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Interaktion und Interaktivität Aufforderungen zu einer technologiebewussten Medienpädagogik

  • Heidi Schelhowe
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Auszug

Mit dem PC, der in den 80er Jahren in den Büros auftauchte und mit dem sich das gewohnte Bild von der industriellen Produktion als „Handarbeit“ veränderte, fing das Thema Computer an, auch die Bildungsdebatte zu beherrschen. Neue Fächer wurden eingeführt oder zumindest debattiert; Investitionen in Computerhardware und später in Netzinfrastrukturen wurden in einem Umfang getätigt, der angesichts knapper werdender Mittel der öffentlichen Haushalte für Bildungsinstitutionen erstaunlich war. In erheblichem Umfang wurden für den Arbeitsmarkt „EDV-Qualifizierungen“ vorgenommen, die sich die Arbeitenden und die Arbeitslosen erhebliche Anstrengung kosten ließen in Weiterbildungskursen, Schulungen, Selbststudium nach Feierabend. Die jungen Menschen sollten es besser haben, sie sollten den Umgang mit Computern in einem frühen Alter lernen. Darauf beruhte der gesellschaftliche Konsens, der die Ausgaben für Computer in Bildungsinstitutionen rechtfertigte. Kluge und verantwortungsbewusste Menschen in Wissenschaft und in Behörden für Bildungsplanung fügten dieser Nutzungskompetenz immer auch schon „Bildung“ hinzu. In den Publikationen und in den Curricula war in der Regel auch die Rede vom Verstehen der Wirkungen, von der Mitgestaltungsfähigkeit als Gegenpol zu den „Bedienfertigkeiten“.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmhH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Heidi Schelhowe
    • 1
  1. 1.Bremen

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