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Institutionelle Einbettung multinationaler Unternehmen

Auszug

Obgleich der soziologische Neoinstitutionalismus den Begriff der institutionellen Umwelt prominent gemacht hat, bleibt er bei ihm gesellschaftstheoretisch unbestimmt (Türk 2000) und beschränkt sich auf die Ad-hoc-Analyse organisationaler Felder. Institutionelle Umwelt im Allgemeinen wird auf zwei Wegen konturiert: auf induktivem und auf deduktivem Wege über modelltheoretische Annahmen. Der induktive Weg, der etwa vom Effet-sociétal-Ansatz eingeschlagen wird, hat den Vorteil, offen für Veränderungen und neue, transnationale Einflüsse zu sein (Maurice 2000; Maurice/Sorge 2000). Die Kriterien und theoretischen Annahmen bleiben jedoch bei diesem Vorgehen implizit (vgl. Lutz 1991; Lane 2000; Bluhm 2005). Den umkehrten Weg schlägt die neue kapitalismustheoretische Debatte ein, in der, auf der Basis ausgewählter Institutionensysteme, unterschiedliche Variationen des modernen westlichen Kapitalismus typisiert werden. Diese Variationen ziehen eine neue Betrachtungsebene zwischen der rein nationalstaatlichen Ebene und der metatheoretischen Ebene ein, auf denen sich die Kapitalismustheorie bis dahin vor allem bewegt hat. Nicht jede Volkswirtschaft bringt einen distinkten Typ von Kapitalismus hervor, sondern es werden verschiedene Länder zusammengefasst. Gleichzeitig bleibt aber die nationale Ebene entscheidend, da die betrachteten Institutionensysteme zumeist auf dieser Ebene angesiedelt sind.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften| GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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