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Kriminologische Forschung im Bundeskriminalamt und der Periodische Sicherheitsbericht

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Die Tradition der Polizeiforschung in Deutschland weist enge Bezüge zum Bundeskriminalamt auf. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts fokussierte sich diese Wissenschaftsrichtung in Deutschland zunächst vornehmlich auf den technikorientierten Sektor. Hier stehen beispielhaft die Errungenschaften zur Identifizierung des Täters mittels Körpermessverfahren, der Daktyloskopie sowie der unterschiedlichsten Detektionstechniken. Die sozialwissenschaftliche Polizeiforschung ist im Gegensatz dazu eine vergleichsweise junge Disziplin. Sie wurde als staatliche Antwort auf den bis in die 60er/70er Jahre an den Universitäten vertretenen, radikalen Labeling-Ansatz zunächst bei der Polizei nach angloamerikanischem Vorbild eingerichtet. Organisatorische Konsequenz dieser Forschungsstrategie war das beim Bundeskriminalamt (BKA) im Jahre 1972 neu eingerichtete Kriminalistische Institut.

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Literatur

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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