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Auszug

„Integrative Supervision und Organisationsentwicklung“ hat sich als Verfahren sozialwissenschaftlich fundierter Beratung professioneller Praxis und sozialkritisch begründeter, institutionsbezogener Intervention Ende der 60er Jahre entwickelt, um in komplexen Lebenswelten Hilfen im Umgang mit Komplexität zu geben als „Systemsupervision“, in der das Handeln von einzelnen und Teams im Kontext der jeweiligen Institution, ja des jeweiligen Feldes gesehen wurde. Die Entwicklung der professionellen Fähigkeiten von einzelnen, aber auch die Förderung der Kompetenz und Performanz von Teams, ja von ganzen Institutionen und Organisationen wurde in unlösbarer Verflechtung und Verschränkung gesehen. Persönlichkeitsentwicklung, personale Entwicklung, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung, ja Feldentwicklung galt es zu verbinden. Der letztgenannte Aspekt, die „Feldentwicklung“ (z.B. die Entwicklung einer Profession, eines Marktes, eines Sektors psychosozialer Hilfeleistung), ist natürlich eine weitgesteckte Aufgabe. Wir waren verschiedentlich in der privilegierten Situation, Feldentwicklung betreiben zu können, nämlich durch unsere ausgedehnte Supervisionsund Beratungstätigkeit: in der Beratung von Organisationen und Betrieben 1967 bis 1970 beim „Gastarbeiterproblem“, als der „Arbeitsplatz Deutschland“ zu einem immensen Zuzug ausländischer Arbeitnehmer führte, was mit erheblichen Problemen für diese Gruppe, aber auch für die Unternehmen verbunden war, die Gastarbeiter einstellten (Petzold 1968a, b): im Bereich der Drogentherapie Anfang der 70er Jahre, wo ein neues Problem auftauchte, für das kaum Know-how vorhanden war (idem 1974b; idem et al. 1998; idem, Vormann 1980). Ein weiterer Sektor war in den 80er Jahren die Weiterbildung im Bereich der Altenarbeit in Österreich, wo praktisch Neuland betreten werden musste (Petzold/Stöckler 1988; Petzold/Petzold 1991).

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Hilarion G. Petzold

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