1982, S. 5–24.Google Scholar
  20. 338.
    Die Daten für diese Untersuchungen von Zusammenhängen der Erwerbsstrukturen mit den Suizidraten entstammen wiederum den Ergebnissen der Volkszählung 2001: Statistik Austria, Volkszählung 2001 II, S. 54–85.Google Scholar
  21. 339.
    ÖNACE-Abschnitte A und B, wobei der Anteil der in Österreich vorrangig von „Fischerei und Fischzucht“ lebenden Personen (ÖNACE-Code B) mit 137 quantitativ vernachlässigbar ist; Land-und Forstwirte (ÖNACE-Code A) gab es zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 153.499.Google Scholar
  22. 357.
    Krainz/ Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Psychiatriebericht Steiermark 2003.Google Scholar
  23. 372.
    Vgl. hierzu: Backhaus et al., Multivariate Analysemethoden, S. 33f.Google Scholar
  24. 374.
    Vgl. hierzu: Jul Martens, Statistische Datenanalyse mit SPSS für Windows. München-Wien 2003, S. 201.Google Scholar
  25. 391.
    Vgl. hierzu: Gordis, Epidemiologie, S. 190.Google Scholar
  26. 396.
    Vgl. etwa: Cantor, Suicide in the Western World, S. 24.Google Scholar
  27. 400.
    Ein gleichsinniges Ergebnis berichteten für Vorarlberg, Tirol und Wien bei jeweils 15-jähriger Beobachtungsdauer: Haller/ Lingg, Vorarlberger Suizidstudie, S. 47f.Google Scholar
  28. 401.
    Vgl. Haller/ Lingg, Vorarlberger Suizidstudie, S. 47f.Google Scholar
  29. 413.
    Vgl. Etzersdorfer/ Fischer/ Sonneck, Epidemiologie, Etzersdorfer et al., Epidemiology, Sonneck/Stein/Voracek, Suizide von Männern; Näheres hierzu siehe in Kapitel 1.Google Scholar
  30. 423.
    Die Angaben zur Altersverteilung der steirischen Gesamtbevölkerung nach Familienständen stammen aus: Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse 1 — Steiermark, Wien 2003, S. 146f.Google Scholar
  31. 437.
    Die Anzahlen der den einzelnen Kategorien zuzuordnenden Personen in der steirischen Gesamtbevölkerung beziehen sich auf die Ergebnisse der Volkszählung 2001; vgl. hierzu: Statistik Austria (Hg), Volkszählung 2001, Hauptergebnisse II-Österreich, Wien 2004, bes. S. 44f. und 78f., Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001, Hauptergebnisse II-Steiermark, Wien 2004, S. 42 u. 144f., sowie: Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001, Schüler und Studenten, Wien 2005, S. 44; es handelt sich durchwegs um Stichtagsprävalenzen für den 15.05.2001, die daher als Ersatz für die nicht bekannten Verteilungen zu Jahresanfang 2000 gut geeignet sind. Die für die Kategorie „Schüler und Studenten“ angegebene Zahl bezieht sich auf Personen im Alter von 10 und mehr Jahren.Google Scholar
  32. 443.
    Vgl. hierzu: Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001, Hauptergebnisse II-Österreich, S. 29, Volkszählung 2001, Hauptergebnisse II-Steiermark, S. 232–234.Google Scholar
  33. 446.
    Umfasst erwerbstätige und beschäftigungslose Suizidenten im angegebenen Zeitraum. Die Daten für die ISCO-Berufsverteilung in der Gesamtbevölkerung wurden entnommen: Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001, Hauptergebnisse II-Steiermark, S. 232–234. Die geschätzten Suizidraten beziehen jeweils proportional die Anteile derjenigen Suizidfälle ein, in welchen keine Berufsangaben vorhanden waren (86 Fälle) oder gar keine Akten eingesehen werden konnten (165 Fälle, davon hochgerechneter Anteil von Erwerbstätigen und Beschäftigungslosen: 69). Wegen der teils sehr geringen Fallzahlen sind hier die Suizidraten in ganzen Zahlen wiedergegeben, um auf die fraglos nur annähernde Genauigkeit (auch der Mindest-Raten) hinzuweisen.Google Scholar
  34. 447.
    Vgl. hierzu: Helmut Kuzmics, Roland Axtmann, Autorität, Staat und Nationalcharakter. Der Zivilisationsprozeß in Österreich und England 1700–1900. Opladen 2000.Google Scholar
  35. 451.
    Die Buchstaben am Beginn der Kategorienbeschreibung bezeichnen die jeweilige ÖNACE-Klasse. Für die Erwerbskategorien der Land-und Fortwirte und Unternehmer sind der Einfachheit halber nur die tatsächlich relevanten, von Suizidfällen betroffenen ÖNACE-Kategorien in der Tabelle aufgeführt. Die geschätzten Suizidraten beziehen wiederum proportional die erwartbaren Fälle innerhalb der Menge von nicht-zuordenbaren Suizidfällen ein; Daten für die Gesamtbevölkerung wiederum gemäß Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse II-Steiermark, S. 226–231. Die ÖNACE-Kategorie Q (Exterritoriale Organisationen) ist wegen quantitativer Irrelevanz für die Steiermark (57 Erwerbspersonen, 0 Suizide) nicht angeführt.Google Scholar
  36. 462.
    Statistik Austria (Hg.), Statistisches Jahrbuch Österreichs 2005, S. 220.Google Scholar
  37. 463.
    Statistik Austria (Hg.), Statistisches Jahrbuch Österreichs 2005, S. 220.Google Scholar
  38. 464.
    Da das standardisierte Brutto-Medianeinkommen bei 1649 € liegt, koinzidiert es nahezu völlig exakt mit dem Klassenmittelpunkt der Einkommenskategorie „1501–1800“ €, sodass Verzerrungen in den Ergebnissen des Vergleichs durch eine „schiefe“ Zuordnung der konkreten Einkommen zu einzelnen Kategorien ausgeschlossen sind.Google Scholar
  39. 465.
    Statistik Austria (Hg.), Statistisches Jahrbuch Österreichs 2005, S. 231.Google Scholar
  40. 468.
    Vgl. Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse II-Österreich, S. 126.Google Scholar
  41. 469.
    Statistik Austria, Volkszählung 2001, Hauptergebnisse I-Österreich, S. 54f.Google Scholar
  42. 473.
    Statistik Austria (Hg.), Volkszählung 2001. Hauptergebnisse I-Österreich, S. 48.Google Scholar
  43. 478.
    Vgl. Human-Friedrich Unterrainer, Spiritualität & Sucht. Glaube als Ressource in der Alkoholismustherapie. Saarbrücken 2006.Google Scholar
  44. 483.
    Vgl. Heinz Katschnig et al., Österreichischer Psychiatriebericht 2001, Teil 1. Wien 2001, S. 4f.Google Scholar
  45. 484.
    Vgl. hierzu etwa die österreichbezogene Übersicht: Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (Hg.), Psychosoziale und ethische Aspekte der Männergesundheit. Wien o.J. sowie die Studie: Sonneck/Stein/Voracek, Suizide von Männern in Österreich.Google Scholar
  46. 487.
    Vgl. Heinz Katschnig, Peter Denk, Michael Scherer, Österreichischer Psychiatriebericht 2004. Analysen und Daten zur psychiatrischen Versorgung der österreichischen Bevölkerung. Wien 2004 (Internetressource), S. 62–64.Google Scholar
  47. 494.
    Dirk Dunkel et al., Suicidal Behaviour in Austria. In: Armin Schmidtke et al. (Hg.), Suicidal Behaviour in Europe. Göttingen u.a. 2004, S. 113–122.Google Scholar
  48. 496.
    Alfred Uhl et al., Handbuch Alkohol — Österreich. Zahlen Daten Fakten Trends. Euroangepasste und aktualisierte Internetversion Stand Jänner 2002: Internetressource: http://www.api.or.at/akis/download/01_lhbao.pdf (S. 85). Vgl. weiters: Haller/Lingg, Vorarlberger Suizidstudie, S. 67–101.Google Scholar
  49. 498.
    Vgl. bes. das „Handbuch Alkohol — Österreich“, S. 84f.Google Scholar
  50. 529.
    Vgl. hierzu bes.: Backhaus et al., Multivariate Analysemethoden, Martens, Statistische Datenanalyse. Eine aufschlussreiche Clusteranalyse von Suizidversuchen im deutschsprachigen Raum stellt dar: Heinz Katschnig et al., Gibt es verschiedene Typen von Selbstmordversuchen? In: Rainer Welz, Hermann Pohlmeier (Hg.), Selbstmordhandlungen. Suizid und Suizidversuch aus interdisziplinärer Sicht. Weinheim-Basel 1981, S. 13–42.Google Scholar
  51. 532.
    Vgl. hierzu im Detail: Martens, Statistische Datenanalyse, S. 245–266, Backhaus, Multivariate Analysemethoden, S. 260–321.Google Scholar

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