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Methodische Konsequenzen: Problembezüge, Historizitäten und Entwicklungen

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Auszug

Auch wenn eine solche pragmatistische Version von Realismus in Bezug auf wissenschaftliche Theorie noch viele Fragen offen lässt, die hier nicht weiter im Detail behandelt werden sollen, stellt sie eine konsequente Folgerung aus den Auseinandersetzungen um die Möglichkeit einer realistischen Position dar. Aus der Einnahme einer solchen Position ergeben sich für diese Arbeit die folgenden drei Konsequenzen.

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References

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    Ausnahmen scheinen auf den ersten Blick etwa Degele, Nina: Einführung in die Techniksoziologie. München: Fink 2002; Halfmann, Jost: Theoriebausteine der Techniksoziologie. Frankfurt am Main: Campus 1995; Hochgerner, Josef: Arbeit und Technik. Einführung in die Techniksoziologie. Stuttgart: Kohlhammer 1986 zu sein. Ein zweiter Blick aber enthüllt, dass auch diese Sammlungen vor der Schwierigkeit stehen, die Einheit ihres Gegenstandes gegen die Vielheit des Gegenstandes zu fixieren (vgl. dazu auch Krohn, Wolfgang: „Die Verschiedenheit der Technik und die Einheit der Techniksoziologie“, in: Peter Weingart (Hrsg.), Technik als sozialer Prozess, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1989, S. 15–43). Für einen Einblick in die Vielfalt sozialwissenschaftlicher Forschungsfragen zum Thema Technik siehe Jasanoff, Sheila/Markle, Gerald E./Petersen, James C. u. a.: Handbook of Science and Technology Studies. Thousand Oaks: Sage 2002; Mitcham, Carl/Mackey, Robert: Bibliography of the philosophy of technology. Chicago: University of Chicago Press 1973.Google Scholar
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    Vgl. Merton, Robert K.: Science, technology & society in seventeenth century England. Atlantic Highlands: Humanities Press/Harvester Press 1978. Siehe auch Bernal, John Desmond: The Social Function of Science. London: Routledge 1939.Google Scholar
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    Vgl. Böhme, Gernot/ Daele, Wolfgang/ Krohn, Wolfgang: „Die Finalisierung der Wissenschaft“, in: Zeitschrift für Soziologie, 2 (1973), S. 128 ff.; Böhme, Gernot/Schäfer, Wolf: Finalization in Science. The social Orientation of Scientific Progress. Dordrecht/Lancaster: Reidel 1983.Google Scholar
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    Nicht unähnlich zu anderen Fragen nach den Verhältnissen zweier Gegenstandsbereiche, wie sie in der Geschichte der Sozialwissenschaften eine entscheidende Rolle gespielt haben und spielen, lassen sich, je nach Ausformulierung des Problems, unterschiedliche Grundpositionen formulieren. Diskutiert man etwa das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft unter diesem Gesichtspunkt, dann fällt auch hier auf, dass sich die verschiedenen Antwortmöglichkeiten zu Positionen gruppieren: Auf diese Weise werden Individualismus und Holismus zu sozialwissenschaftlichen Erklärungsmustern. Daneben bleibt die Möglichkeit, eine neutralere Erklärung einer dualistischen vorzuziehen. Aktuelle Praxis und Kulturtheorien präferieren bei der Frage nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft derzeit diesen Weg und gehen ihn versuchsweise. Vgl. Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1982; Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1971; Hörning, Karl Heinz: Widerspenstige Kulturen. Cultural Studies als Herausforderung. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1999, Hörning, Karl Heinz: Doing Culture. Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis. Bielefeld: transcript-Verlag 2004; Reckwitz, Andreas: Die Transformation der Kulturtheorien: zur Entwicklung eines Theorieprogramms. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2000.Google Scholar
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    Luhmann, Niklas: „Ideengeschichte in soziologischer Perspektive“, in: J. Matthes (Hrsg.), Lebenswelt und soziale Probleme, Frankfurt am Main: Campus 1981 Ebd., S. pp260Google Scholar
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    Vgl. Wagner, Peter: Soziologie der Moderne: Freiheit und Disziplin. Frankfurt am Main: Campus 1995; Wagner, Peter: Theorising modernity. Inescapability and attainability in social theory. Thousand Oaks: Sage 2001b. Die folgenden Überlegungen gehen davon aus, dass es ein lohnendes Unterfangen ist, Wagners detailreiche Arbeiten mit der Vorstellung gesellschaftlicher Differenzierung Luhmanns im Detail in Verbindung zu bringen, für die hier aber nicht der Ort sein kann. Einige Gemeinsamkeiten können hier nur angedeutet werden.Google Scholar
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    Vgl. z. B. Aron, Raymond: Die industrielle Gesellschaft. 18 Vorlesungen. Frankfurt am Main: Fischer-Bücherei 1964 und Balkhausen, Dieter: Die dritte industrielle Revolution. Wie die Mikroelektronik unser Leben verändert. Düsseldorf: Econ-Verlag 1978. Zum durchaus umstrittenen Begriff der technischen Revolutionen vgl. Buchhaupt, Siegfried/Paulinyi, Akos: Gibt es Revolutionen in der Geschichte der Technik? Darmstadt: Technische Universität Darmstadt 1999.Google Scholar
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    Vgl. Gille, Bertrand: Histoire des techniques: technique et civilisations, technique et sciences. Paris: Gallimard 1978; Kesselring, Fritz: Technische Kompositionslehre. Anleitung zu technischwissenschaftlichem und verantwortungsbewußtem Schaffen. Berlin: Springer 1954 und Reuleaux, Franz: Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien: Rundschau auf allen Gebieten der gewerblichen Arbeit. Leipzig: Spamer 1884; Reuleaux, Franz: Die Maschine in der Arbeiterfrage. Minden in Westfalen: Bruns 1885.Google Scholar
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    Die zahlreichen Quellen sind im Text gekennzeichnet. Sofern nicht angegeben, beziehen sich die Darstellungen auf Klemm, Friedrich: Geschichte der Technik. Der Mensch und seine Erfindungen im Bereich des Abendlandes. Stuttgart: Teubner 1998, auf die vierbändige Sammlung König, Wolfgang: PropyläenTechnikgeschichte. Berlin: Propyläen-Verlag 1990 sowie auf Landes, David S.: The unbound Prometheus: technological change and industrial development in Western Europe from 1750 to the present. Cambridge: Cambridge University Press 2003.Google Scholar

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