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Welten des Wohlfahrtskapitalismus und Typen wohlfahrtsstaatlicher Politik

  • Nico A. Siegel

Auszug

In Kapitel III.3 wurde die Expansion der Sozialpolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dargestellt. Als Messlatten für das Wachstum der Sozialpolitik dienten dabei vor allem quantitative Indikatoren, unter anderem die relative Größe des durch die Sozialpolitik geschützten Personenkreises oder der Anteil der Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt. Solche quantitativen Informationen sind wichtige Bestandteile einer qualitativ „dichten Beschreibung“ der Sozialpolitik und in der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung oft Ausgangspunkt weiterer Analysen. Allerdings sind neben den häufig gut dokumentierten quantitativen Kennziffern für eine Vielzahl wichtiger Fragen der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung qualitative Indikatoren der Sozialpolitik unverzichtbar. In diesem Kapitel wird das Gewicht auf die Institutionen und Strukturen der Sozialpolitik gelegt, eine Vergleichsdimension, der aus deskriptiven, analytischen und praxeologischen Gesichtspunkten große Bedeutung zukommt.

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Literatur

Kommentierte Literatur

  1. Esping-Andersen, Gøsta, 1990: Three Worlds of Welfare Capitalism, New York. Das (nach wie vor unverzichtbare) grundlegende Werk zu Esping-Andersens Typologie von Wohlfahrtsstaatsregimen. Vor allem der konzeptionelle Überblick und die theoretische Einleitung sowie die empirischen Analysen zur Dekommodifizierung und Stratifizierung haben die Wohlfahrtsstaatsforschung in den vergangenen Jahren maβgeblich beeinflusst.Google Scholar
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Zitierte Literatur

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Nico A. Siegel

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