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Der Weg zum politischen Mandat

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Die Analyse dieses Teils betrachtet die einzelnen Stationen, die Frauen (und ebenso Männer) durchwandern, nachdem sie sich für eine politische Laufbahn bzw. Kandidatur entschieden haben. Diese Stationen sind eingebettet im gesellschaftlichen Teilsystem der Politik; es geht hier folglich um die Suche nach potenziellen strukturbedingten Barrieren in den politischen Systemen der USA und Deutschlands.

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Literature

  1. 409.
    Kahlweit. Damenwahl. Politikerinnen in Deutschland. 96.Google Scholar
  2. 410.
    Eva Kolinsky fand heraus, dass diese Rekrutierungsstruktur in besonders ausgeprägtem Maße innerhalb der SPD anzutreffen ist, während bei der CDU auch Quereinsteiger auf höhere Ämter berufen werden (so beispielsweise Rita Süssmuth und Ursula Lehr). Vgl. Kolinsky. Political Participation and Parliamentary Careers: Women’s Quotas in West Germany. 63f. Dennoch bleiben diese Quereinsteigerinnen die Ausnahme von der Regel. Auch auf Länderebene, wo bis Mitte der 1970er Jahre vernehrt parteilose politische Akteure anzutreffen waren, haben die Parteien mittlerweile ihre Vormachtstellung in Sachen Personalauslese ausgebaut. Vgl. Kolinsky. Party Change and Women’s Representation in Unified Germany. 138f. Jens Borchert und Klaus Stolz stellten einen modellhaften ‘Karrieretypus’ in deutschen Landtagen auf und fanden heraus, dass drei Viertel der Abgeordneten, die erstmals in einen Landtag einzogen, zuvor Erfahrungen in kommunalen Ämtern und Mandaten vorzuweisen hatten. Ein Parteiamt hatten zuvor, zum Teil zusätzlich zum kommunalen Amt, über 60 Prozent der Abgeordneten inne. Vgl. Borchert und Stolz. Die Bekämpfung der Unsicherheit: Politikerkarrieren und Karrierepolitik in der Bundesrepublik Deutschland. 158.Google Scholar
  3. 411.
    Süssmuth. Ohne geht es eben doch nicht — Die Quotendebatte der CDU. 96.Google Scholar
  4. 412.
    Hoecker. Innerparteiliche Frauenförderung in Großbritannien und Deutschland. 654.Google Scholar
  5. 413.
    Kahlweit Damenwahl. Politikerinnen in Deutschland. 170 und 176.Google Scholar
  6. 414.
    Die Einführung von Vorwahlen wird auch in Deutschland immer wieder gefordert. So brachte beispielsweise Franz Münterfering (SPD) das Thema in die Diskussion, als er sich im April 2000 dafür aussprach, für Bundestagswahlen zukünftig Vorwahlen einzuführen, bei denen auch Nicht-Parteimitglieder über die Kandidaten für den Bundestag und hohe Änter in der Regierung abstimmen sollten. Vgl. Fokken. Vorwahlen zum Bundestag 2006? Vorstoß von SPD-Generalsekretär Müntefering. (Link siehe Webliographie.) Wie bekannt, konnte sich Müntefering mit seinem Vorschlag (bislang) nicht durchsetzen, obwohl sich gute Argumente für die Einführung von Vorwahlen auch in Deutschland finden lassen: So sieht Hans Herbert von Arnim, Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, in Deutschland eine „Entmündigung der Wähler durch starre Wahllisten“. Auch die Auswahl der Wahlkreiskandidaten über die Erststimme sei „oft keine wirkliche Wahl“, da „regelmäßig nur Kandidaten der beiden großen Parteien überhaupt eine Chance [haben], einen Wahlkreis zu gewinnen. Aber auch von ihnen sind viele über die Liste abgesichert und kommen deshalb sogar dann in den Bundestag, wenn sie im Wahlkreis nur sehr wenige Erststimmen erhalten“. Somit habe der Bürger „in Wahrheit nichts mehr zur entscheiden.“ Die „fatalen Konsequenzen“ sieht von Arnim u.a. in einem Parteisoldatentum, einer Bürgerferne der Abgeordneten und einem Parlament ohne Legitimation. Das deutsche Wahlsystem nehme dem Bürger die Möglichkeit, „schlechte Politiker durch Abwahl bei den nächsten Wahlen zu bestrafen. Das gilt nicht nur für Abgeordnete, sondern zum guten Teil auch für die Regierung“. von Anim. Wahl ohne Auswahl. Die Parteien und nicht die Bürger bestimmen die Abgeordneten. 4–6. (Link siehe Webliographie.) Die Einführung von Vorwahlen, als durchgängiges Prinzip würde den Parteien die Monopolstellung bei der Kandidatenrekrutierung nehmen und in der Folge ihren Einfluss auf die Fraktion stark verringern, was die Abwehrhaltung gegenüber Vorwahlen erklärt. Ob Vorwahlen einen positiven Einfluss auf den Anteil von Frauen haben, ist zweifelhaft, wie die weiteren Ausführungen im Teil C, Kapitel 4, insbesondere Unterkapitgel 4.3, zeigen werden.Google Scholar
  7. 415.
    Ebd. 96. Borchert und Stolz melden gegen die vorgetragene Forderung nach möglichst vielen Seiteneinsteigern in der Politik aus „demokratietheoretischer Perspektive“ Bedenken an, da dies trotz der zugestandenen „nützlichen Erfahrungen im vorprofessionellen, politischen Raum (⋯) ein Einfallstor für politischen Dilettantismus“ sei. Weiterhin sehen sie in der „Sukzession und Kumulation verschiedener Ämter“ eine für politische Karrieren wichtige ‚linkage ‘— Funktion. Borchert und Stolz. Die Bekämpfung der Unsicherheit: Politikerkarrieren und Karrierepolitik in der Bundesrepublik Deutschland. 169. Für Bedenken gegen diese in Deutschland vorherrschenden. Strukturen aus geschlechtertheoretischer Perspektive steht in der Abhandlung Borcherts und Stolz kein Raum zur Verfügung.Google Scholar
  8. 416.
    Vgl. Lösche. Parteienstaat Bundesrepublik — Koalitionsbildungsstaat USA. 287.Google Scholar
  9. 418.
    Vgl. Wenzel und Wenzel. Wirtschaftlicher Systemvergleich Deutschland — USA anhand ausgewählter Ordnungsbereiche XIII.Google Scholar
  10. 419.
    Affirmative action-Programme in den USA konzentrierten sich zu Beginn auf die ethnische Minderheit der African-Americans. Raasch weist darauf hin, dass die Antidiskriminierungsgesetzgebung in den USA erst unter dem Druck der Frauenbewegung der 1960er Jahre „schrittweise auf Fälle der Geschlechtsdiskriminierung“ ausgedehnt wurde. Vgl. Raasch. Frauenquoten und Männerrechte. 52. Diese ‚Konkurrenzsituation ‘beim Kampf um Gleichstellung zwischen Frauen und African-Americans ist in der Geschichte der USA nicht unbekannt. So gingen Aktivistinnen der ersten Frauenbewegung, wie Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton, davon aus, dass ein Kampf für das Wahlrecht der ehemaligen Sklaven untrennbar verbunden sei mit dem Kampf für das Frauenwahlrecht. Diese Annahme stelle sich jedoch schnell als irrig heraus: Die Republikaner wie auch die American Anti-Slavery Society unterstützen zwar die Wahlrechtsforderung der African-Americans, wollten aber die Forderung nach einem Frauenwahlrecht nicht inkludieren, da sie dadurch die Chancen auf Durchsetzung des Wahlrechts für ethnische Minderheiten gefährdet sahen. Selbst die American Equal Rights Association schwenkte auf die Devise: „Now is the Negro’s hour“ um und distanzierte sich Ende der 1860er Jahre vom Frauenwahlrecht. Vgl. McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 24f. Tatsächlich erhielten ethnische Minderheiten in den USA bereits 1870 das Wahlrecht (15th amendment), während Frauen weitere fünfzig Jahre für ihr Wahlrecht kämpfen mussten (19th amendment). Affirmative action-Programme finden sich heute auch für Frauen, bleiben aber, wie die für ethnische Minderheiten, auf den Arbeits-und Bildungssektor beschränkt. Warum sie innerhalb politischer Parteien keinen Fuß fassen konnten, wird im Folgenden geklärt. Der Supreme Court vertritt in der geschichtlichen Entwicklung keine einheitliche Ansicht zur Rechtmäßigkeit von Affirmative action-Programmen. Während Mitte der 1980er Jahre eine Phase der Befürwortung von Quotenregelungen durch den Supreme Court zu beobachten war, überwiegt heute eine ablehnende Haltung, die Affirmative action sowohl für ethnische Minderheiten als auch für Frauen enge Grenzen setzt. So ist eine Voraussetzung für die Rechtsmäßigkeit der Nachweis vergangener oder gegenwärtiger Diskriminierung, wobei die „Vermutung von vergangener oder gegenwärtiger Diskriminierung, die sich lediglich auf Unterrepräsentanz von Minderheiten gründet“ nicht ausreichend ist. Vgl. Steding. Chancengleichheit und Quoten: Eine Analyse von Gleichberechtigung und „Gleichstellung“ von dem Hintergrund von „equal protection of the laws“ der U.S.-amerikanischen Verfassung und Artikel 3 des Grundgesetztes. 108–10. In Bezug auf freiwillige Gleichstellungspläne amerikanischer Unternehmen entschied der Supreme Court 1987, dass diese zwar grundsätzlich rechtmäßig sind, beispielsweise aber das Senioritätsprin zip im Falle von Entlassungen stärker wiegt als die Erfüllung einer beschlossenen Gleichstellungsmaßnahme. Raasch stellt in diesem Kontext fest: „Gepaart mit einem neuen Konservatismus in Politik und Rechtssprechung ging die Phase gleichstellungspolitischer Innovation der 1970er und 80er Jahre in der Wirtschaft schnell zu Ende.“ Raasch. Frauenquoten und Männerrechte. 228.Google Scholar
  11. 420.
    Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 213.Google Scholar
  12. 421.
    Hoecker. Innerparteiliche Frauenförderung in Großbritannien und Deutschland. 653. Hoecker nennt in diesem Aufsatz drei Kontextfaktoren, von denen „die Implementierung von Maßnahmen zur innerparteilichen Frauenförderung“ generell abhängig sind. Diese seien die Parteiideologie, das Wahlsystem und personelle Rekrutierungsmuster. Da sie ihre Feststellungen basierend auf einen Ländervergleich Großbritannien — Deutschland trifft, entgeht ihr an dieser Stelle die grundlegende Bedeutung einiger anderer Einflussfaktoren, wie die Bedeutung des Staatsverständnisses, innerparteilicher Organisationsstrukturen sowie Akteursformationen. Auf all diese Faktoren wird im Folgenden eingegangen.Google Scholar
  13. 422.
    Vgl. Norris. Conclusions: Comparing Legislative Recruitment. 317ff.Google Scholar
  14. 424.
    Vgl. Jäger und Welz. Regierungssystem der USA. Lehr-und Handbuch. 274.Google Scholar
  15. 425.
    Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 107.Google Scholar
  16. 427.
    Vgl. beispielsweise Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 79 oder Süssmuth. Ohne geht es eben doch nicht — Die Quotendebatte der CDU. 89: „Bereits 1990 empfahl die UN-Kommission im Hinblick auf die Stellung der Frauen, für Entscheidungspositionen auf nationaler Ebene eine Mindestquote von 30 Prozent einzuführen. Sie gilt als Voraussetzung dafür, dass auch Frauen auf Richtungsentscheidungen Einfluss nehmen können und dabei als gleichberechtigte Partner ernstgenommen werden. Es wurde festgestellt, dass bei einer geringeren Vertretung von Frauen ihre Stimmen kein Gehör finden, sie häufig zu Kompromissen gezwungen sind und nur selten in die Lage kommen, den Entscheidungsprozeß zu beeinflussen“.Google Scholar
  17. 428.
    Vgl. Niedermayer. Parteimitglieder seit 1990. Version I/2005. 10. (Link siehe Webliographie.) Eine Übersicht über die Frauenanteile an den einzelnen Parteimitgleidschaften wurde bereits gegeben. Vgl. Fußnote 230.Google Scholar
  18. 430.
    Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 118.Google Scholar
  19. 431.
    In Deutschland gibt es Stimmen, die eine Quotenregelung auch für Direktmandate fordern, so z.B. Christiane Bergmann unter Bezug auf die Situation im Bundesland Brandenburg, welches 1997 ausschließlich männliche Bundestagsabgeordnete entsandte. Vgl. Bergmann. Arbeitslos quotiert — Zur Quotendebatte in den neuen Bundesländern. 164. Denkbar wäre es, dass Parteien nicht nur einen Direktkandidaten pro Wahlkreis antreten lassen, sondern immer einen Mann und eine Frau. Dass sich Parteien aber hierzu in absehbarer Zeit durchringen, darf bezweifelt werden.Google Scholar
  20. 432.
    Inhetveen beschreibt fallbezogen, dass in der norwegischen Quotendiskussion dem Unterschiedsfeminismus mehr Bedeutung beigemessen wurde als dem Gleichheitsfeminismus. In Deutschland seine beide Deutungsmuster bekannt, allerdings „prägte der Unterschiedsfeminismus den Diskurs innerhalb der Parteipolitik nie so stark wie in Norwegen“. Dies sei ein Grund dafür, dass die Einführung von Quotenregelungen in Deutschland umstrittener war und ist als in Norwegen. Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 57ff. sowie 64. Erweitert man den Norwegen-Deutschland-Vergleich Inhetveens um die Vereinigten Staaten, so kann man schlussfolgern, dass die Argumentationen des Unterschiedsfeminismus in norwegischen Parteien eine stärkere Rolle spiel(t)en als in deutschen Parteien, die Tendenz deutscher Parteien zu Differenztheorien aber dennoch über der ihrer amerikanischen Pendants liegt.Google Scholar
  21. 433.
    So geht auch Angelika von Wahl in ihrer Studie zur beruflichen Gleichstellung von Frauen von der Annahme aus, dass die „Gleichstellungspolitik in den USA eher von einer liberalen Tendenz der Geschlechtsidentität beherrscht ist, während Gleichstellungspolitik in der Bundesrepublik eher von einem konservativen Differenz-Muster dominiert ist“. von Wahl. Gleichstellungsregime. Berufliche Gleichstellung von Frauen in den USA und in der Bundesrepublik. 49.Google Scholar
  22. 434.
    Vgl. Raasch. Frauenquoten und Männerrechte. 18.Google Scholar
  23. 435.
    Eine Zusammenfassung der ‚Bedenken und Widerstände ‘gegen Quotierung mit einer Literaturübersicht bietet Richelmann. Gleichstellungsstellen, Frauenförderung, Quotierung. Entwicklung und Diskurs aktueller frauenpolitischer Ansätze. Ein Literaturbericht mit Auswahlbibliographie. 116–21. Generell stützen sich Argumente gegen die Quote auf zwei Einwände: Zum einen geht es um Leistung und Qualifikation, zum anderen um die verfassungsmäßige Zulässigkeit. Vgl. hierzu z.B. Cordes. Frauenpolitik. Gleichstellung oder Gesellschaftsveränderung. 132. Während der erste Einwand der Qualifikation bereits in Teil B, Kapitel 1 entkräftet wurde, gibt eine Äußerung von Inge Wettig-Danielmeier im Zusammenhang mit der Quoteneinführung der SPD einen weiteren Denkanstoß „Noch ein Wort zur Quote: Wir haben sie aus einer Reihe von sehr praktischen Gründen abgelehnt. Aber sie ist nicht mit dem Argument abzulehnen: Wir entscheiden nach Qualifikation. In einer Demokratie ist angemessene Repräsentation ein mindestens so hoher Wert wie Qualifikation — und das um so mehr, wenn eine Mehrheit diese Qualifikation für eine Minderheit feststellt.“ Wettig-Danielmeier. Laßt die Pfoten von den Quoten. 12. Der zweite Einwand der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit wurde zwischenzeitlich von den Gerichten (weitgehend) zurückgewiesen. Eine weitere kompakte Übersicht des Für und Widers von Frauenquoten siehe Dahlerup. Using Quotas to Increase Women’s Political Representation. 2. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  24. 436.
    Vgl. Stiegler. Frauen im Mainstreaming. Politische Strategien und Theorien zur Geschlechterfrage. 8.Google Scholar
  25. 437.
    Bereits im Jahr 1973 erschienen zwei grundlegende Aufsätze zur philosophischen Betrachtung der Quotenfrage. Judith Jarvis Thomson nahm die rückwärtsgewandte Betrachtungsweise ein und berief sich auf den Grundsatz der Kompensation während Thomas Nagel empfahl, in die Zukunft zu blicken und den Folgen von Quotierungen Beachtung zu schenken. Vgl. Fullinwider. Umgekehrte Diskriminierung und Chancengleichheit. 103. Bernd Gräfrath betrachtet in seiner „praktisch-philosophischen Untersuchung“ Frauenquoten überwiegend als ein Instrument der Nachteilskompensation und kommt nicht zuletzt aufgrund dieser Definition zu einer ablehnenden Haltung. Er resümiert: „Die Leiden der Vergangenheit können nicht ungeschehen gemacht werden, die Opfer können nicht mehr entschädigt und die Täter nicht mehr haftbar gemacht werden.“ Gräfrath. Wie gerecht ist die Frauenquote? Eine praktisch-philosophische Untersuchung. 176. Dies veranschaulicht, dass zustimmende und ablehnende Haltungen auf unterschiedlichen Definitionsansätzen basieren. Vgl. in diesem Zusammenhang auch die Diskussion von Marita Heep zu den Komponenten von affirmative action in den USA: Heep. Affirmative Action in den USA. 27. Weiterhin Raasch, die auf Grundlage des Unterschiedsfeminismus argumentiert: „Quotierung ist⋯nicht als Instrument der Nachteilskompensation konzipiert sondern als Instrument gesellschaftsverändernder Sozialgestaltung für die Zukunft.“ Vgl. Raasch. Frauenquoten und Männerrechte. 287.Google Scholar
  26. 438.
    Rössler. Quotierung und Gerechtigkeit. Ein Überblick über die Debatte. 7.Google Scholar
  27. 439.
    Lovenduski. Introduction. The Dynamics of Gender and Party. 8f. Verweis unter Bezug auf deutsche Parteien findet sich auch bei Hoecker. Innerparteiliche Frauenförderung in Großbritannien und Deutschland. 648f. In Deutschland wendet die CSU die erste Strategie an, während sich bei der FDP vermehrt Aktionen finden, die der zweiten Strategie zuzuschreiben sind. Die anderen deutschen Parteien fallen in die Kategorie drei. U.S.-amerikanische Demokraten und Republikaner gehören wie die FDP überwiegend der Kategorie zwei an.Google Scholar
  28. 440.
    Steding nimmt eine vergleichende Perspektive USA — Deutschland ein. Grundsätzlich favorisiert er andere Instrumente gegenüber der Quote. Vgl. Steding. Chancengleichheit und Quoten: Eine Analyse von Gleichberechtigung und „Gleichstellung“ vor dem Hintergrund von „equal protection of the laws“ der U.S.-amerikanischen Verfassung und Artikel 3 des Grundgesetztes. sowie Deller. Die Zulässigkeit von satzungsrechtlichen und gesetzlichen Quotenregelungen zugunsten von Frauen in politischen Parteien. Für eine rechtswissenschaftliche Analyse von Quotenregelungen im Wahlrecht siehe Eulers. Frauen im Wahlrecht. Möglichkeiten zur Verbesserung der Partizipation von Frauen im Bundestag. In Frankreich sind Parteien seit März 2000 gesetzlich verpflichtet, bei Listenwahlen eine gleiche Anzahl von Frauen und Männern aufzustellen. Vgl. Wedl. Sturm auf die Männer-Bastille. Einführung der Geschlechterparität in die französische Politik. 102.Google Scholar
  29. 441.
    Rechtswissenschaftlich betrachtet geht es schon länger nicht mehr um die Zulässigkeit von Geschlechterquoten an sich sondern um die Unterscheidung zwischen erlaubten, problematischen und unerlaubten Quotierungsformen. Was im Detail in welchen Bereichen geht und was nicht, hat die innerdeutsche Rechtsprechung und in den vergangenen Jahren zunehmend auch der Europäische Gerichtshof weitgehend geklärt. So ist mittlerweile eine qualifikationsunabhängige ‚starre ‘Quote bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen durch EU-Recht anerkannt, während die Legitimität einer Quote beim Zugang zu anderen Beschäftigungspositionen in der Regel von den drei Voraussetzungen der (1) bisherigen Unterrepräsentation der Geschlechtergruppe, (2) der gleichwertigen Qualifikation und (3) der Berücksichtigung von Härtefällen mit Einzelfallabwägung abhängig ist. Richtungweisend war zuletzt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Jahr 1997 zur Rechtmäßigkeit des nordrhein-westfälischen Frauenförderungsgesetzes. Vgl. Berghahn. Supranationaler Reformimpuls versus mitgliedstaatliche Beharrlichkeit. Europäische Rechtsentwicklung und Gleichstellung. 33. sowie Raasch. Frauenquoten und Männerrechte. 298f. und 306f.Google Scholar
  30. 442.
    Vgl. Caul. Political Parties and the Adoption of Candidate Gender Quotas: A Cross-National Analysis. 1214.Google Scholar
  31. 444.
    Vgl. Müller. Bündnis 90/Die Grünen — Bei uns machen Frauen Politik. 103f. und 106.Google Scholar
  32. 446.
    Vgl. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 285.Google Scholar
  33. 447.
    Vgl. Rühmkorf. Zur Psychologie der ‘Quotenfrau’. Blick zurück und Blick nach vorn. 75.Google Scholar
  34. 448.
    Dass dieser Durchbruch auch beeinflusst war von der Konkurrenz um Wählerstimmen, darf angenommen werden, gemäß Inhetveen war dieser Einfluss jedoch geringer Natur. Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 111.Google Scholar
  35. 449.
    Ein Gutachten von Prof. Ernst Benda, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, beflügelte zu diesem Zeitpunkt die Quotendiskussion. Benda kam darin zu dem Ergebnis, dass leistungsbezogene Quotenregelungen ein rechtmäßiges Mittel sei, mit dem der Staat „zur Herstellung der Gleichberechtigung in die sozialen Wirklichkeiten“ einzugreifen könne. Zitiert nach Rühmkorf: Zur Psychologie der ‘Quotenfrau’. Blick zurück und Blick nach vorn. 76f.Google Scholar
  36. 451.
    Interessanterweise wendete die CDU in ihrer Gründungsphase einen konfessionsbezogenen Proporz an. Dieser ‘Konfessionsproporz’ war ein Zugeständnis an das protestantische Umfeld und sollte dem angestrebten Imagewechsel weg von einer katholischen hin zu einer interkonfessionellen Partei dienlich sein. Bösch sagt zur Absicht der CDU: „Zumindest von der Tendenz her sollte die Konfessionszusammensetzung der Bevölkerung auch in den höchsten CDU-Gremien erkennbar sein. Die Katholiken behielten durchweg ein überproportionales Gewicht. Im Vergleich zur Zusammensetzung ihrer Mitglieder und aktiven Parteileute senkten sie jedoch bewusst ihren Anteil in der Führungsspitze (⋯) Der Konfessionsproporz wurde zwar nur in den seltensten Fällen wie in Hannover in der Satzung fixiert, galt aber überall als ungeschriebenes Gesetz.“ Bösch. Die Adenauer-CDU. Gründung, Aufstieg und Krise einer Erfolgspartei. 1945–1969. 55f. Die Auswirkungen des Konfessionsproporzes haben gezeigt, dass ein solches Instrument grundsätzlich in der Lage ist, das beabsichtigte Ziel der Integration zu erreichen (bzw. ihm näher zu kommen). Ein Verweis auf die parteiinternen Erfahrungen mit dem Konfessionsproporz hätten Befürworter des CDU-Frauen-Quorums in der Phase der Diskussion verstärkt zur Untermauerung ihrer Forderung einsetzen können.Google Scholar
  37. 453.
    Vgl. Kahlweit. Damenwahl. Politikerinnen in Deutschland. 110f.Google Scholar
  38. 454.
    Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 50.Google Scholar
  39. 455.
  40. 456.
    Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 231.Google Scholar
  41. 458.
    Vgl. McKay. Women in German Politics: Still Jobs for the Boys? 73.Google Scholar
  42. 459.
    1966 wurde das Bundesfrauenreferat der FDP auf Bestreben von FDP-Frauen und mit der Begründung, dass Liberalismus Gleichberechtigung selbstverständlich impliziere und somit eine eigene Interessenvertretung von Frauen überflüssig mache, aufgelöst. Vgl. Funke-Schmitt-Rink. Gleichstellungspolitik in der FDP. 112. Innerhalb der SPD finden sich mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), innerhalb der CDU/CSU mit der Frauenunion Organisationen, die keine autonomen Einheiten, sondern unselbständige Teile der Partei sind. Bei Bündnis 90/Die Grünen stellen die Arbeitsgemeinschaften auf Orts-, Kreis-, Landes-und Bundesebene die Pendants zur ASF und Frauenunion, bei der Linkspartei/PDS ist dies die Linke Sozialistische Arbeitsgemeinschaft (LISA). Claas weist auf die Bedeutung von innerparteilichen Frauenorganisationen als Rückhalt für Politikerinnen hin. Dabei sei diese Netzwerkfunktion „unabhängig von dem Frauenleitbild der Partei und Sichtweise, Frauenpolitik als Querschnittspolitik zu sehen“. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 267.Google Scholar
  43. 460.
    Vgl. Funke-Schmitt-Rink. Gleichstellungspolitik in der FDP. 109.Google Scholar
  44. 461.
    Vgl. Kahlweit. Damenwahl. Politikerinnen in Deutschland. 91.Google Scholar
  45. 462.
    Vgl. Funke-Schmitt-Rink. Gleichstellungspolitik in der FDP. 120.Google Scholar
  46. 463.
    Analytisch können Quotenregelungen in dreierlei Hinsicht unterschieden werden: Erstens hinsichtlich des Regelungsgegenstandes (bei politischen Parteien sind dies stets Ergebnisquoten die sich auf Kandidatenplätze bei öffentlichen Wahlen und/oder auf innerparteiliche Positionen) beziehen. Zweitens hinsichtlich der Verbindlichkeit (Muss-, Soll-, oder Kann-Regelungen). Drittens hinsichtlich der Bezugsgrößen (i.d.R. Prozentangabe, wobei Frauenquoten den Mindestanteil von Frauen bei einer bestimmten Menge von Positionen vorgeben, während Geschlechterquoten beiden Geschlechtern einen Mindestanteil zusichern). Vgl. Inhetveen Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 14f. unter Bezug auf Pfarr. Quoten und Grundgesetz. Notwendigkeiten und Verfassungsmäßigkeit von Frauenförderung. 12–16.Google Scholar
  47. 464.
    Vgl. Howard Davis. Women and Power in Parliamentary Democracies. 58f. sowie 66.Google Scholar
  48. 466.
    Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 89 sowie Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 277.Google Scholar
  49. 467.
    Vgl. Ebd. 74.Google Scholar
  50. 468.
    Vgl. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 272f.Google Scholar
  51. 469.
    Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 90.Google Scholar
  52. 470.
    Vgl. ebd. 92 sowie Wettig-Danielmeier. Es war ein Anfang ⋯ Frauen an die Macht! 193.Google Scholar
  53. 471.
    Vgl. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 303.Google Scholar
  54. 473.
    Vgl. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 299f. Eine weiterführende Beurteilung dieser Situation würde zwangsläufig tief in die sozialistische Vergangenheit und die Wendegeschichte Deutschlands führen und muss so an dieser Stelle unterbleiben.Google Scholar
  55. 475.
    Entnommen aus: ohne Autorennennung. ohne Titel. Frau & Politik. Magazin der Frauen-Union der CDU Deutschlands. 9.Google Scholar
  56. 476.
    Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 95, 108 sowie 110.Google Scholar
  57. 478.
    Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 53.Google Scholar
  58. 479.
    Junker. Am Rande der Macht — Männerbünde kontra Quotierung. 23.Google Scholar
  59. 480.
    Graphik erstellt basierend auf Daten von Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 328 unter Rückgriff auf die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages. Angaben für 2005 gemäß Bundeswahlleiter. Gewählte nach Alter, Geschlecht und Partei. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  60. 481.
    Wettig-Danielmeier. Laßt die Pfoten von den Quoten. 11 sowie Funke-Schmitt-Rink. Gleichstellungspolitik in der FDP. 128.Google Scholar
  61. 482.
    Süssmuth. Ohne geht es eben doch nicht — Die Quotendebatte der CDU. 99f.Google Scholar
  62. 483.
    Cordes. Frauenpolitik. Gleichstellung oder Gesellschaftsveränderung? 131.Google Scholar
  63. 484.
    Auch die Interviewten aus Inhetveens Studie vermuten zu einem Großteil, dass der Frauenanteil zurückgehen würde, wenn satzungsmäßige Quotenregelungen wieder gestrichen würden. Vgl. Inhetveen. Institutionelle Innovation in politischen Parteien. Geschlechterquoten in Deutschland und Norwegen. 52.Google Scholar
  64. 485.
    Meyer. Viel Lärm um nichts. Die Frauenpolitik von SPD und FDP im vergangenen Jahrzehnt. 85.Google Scholar
  65. 486.
    Waltraud Schoppe zitiert nach Kahlweit. Damenwahl. Politikerinnen in Deutschland. 106.Google Scholar
  66. 487.
    Zitiert nach Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 174 unter Bezug auf Junker. Nach der Bundestagswahl: Alle Kräfte auf die Umsetzung unserer Politikbereiche konzentrieren. 2.Google Scholar
  67. 488.
    Vgl. Claas. Gleichberechtigt in den Parteien? Der Gleichberechtigungsartikel und die Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 315.Google Scholar
  68. 489.
    Vgl. Eulers. Frauen im Wahlrecht. Möglichkeiten zur Verbesserung der Partizipation von Frauen im Bundestag. 153f.Google Scholar
  69. 490.
    Schaeffer-Hegel. Über die Quote hinaus. 177.Google Scholar
  70. 491.
    Vgl. Democratic Party Charter Article 3, Section 2 (adopted 1973): „[T]he members of the national committee from each state shall be divided as equally as practicable between committeemen and committeewomen“. Zitiert nach Kelber (ed.). Women and Government: New Ways to Political Power. 43.Google Scholar
  71. 492.
    Zitiert nach ebd. 44.Google Scholar
  72. 493.
    Die Begriffe quota, timetable und goal werden in den USA oftmals synonym gebraucht, allerdings ist zu erkennen, dass das Wort quota vermehrt negativ besetzt ist, während sich der Begriff goal als positive Formulierung durchgesetzt hat. Vgl. Steding. Chancengleichheit und Quoten: Eine Analyse von Gleichberechtigung und „Gleichstellung“ vor dem Hintergrund von „equal protection of the laws“ der U.S.-amerikanischen Verfassung und Artikel 3 des Grundgesetztes. 13.Google Scholar
  73. 494.
    Burrell. Party Decline, Party Transformation and Gender Politics: the USA. 291.Google Scholar
  74. 495.
    Norris. Conclusions: Comparing Legislative Recruitment. 316.Google Scholar
  75. 496.
    Burrell. John Bailey’s Legacy: Political Parties and Women’s Candidacies for Public Office. 125.Google Scholar
  76. 497.
    Carroll. Women as Candidates in American Politics. 23f.Google Scholar
  77. 498.
    Vgl. Matthews. Legislative Recruitment and Legislative Careers. 547–85; entnommen aus: Burrell. Party Decline, Party Transformation and Gender Politics: the USA. 295.Google Scholar
  78. 499.
    Vgl. McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 102.Google Scholar
  79. 500.
    Die Abkürzung der sogenannten DIRE list steht für Sitze, deren Amtsinhaber verstorben sind (dead), strafrechtlich verfolgt werden (indicided), in den Ruhestand gehen (retiring) oder aufgrund einer Amtszeitbeschränkung ausscheiden müssen (end of term). Vgl. Duerst-Lahti. The Bottleneck: Women Becoming Candidates. 21.Google Scholar
  80. 501.
    Vgl. ebd. 21f.Google Scholar
  81. 502.
    Vgl. Burrell. John Bailey’s Legacy: Political Parties and Women’s Candidacies for Public Office. 125f.Google Scholar
  82. 503.
    Vgl. Ebd. 132f.Google Scholar
  83. 504.
    Vgl. McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 102.Google Scholar
  84. 505.
    Vgl. Center for American Women and Politics (CAWP). Fact Sheet: Women in the U.S. Congress 2005. (Link siehe Webliographie.) Sowie Abb. 7 dieser Arbeit.Google Scholar
  85. 506.
    Vgl. Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 123: „(⋯) the movement of party leaders from hostility to advocacy regarding women’s candidacies“. Es gibt Gegenstimmen, die sagen, dass die sogenannte party decline thesis, besonders im Bereich innerparteilicher Organisationsstrukturen, unzutreffend sei. So z.B. Kayden and Mahe. The Party Goes On. Für den Bereich der Rekrutierung aber scheint die These zuzutreffen.Google Scholar
  86. 507.
    Vgl. Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 218f.Google Scholar
  87. 508.
    Vgl. Niven. Party Elites and Women Candidates: The Shape of the Bias. 58.Google Scholar
  88. 509.
    Vgl. ebd. 64f.Google Scholar
  89. 510.
    Howard Davis Women and Power in Parliamentary Democracies. 54. Howard Davis beschränkte ihre Untersuchungen zwar auf europäische Länder sowie auf (Bundes-) Ministerposten, diese Aussage jedoch kann übertragen werden auf den Ländervergleich Deutschland— USA sowie auf politische Ämter im Allgemeinen.Google Scholar
  90. 512.
    So berichteten deutsche Politikerinnen im Rahmen einer im Jahr 1996 durchgeführten Interviewreihe nahezu ausnahmslos von Situationen in ihrer politischen Laufbahn in denen sie sich als Frau diskriminiert fühlten. Vgl. Lukoschat. Austausch und Vernetzung Maßnahmen zur Stärkung von Frauen in der Politik. 124.Google Scholar
  91. 513.
    Die campaign reform laws Mitte der 1970er Jahre (eine Nachwirkung des Watergate Skandals) beschränken die Summen, die von privater Seite und von PACs pro Kandidat gespendet werden dürfen (auf gesamtstaatlicher Ebene dürfen Private nicht mehr als 1000 U.S.-Dollar und PACs nicht mehr als 5000 U.S.-Dollar pro Kandidat spenden). Vgl. Witt, Paget, and Matthews Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 134. Allerdings gibt es dabei keine Beschränkung der absoluten Anzahl von PACs-Spenden, so dass immer neue PACs gegründet werden können und über dieses Netzwerk Gelder an den bevorzugten Kandidaten in nahezu unbeschränkter Höhe fließen können. Nelson und Carver fordern eine erneute Reformierung der Gesetze zur Wahlkampffinanzierung mit einer strikteren Begrenzung der Wahlkampfausgaben. Sie versprechen sich hiervon bessere Chancen für Frauen, die generell beim Spendensammeln mehr Schwierigkeiten hätten. Vgl. Nelson and Carver. Many Voices But Few Vehicles: The Consequences for Women of Weak Political Infrastructure in the United States. 746. Weiterhin Rule and Norris. Anglo and Minority Women’s Underrepresentation in Congress: Is the Electoral System the Culprit? 47.Google Scholar
  92. 514.
    Vgl. Kuhn. Fremde im Senat: Politische Frauen in den USA. 13Google Scholar
  93. 515.
    Zu den einzelnen Ausgaben vgl. Witt, Paget and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 127 sowie die Angaben von Stefan Lehmacher für das ZDF unter Bezug auf ein Interview mit Andrea Römmele vom Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung. Lehmacher. Für eine Handvoll Dollar. (Link siehe Webliographie.) Sowie ebd. Der teuerste Wahlkampf der Welt. (Link siehe Webliographie.) Die SPD veranschlagte ihre gesamte Wahlkampfkosten im Jahr 2002 auf etwa 26 Millionen Euro, bei der Union wurde eine Summe von 24,5 Millionen Euro angegeben, die PDS sagte, sie gab 5,8 Millionen Euro aus, bei der FDP waren es 5 Millionen Euro und bei den Grünen 3,5 Millionen Euro.Google Scholar
  94. 516.
    Persons. Electing Minorities and Women to Congress. 25. Es soll und kann an dieser Stelle keine kritische Beurteilung dieser grundlegenden Situation erfolgen. Folgeprobleme für das politische System kann man sich leicht ausmalen: Die Notwendigkeit, hohe Summen für Wahlkämpfe aufzutreiben, bindet Frauen wie Männer in der Politik eng an wirtschaftliche Interessen. Inwiefern dies (negative) Auswirkungen in der zukünftigen politischen Tätigkeit haben wird, bleibt weitgehend spekulativ. Auch in Deutschland befragen Parteien seit langem Demoskopen und Sozialwissenschaftler; auch hierzulande werden PR-Agenturen mit der Imagepflege der Kandidaten und der Medienkontakte beauftragt, doch begrenzt die enge Bindung von Kandidat und Partei den Einsatz externer Wahlkampfspezialisten.Google Scholar
  95. 517.
    Vgl. Carroll. Women as Candidates in American Politics. 50fGoogle Scholar
  96. 518.
    Vgl. Herrick. A Reappraisal of the Quality of Women Candidates. 30f. EMILY steht für Early Money Is Like Yeast (it makes the dough rise). Unterstützt werden Kandidatinnen, die der Demokratischen Partei angehören und versprechen, sich für ein liberales Abtreibungsrecht einzusetzen. Gegründet wurde EMILY’s List 1985 von der wohlhabenden Unternehmerin Ellen Malcolm. Bereits sieben Jahre nach Gründung führte EMILY’s List mit sechs Millionen Dollar die PACs-Liste an und verwies die bislang mächtigste Realtors PAC auf den nachfolgenden Rang. Vgl. Witt, Paget, and Matthews. Running. As A Woman. Gender and Power in American Politics. 126 sowie Meyer. Amerika, hast Du es besser? Zur politischen Partizipation von Frauen in den USA. 39.Google Scholar
  97. 519.
    Zahlen entnommen aus: Gerber. The New Power, Players: Women Donors. 56f.Google Scholar
  98. 520.
    Vgl. Herrick. A Reappraisal of the Quality of Women Candidates. 27f.Google Scholar
  99. 521.
    Die Antwort auf die Frage, warum Frauen trotz gleicher finanzieller Mittel nicht eine gleiche Repräsentation erreichen, sieht der WCRF vor allem in einem Mangel an Kandidatinnen. Vgl. Persons. Electing Minorities and Women to Congress. 25f.Google Scholar
  100. 522.
    Vgl. Werner. Financing the Campaigns of Women Candidates and Their Opponents: Evidence from Three States, 1982-1990. 81f.Google Scholar
  101. 523.
    Vgl. Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 127.Google Scholar
  102. 524.
    Vgl. McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 100.Google Scholar
  103. 526.
    Herrick. A Reappraisal of the Quality of Women Candidates. 35f.Google Scholar
  104. 527.
    Vgl. Burrell. Campaign Finance: Women’s Experience in the Modern Era. 32–34.Google Scholar
  105. 528.
    Vgl. Herrick. A Reappraisal of the quality of Women Candidates. 35. Gleiches Problem sehen auch Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 145.Google Scholar
  106. 529.
    Vgl. Handlin. Whatever Happenned to the Year of the Women: Why Women Still Aren’t Making It to the Top in Politics. 152 sowie 161–168.Google Scholar
  107. 530.
    Connor Green. The Role of Gender in Open-Seat Elections for the U.S. House of Representatives A District Level Test for a Differential Value for Campaign Resources. 34.Google Scholar
  108. 531.
    Vgl. ebd. 48f.Google Scholar
  109. 532.
    Vgl. Werner. Financing the Campaigns of women Candidates and their Opponents: Evidence from Three States, 1982–1990. 91.Google Scholar
  110. 533.
    Ebd. 95f. Zur Gewichtung des Faktors incumbency siehe Teil C, Kapitel 6 dieser Arbeit.Google Scholar
  111. 534.
    Vgl. McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 101.Google Scholar
  112. 535.
    van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society Nach Angaben von edb. 117.Google Scholar
  113. 536.
    Vgl. Oesterreich. Politische Bildung von 14-jährigen in Deutschland. 87f sowie 98.Google Scholar
  114. 537.
    Der Soziologe Niklas Luhman hat auf wenigen Seiten kompakte Ausführungen über das Wesen und Zustandekommen der öffentlichen Meinung gemacht. Vgl. Luhman. Öffentliche Meinung. 3–28. Weiterhin vermag Luhmanns Modell gesellschaftlicher Teilsysteme die gegenseitigen Abhängigkeiten von Politik und Medien strukturell zu erklären. Vgl. hierzu die Interpretation von Gerhards. Politische Öffentlichkeit. Ein system-und akteurstheoretischer Bestimmungsversuch. 77–105. Zur Generierung von Öffentlichkeit in Wahlkämpfen sei stellvertretend auf folgende Arbeit verwiesen: Schmitt-Beck und Pfetsch. Politische Akteure und die Medien der Massenkommunikation. Zur Generierung von Öffentlichkeit in Wahlkämpfen. 106–38. Einen interessanten gender-Aspekt sprechen Hayes und Makkai in ihrer Arbeit an: Sie entwickeln die These, dass der Einfluss der Medien auf politische Einstellungen und auf das Wahlverhalten bei Männern größer sei, als bei Frauen. Sie begründen dies u.a. mit empirischen Daten, die belegen, dass Männer im Laufe ihrer politischen Sozialisation ihre Politikkenntnisse zu einem größeren Teil den Medien entnehmen als Frauen. Vgl. Hayes and Makkai. Politics and the Mass Media: The Differential Impact of Gender. 45–74.Google Scholar
  115. 538.
    Vgl. Matjan. Politische Repräsentation und Symbolisierung der Geschlechter in der medialen Vermittlung von Politik. 244f. Für eine Bibliographie zum übergeordneten Themenbereich überwiegend für den deutschen Bereich: Fröhlich und Holtz-Bacha. Frauen und Massenkommunikation: Eine Bibliographie. Online Ressource für die USA zum themenbereich Political Communication Reports and Releases siehe Annenberg Public Policy Center of the University of Pennsylvania. Online Archive Political Communication. (Link siehe Webliographie.) Eine internationale Forschungsgemeinschaft beobachtet und analysiert seit 1995 die mediale Darstellung von Frauen und Männern in über 90 Ländern. Ziel der Einrichtung ist eine “gender equality in and through the media in both media generation and coverage„. Vgl. Global Media Monitoring Project. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  116. 539.
    Helwerth. “Danach ging Heide erst mal shoppen. 1.. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  117. 540.
    Das Desiderat wurde erkannt, und so läuft seit Anfang 2005 ein EU-Projekt mit dem Titel „Gender, Politics and Media“, in dessen Rahmen die Darstellung von Politikerinnen und Politikern in den Medien untersucht werden soll. Die Ergebnisse der Studie sollten im Frühjahr 2006 vorliegen, waren zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser Arbeit noch nicht veröffentlich. Vgl. Reuschel. Gibt es jetzt ein Girls’ Camp? 10.Google Scholar
  118. 541.
    Vgl. Kath. Gesine Schwan — Horst Köhler. 10. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  119. 542.
    Vgl. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 113.Google Scholar
  120. 543.
    Vgl. Küchenhoff. Die Darstellung der Frau und die Behandlung von Frauenfragen im Fernsehen. Eine empirische Untersuchung einer Forschungsgruppe der Universität Münster unter Leitung von Erich Küchenhoff. 246f. nach Pfannes, ‘Powerfrau’ ‚Quotenfrau’, ‚Ausnahmefrau’ ⋯? Die Darstellung von Politikerinnen in der deutschen Tagespresse. 17.Google Scholar
  121. 545.
    Cornelissen und Küster. Zum Frauenbild in Nachrichtensendungen. 123–33.Google Scholar
  122. 546.
    Küster. Zum Frauenbild in Nachrichtensendungen.Ebd. 132.Google Scholar
  123. 547.
    Vgl. Schmerl. In die Presse geraten. Die Darstellung von Frauen in der Presse und Frauenarbeit in den Medien. Tuchnam. Die Verbannung von Frauen in die symbolische Nichtexistenz durch die Massenmedien. 10–43. Beide nach Pfannes. ‚Powerfrau’, ‚Quotenfrau’, ‚Ausnahmefrau’ ⋯? Die Darstellung von Politikerinnen in der deutschen Tagespresse. 18f. Pfannes gibt einleitend zur ihrer Untersuchung eine kompakten Überblick über den bisherigen Stand der deutschen Forschung.Google Scholar
  124. 548.
    Huhnke. Macht, Medien und Geschlecht. Eine Fallstudie zur Berichterstattungspraxis der dpa, der TAZ sowie der Wochenzeitungen Die Zeit und Der Spiegel von 1980–1995. 251 und 210.Google Scholar
  125. 549.
    ohne Autorennennung. Die Top 100 in den Medien. Ranking der Bundestagsabgeordneten 2003. 44–47.Google Scholar
  126. 550.
    Vgl. Röser. Positivbeispiele Regionalpresse. 14. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  127. 551.
    Pfannes Untersuchung ist bislang die einzige, die sich, nach Angabe von Pfannes selbst sowie auch nach Recherche der Verfasserin dieser Arbeit, exklusiv mit der Darstellung von Politikerinnen in der überregionalen deutschen Tagespresse beschäftigt. Vgl. Pfannes. ‚Powerfrau‘, ‚Quotenfrau‘, ‚Ausnahmefrau‘⋯? Die Darstellung von Politikerinnen in der deutschen Tagespresse. 37f. Es muss angemerkt werden, dass Pfannes selbst die Aussagekraft ihrer Ergebnisse oftmals einschränkt, da in vielen Kategorien zu geringe Fallzahlen vorlagen. Vgl. ebd. Pfannes. ‚Powerfrau‘, ‚Quotenfrau‘, ‚Ausnahmefrau‘⋯? Die Darstellung von Politikerinnen in der deutschen Tagespresse. 100.Google Scholar
  128. 552.
  129. 553.
    ebd. 84, 89 sowie 97.Google Scholar
  130. 554.
    ebd. 61, 70 und 72.Google Scholar
  131. 555.
    ebd. 74. Nur die Tatsache, dass Ministerinnen häufiger als Minister auf Bildern zu sehen waren, war für Pfannes ein Indiz dafür, dass Äußerlichkeiten bei Frauen nicht ganz unwichtig sind. Vgl. ebs. Pfannes. ‚Powerfrau‘, ‚Quotenfrau‘, ‚Ausnahmefrau‘⋯? Die Darstellung von Politikerinnen in der deutschen Tagespresse. 98.Google Scholar
  132. 556.
  133. 557.
    Vgl. ebd. 94f. sowie 100.Google Scholar
  134. 558.
    Vortrag von Mechthild Jansen während der Veranstaltung „Ladies Lunch“ am 1. Febr. 2002 veranstaltet vom Feministischen Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung: Jansen. Im Spiegel der Medien. Kommunikationsstile der Geschlechter in der Politik. 10. (Link siehe Webliographie.) Es muss negativ angemerkt werden, dass Jansen ihre Aussagen nicht mit entsprechenden Quellen untermauert, eine Systematik fehlt und so die wissenschaftliche Aussagekraft nicht nachvollziehbar ist.Google Scholar
  135. 559.
    Ebd. 12. Jansen beurteilt die Lage von Frauen in der Politik in Deutschland generell schlecht: „Der Einfluss von Frauen in der Politik ist weder quantitativ noch qualitativ weiter gewachsen. Im Gegenteil. Dem widerspricht nicht, dass aufgrund der Quoten des vergangenen Jahrzehnts die Reihen in Parlament und Regierung aufgefüllt worden waren. Ihre Kenntlichkeit ist jedoch gemindert, ihre Zuständigkeit auf untergeordnete Bereiche beschränkt und ihr Einfluss an den Spitzen schwindend.“ Jansen. Ebd. Im Spiegel der Medien. Kommunikationsstile der Geschlechter in der Politik. 3.Google Scholar
  136. 560.
    Zitat von Kevin Giles, einem Biographen Rankins, in einem Interview 1992; zitiert nach: Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 185.Google Scholar
  137. 561.
    Die Theorie des framings als Analyseinstrument zur Aufdeckung genderisierter Strukturen entwickelte 1974 der Soziologe Erving Goffman. Mittlerweile ist der Begriff des framings auch im Journalismus geläufig und wird bewusst als Präsentationsmethode genutzt. Vgl. hierzu Norris. Gender in Political Science: Framing the Issues. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  138. 562.
    Ein prägnantes Beispiel für einen personal frame, der Bezug auf die Senatskandidatin Lynn Yeakel nimmt und 1992 in der Washington Post veröffentlicht wurde, überliefern Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 181: „She was a ‚feisty and feminine fifty-year-old with the unmistakable Dorothy Hamill wedge of gray hair⋯a congressman’s daughter [with] a wardrobe befitting a First Lady⋯an unlikely standard-bearer⋯a former full-time mother⋯‘.“Google Scholar
  139. 563.
    Vgl. hierzu White House Project. Framing Gender. 5. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  140. 564.
    Vgl. Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 194.Google Scholar
  141. 565.
    Quantität der Berichterstattung: Bush 72,9 Prozent, McCain 33,0 Prozent, Dole 19,7 Prozent. Entnommen aus Heldman, Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination. 3f. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  142. 566.
    Bei den Zeitungsartikeln, die sich ausschließlich oder überwiegend mit der Person Doles beschäftigten (sogenannte in-depth stories), beschrieben 16,7 Prozent Doles Kleidung oder äußeres Erscheinungsbild, 61,3 Prozent erwähnten Charaktereigenschaften und bei 61,9 Prozent fand ihr Ehemann Bob Beachtung. Zwar mag dieses große Interesse an Doles Ehemann daran liegen, dass auch er sich einmal um die Präsidentschaftsnominierung bemühte, dann sollte man aber annehmen dürfen, dass sich bei in-depth stories über Bush jun. ebenso viele Verweise auf dessen Familie bzw. auf seinen Vater finden lassen. Dies war aber nur in vergleichsweise geringen 15,1 Prozent der Fälle so. Vgl. Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination ebd. 6f.Google Scholar
  143. 567.
    Die Negativfolgen bei häufiger Darstellung durch einen first woman frame beschreiben Heldman et al. im Falle Dole wie folgt: „[T]he problem with the frequent use of the first woman frame, even when it was used in a way that represented Dole as a pioneer, is that it continually reinforced the idea that Dole was a novelty and an anomaly rather than a serious contender for the presidency.“ Heldman, Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination. 8. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  144. 568.
    Vgl. Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination ebd. 5. Vermutlich in Anlehnung an Susan Faludis Buch Backlash: The Undeclared War against Women sprechen Witt et al. bei der Darstellung Doles in den Medien von einem „Media Backlash“. Vgl. Witt, Paget, and Matthews. Running As A Woman. Gender and Power in American Politics. 84. Faludi, die mit Backlash den Kritiker-Preis für Sachliteratur gewann, führt in ihrem Werk aus, wie die während der 1970er erreichten Fortschritte in der Gleichstellung der Frau in den 1980er Jahren unter der Präsidentschaft Reagan erodierten. Vgl. Faludi. Backlash: The Undeclared War against Women.Google Scholar
  145. 569.
    Vgl. Kahn. The Distorted Mirrow: Press Coverage of Women Candidates for Statewide Office. 160.Google Scholar
  146. 570.
    Vgl. ebd. 154 und 164.Google Scholar
  147. 571.
    Vgl. ebd. 160 und 164f.Google Scholar
  148. 572.
    Vgl. Miller. Newspaper Coverage and Gender: An Analysis of the 1996 Illinois State Legislative House District Races. 83 und 90.Google Scholar
  149. 573.
    Vgl. Bystrom, Robertson, and Banwart. Framing the Fight: An Analysis of Media Coverage of Female and Male Candidates in Primary Races for Governor and U.S. Senate in 2000. 2005.Google Scholar
  150. 574.
    Vgl. Robertson, and Banwart. Framing the Fight: An Analysis of Media Coverage of Female and Male Candidates in Primary Races for Governor and U.S. Senate in 2000 ebd. 2009 und 2011.Google Scholar
  151. 575.
    Vgl. Klaus (unter Bezug auf diverse). Perspektiven und Ergebnisse der Geschlechterforschung in der Medien-und Kommunikationswissenschaft. 14f. Zur vertikalen und horizontalen Segregation der Arbeitswelt siehe Teil B, Kapitel 1.Google Scholar
  152. 576.
    Vgl. ebd. 18f.Google Scholar
  153. 577.
    Vgl. Heldman, Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination. 11f. sowie White House Project. Framing Gender. 25. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  154. 578.
    Vgl. Heldman, Carroll, and Olson. Gender Differences in Print Media Coverage of Presidential Candidates: Elizabeth Dole’s Bid for the Republican Nomination. 11. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  155. 579.
    Vgl. Kahn. The Distorted Mirrow: Press Coverage of Women Candidates for Statewide Office. 166. In einer anderen Untersuchung, die die Eigenwerbung von Kandidaten zum U.S. Senat analysiert, kommen Kahn und Ann Gordon zu ähnlichen Ergebnissen. Vgl. Kahn and Gordon. How Women Campaign for the U.S. Senate: Substance and Strategy. 59–76.Google Scholar
  156. 580.
    Vgl. Kahn. The Distorted Mirrow: Press Coverage of Women Candidates for Statewide Office. 169.Google Scholar
  157. 581.
    Vgl. Larson. Running as Women? A Comparison of Female and Male Pennsylvania Assembly Candidates’ Campaign Brochures. 118.Google Scholar
  158. 582.
    Leonard Williams hat statt der Eigenwerbung in gedruckter Form TV-Wahlwerbespots von Kandidaten analysiert. Dabei konnte er nur geringfügige Unterschiede in der Präsentation von weiblichen und männlichen Kandidaten feststellen. Allerdings spricht Williams eine Paradoxie an, denen Frauen bei der Kreation ihrer Eigenwerbung ausgesetzt seien: Negative campaigning, eine Wahlstrategie, die Konkurrenten gezielt attackiert, sei heute zwar eine „politische Notwendigkeit“, Frauen liefen aber Gefahr, als „boshaft“ eingestuft zu werden, wohingegen bei Männern die Assoziation „kämpferisch“ hergestellt würde. Williams gibt folgenden Rat: „Strike a careful pose — one that delicately balances both stereotypically masculine and feminine qualities.“ Eine Empfehlung, die verdeutlicht, von welcher Wichtigkeit Geschlechterstereotype für den Wahlkampf einer Frau sind. Vgl. Williams. Gender, Political Advertising, and the ‚Air Wars‘. 39f.Google Scholar
  159. 583.
    Vgl. Kahn. Does Being Male Help? An Investigation of the Effects of Candidate Gender and Campaign Coverage on Evaluations of U.S. Senate Candidates. 497–517. Eine weitere Veröffentlichung der gleichen Studie in leicht veränderter Fassung erfolgte zwei Jahre später: Kahn. Ddoes Gender Makeoes Gender Make a Difference? An Experimental Examination of Sex Stereotypes and Press Patterns in Statewide Campaigns. 162–95.Google Scholar
  160. 584.
    Iyengar, Valentino, Ansolabehere, and Somin. Running as a Woman: Gender Stereotyping in Political Campaigns. 96f.Google Scholar
  161. 585.
    Vgl. Schieser. Zur Konstruktion weiblicher Stereotype in der Darstellung von Soldatinnen in den Printmedien der Bundeswehr. 58f. Was Schieser für Soldatinnen analysierte und was hier für Politikerinnen angewandt wurde, unternahm Ursula Voigt für die Medienberichterstattung über Sportlerinnen. Auch in diesem Feld vergleichbare Befunde: quantitative Unterrepräsentation und bevorzugte Präsentation weiblicher Stereotype. Vgl. Voigt. Die Darstellung von Sportlerinnen in den Medien. 17–21. Wie aber humorvoll und ironisierend mit weiblichen Stereotypen in der Politik geworben werden kann, zeigt eine Plakatwerbung der Sozialistischen Linkspartei Norwegens im Rahmen der Anti-Beitrittskampagne zur EU: „Blondinen sagen niemals nein — außer am 28. November 1994.“ Ein weibliches Mitglied der Partei begründete ihre ablehnende Haltung: „Wir haben die Männer der EU-Kommission in Brüssel betrachtet. Sie sind weder sexy noch haben sie Geld. Kein Grund, mit ‚Ja ‘zu stimmen.“ Zitiert nach Liebert. Das Demokratiedefizit der EU im Spiegel weiblicher Öffentlichkeit. 19.Google Scholar
  162. 586.
    Vgl. Kahn. Does Being Male Help? An Investigation of the Effects of Candidate Gender and Campaign Coverage on Evaluations of U.S. Senate Candidates. 511f.Google Scholar
  163. 587.
    Elf Prozent der Showgäste waren im Untersuchungszeitraum von Januar 2000 bis Juni 2001 Frauen. Im Zeitraum vom 16. September 2001 bis 28. Oktober 2001 fiel diese Zahl um die erwähnten 39 Prozent. Vgl. White House Project. Who’s Talking? An Analysis of Sunday Morning Talk Shows. 7f. (Link siehe Webliographie.).Google Scholar
  164. 588.
    Vgl. White House Project. Who’s Still Talking? 4ff. (Link siehe Webliographie).Google Scholar
  165. 589.
    White House Project. Who’s Talking Now? 2, 5 und 9. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  166. 590.
    Jansen. Im Spiegel der Medien. Kommunikationsstile der Geschlechter in der Politik. 17. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  167. 591.
    Freeman bezeichnet die Fortpflanzung stereotyper Zuständigkeiten der Frau in die Politik als „natural expansion of her role”. Historiographisch betrachtet war der Bildungsbereich das erste Feld, in dem Frauen politische Verantwortung übernahmen. In vielen Einzelstaaten hatten Frauen in schulischen Belangen ein Stimmrecht, lange bevor sie bei irgendwelchen anderen Entscheidungen wahlberechtigt waren. Frauen wurden bereits im 19. Jahrhundert von Gouverneuren in karitative Ämter berufen, für deren Ausübung sie in der Regel keine finanzielle Entschädigung erhielten. Freeman sagt zusammenfassend: .When women entered the political house they initially thought they would be accepted as full and equal partners by party men. As in a marriage, their duties and roles would be different.“ Vgl. Freeman. A Room at a Time: How Women Entered Party Politics. 214f. sowie 229. Robyn Muncy beschreibt in ihrem Werk, wie Frauen zu den politischen Experten in den Bereichen Familie und Bildung wurden. Vgl. Muncy. Creating a Female Dominion in American Reform: 1830—1935.Google Scholar
  168. 592.
    Vgl. Amberg. Wo ein Wille ist, ist auch eine Frau. 7 sowie ebd. Amberg Der G-Faktor: Gendersensibler Journalismus. Mehr Qualität, mehr Quote! 2. (Link siehe Webliographie.) Für eine Studie zur Lage in der Schweiz von Sonja Stalder im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen und des Bundesamts für Kommunikation vom November 2004 siehe Stalder. Eidgenössische Wahlen 2003: Medien, Politik und Geschlecht. Eine geschlechtsspezifische Analyse des Informationsangebots von Schweizer TV-und Radio-Stationen im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2003. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  169. 593.
    Es kann dabei nicht auf alle Einzelheiten eingegangen werden, die sich auf regionalen und lokalen Ebenen in den beiden Ländern finden. Zimmerman identifiziert allein sechs verschiedene Wahlsysteme, nach denen derzeit amerikanische Stadträte besetzt werden. Vgl. Zimmerman. Enhancing Representational Equity in Cities. 211. Auch in Deutschland gibt es eine Fülle an Variationen, da die einzelnen Landesgesetzgeber über das Wahlsystem entscheiden. Zwar gelten für die meisten Landtagswahlen die Grundprinzipien der Bundestagswahl (personalisierten Verhältniswahl mit Sperrklausel), doch haben beispielsweise das Saarland und Bremen eine reine Verhältniswahl mit starren Listen. In Bayern hingegen kann der Wähler kumulieren und panaschieren. Vgl. Heepe. Bessere Wahlchancen von Frauen durch Personenwahlsysteme? 102–13. Eine Übersicht über die Wahlsysteme in deutschen Kommunen bietet Korte. Wahlen der Bundesrepublik Deutschland. 83. Für einen ausführlichen Überblick über Wahlsysteme und Wirkungszusammenhänge siehe Nohlen. Wahlrecht und Parteiensystem: Über die politischen Auswirkungen von Wahlsystemen.Google Scholar
  170. 594.
    Zur Bedeutung der Wahlkreise (districts) siehe Teil C, Unterkapitel 4.2.Google Scholar
  171. 595.
    Alle zehn Jahre finden Volkszählungen statt, nach denen sich die Anzahl der Sitze der Einzelstaaten im Repräsentantenhaus bemessen. Zu diesen Zeitpunkten können die einzelstaatlichen Legislativen und die Gouverneure den Zuschnitt von Kongresswahlbezirken verändern. Da gleiche Wählerschichten oft geographisch gebündelt sind, kann die Aufteilung von Wahlbezirken einen Wahlausgang beeinflussen. Vor allem vor dem Voting Rights Act 1965 wurde in diversen Einzelstaaten ein racial gerrymandering betrieben: Wohnbezirke mit einem hohen Bevölkerungsanteil an African-Americans wurden so aufgeteilt, dass sie mehreren angrenzenden Wahlkreisen zugehörig waren und die schwarze Bevölkerung dadurch keine Mehrheit in den einzelnen Kreisen mehr darstellte. Seit dem 1982er Zusatz zum Voting Rights Act sind die Einzelstaaten angehalten, Wahlkreise so zu ziehen, dass vorhandene geographische Ansammlungen ethnischer Minderheiten berücksichtigt werden. Zwei Supreme Court-Entscheidungen aus den Jahren 1993 und 1995 (Shaw vs. Reno und Miller vs. Johnson) schränkten die Anwendung des benign gerrymandering allerdings wieder etwas ein: ‘Bizarre’ Wahlkreisbezirke zugunsten ethnischer Minderheiten würden Weiße ebenso diskriminieren, wie es zuvor ein racial gerrymandering bei African-Americans tat und seien somit verfassungswidrig. Weiterhin dürfe eine ethnische Zugehörigkeit nicht der einzig bestimmende Faktor in der Zuschneidung von Wahlbezirken sein. Vgl. hierzu Lowi and Ginsberg. American Government. 248–50.Google Scholar
  172. 596.
    Nur wenn eine Partei drei Direktmandate gewinnt, kann sie trotz Scheitern an der Fünfprozenthürde in den Bundestag einziehen. Vgl. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 43f.Google Scholar
  173. 597.
    Vgl. Deutscher Bundestag. Rechtliche Grundlagen. Bundeswahlgesetz. Fassung vom 11. März 2005. § 1 (1). (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  174. 598.
    Es gilt eingeschränkt, dass bei einer Verhältniswahl im Vergleich zur Mehrheitswahl keine Stimmen ‘verloren gehen’. Eingeschränkt deshalb, weil durch Sperrklauseln und Auszählungsverfahren eine gewisse Anzahl von Wählerstimmen keine Berücksichtigung bei der Zusammensetzung des Parlaments finden wird. Seit 1987 erfolgt die Stimmenauszählung bei Bundestagswahlen nach dem Verfahren von Hare/Niemeyer: Hierbei werden die Stimmenanzahl für ein Partei dividiert durch die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen und dann multipliziert mit der Anzahl der zu vergebenden Sitze. Die Sitze, die nach diesem ersten Rechengang übrig bleiben, werden verteilt in Reihenfolge der höchsten Nachkommaanteile bei den einzelnen Parteien. Vgl. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 30f.Google Scholar
  175. 599.
    Dabei erhält jedes Bundesland entsprechend des Anteils an Zweitstimmen Mandate für die Landeslisten, wobei die über die Erststimme errungenen Direktmandate vorrangig Berücksichtigung finden. Sollte der Anteil der Direktmandate über denen liegen, die einer Partei gemäß Zweitstimmenanteil zustehen, so ziehen dennoch alle Direktkandidaten in den Bundestag ein (so genannte Überhangmandate). Bei der Wahl zum Bundestag 1994 erreichte die CDU zwölf Überhangmandate, was der Unionskoalition mit der FDP einen Vorsprung von zehn Abgeordnetenstimmen sicherte. Seither sind Überhangmandate immer wieder Thema in der Diskussion um das Wahlsystem. Überhangmandate gibt es auch bei Landtagswahlen. Eine Klage von Bündnis 90/Die Grünen gegen die Überhangmandatsregelung im Jahr 1994 wurden vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen — allerdings wegen Fristversäumnisse. Die Grünen klagten, da in der Regel nur die großen Parteien einen Überhang bei den Erststimmen haben und so in den Genuss von Überhangmandaten kommen. Die Grünen errungen hingegen erstmals seit ihrem Bestehen 2002 in Berlin ein Direktmandat. Mittlerweile hat die Wahlkreisreform von 2002 die Anzahl der Überhangmandate deutlich reduziert. Vgl. ebd.. 57.Google Scholar
  176. 600.
    Vgl. ebd. 44.Google Scholar
  177. 601.
    Die drei anderen Länder hatten Wahlsysteme, die nicht in die Kategorien Mehrheit-oder Verhältniswahlsysteme eingestuft werden konnten. Vgl. Rule and Norris. Anglo and Minority Women’s Underrepresentation in Congress: Is the Electoral System the Culprit? 49f.Google Scholar
  178. 602.
    Auf dieser Tagung wurden erstmals auch die Wahlchancen von farbigen Amerikanerinnen gesondert untersucht. Zuvor ‘verschwanden’ diese Frauen in der Wahlsystemforschung in einer ethnischen Gruppe oder wurden unter die Kategorie Frauen subsumiert. Vgl. Rule and Zimmerman. United States Electoral Systems. xif.Google Scholar
  179. 603.
    Vgl. Europäisches Parlament. Auswirkungen der unterschiedlichen Wahlsysteme auf den Anteil der Frauen an der politischen Vertretung. Zusammenfassung. 1. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  180. 604.
    Vgl. Bhungalia. NOW Advocates for More Diverse Representation in U.S. Government. 4f.Google Scholar
  181. 605.
    Hoecker. The German Electoral System: A Barrier to Women? 71.Google Scholar
  182. 606.
    Vgl. McKay. Women in German Politics. 58.Google Scholar
  183. 608.
    Vgl. Inter-Parliamentary Union (IPU). Women in Parliaments: World Classification. Situation as of 31 August 2005. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  184. 609.
    Europäisches Parlament. Auswirkungen der unterschiedlichen Wahlsysteme auf den Anteil der Frauen an der politischen Vertretung. 2. Wahlsysteme. 1. (Link siehe Webliographie.).Google Scholar
  185. 610.
    Grundsätzlich steigen die Chancen von Frauen auf einen Sitz ebenfalls mit der Anzahl der gesamten Abgeordneten eines Parlaments. Vgl. Zimmerman. The Underrepresentation of Women and Minorities in Elective Office in the United States. 110.Google Scholar
  186. 611.
    Vgl. Matland. Enhancing Women’s Political Participation: Legislative Recruitment and Electoral Systems. 7. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  187. 612.
    Vgl. Rule and Norris. Anglo and Minority Women’s Underrepresentation in Congress: Is the Electoral System the Culprit? 44.Google Scholar
  188. 613.
    Vgl. Norris. Anglo and Minority Women’s Underrepresentation in Congress: Is the Electoral System the Culprit? 44 Abb. 10 dieser Arbeit.Google Scholar
  189. 614.
    Vgl. Norris. Anglo and Minority Women’s Underrepresentation in Congress: Is the Electoral System the Culprit? ebd. 49f. 1982 änderten sechs Einzelstaaten ihr System ganz oder teilweise von multi- auf single-member districts (Arkansas, Florida, Hawaii, South Carolina, South Dakota, Illinois); 1984 folgte Virginia. Die verbleibenden 15 Staaten mit durchgängigen multi-member districts sind: Alaska, Arizona, Georgia, Idaho, Indiana, Maryland, New Hampshire, New Jersey, North Carolina, North Dakota, South Dakota, Vermont, Washington, West Virginia und Wyoming. Vgl. Rule. Multimember Legislative Districts: Minority and Anglo Women’s and Men’s Recruitment Opportunity. 58f.Google Scholar
  190. 615.
    Featherman. Barriers to Representing Women and Blacks in Pennsylvania: The Impacts of Demography, Culture, and Structure. 73.Google Scholar
  191. 616.
    Vgl. Featherman. Barriers to Representing Women and Blacks in Pennsylvania: The Impacts of Demography, Culture, and Structure. 83. sowie Center for Voting and Democracy. Factsheet 10: Limited Voting, Cumulative Voting and Choice Voting: A Comparison of Three Alternative Voting Systems. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  192. 617.
    Vgl. Conway. Creative Multimember Redistricting and Representation of Women and Minorities in the Maryland Legislature. Hier insbesondere 101, 104 und 107.Google Scholar
  193. 618.
    Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.). Frauen in Deutschland. Von der Frauen-zur Gleichstellungspolitik. 128.Google Scholar
  194. 619.
    Vgl. Pritchard. Florida. The Big Electoral Shakeup of 1982. Hier insbesondere 92–97.Google Scholar
  195. 620.
    Vgl. DeSantis and Renner. Minority and Gender Representation in American County Legislatures: The Effect of Election Systems. 150. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen MacManus and Bullok III. Women on Southern City Councils: Does Structure Matter? 107–122.Google Scholar
  196. 621.
    Welch and Herrick. The Impact of At-Large Elections on the Representation of Minority Women. 161.Google Scholar
  197. 622.
    Zur Diskussion über die Einführung von Vorwahlen in Deutschland vgl. Fußnote 414.Google Scholar
  198. 624.
    Steding. Chancengleichheit und Quoten: Eine Analyse von Gleichberechtigung und „Gleichstellung“ vor dem Hintergrund von „equal protection of the laws“ der U.S.-amerikanischen Verfassung und Artikel 3 des Grundgesetztes. 280. Steding weist im Folgenden darauf hin, dass die begrenzt-offenen Listen in Bayern für Kandidatinnen bisher keine entscheidenden Verbesserungen gebracht haben. Er führt dies zurück auf eine mangelnde Aufgeklärtheit der Bürger. Damit nimmt er an, dass bei ausreichendem Kenntnisstand Frauen Frauen Wählen würden. Ob dies zutreffend ist, wird im Späteren Verlauf dieser Arbeit zu klären sein.Google Scholar
  199. 625.
    Eine andere Variation, die Richie und Still ebenfalls vorschlagen, ist das sogenannten choice voting (auch preference voting oder single transferable voting genannt), beim dem der Wähler zwar nur eine Stimme hat, jedoch verschiedene Kandidaten mit Präferenznummern versehen kann (also erste Wahl, zweite Wahl usw.). Zwar ist das Auswahlverfahren ausgesprochen kompliziert, die Repräsentation von Frauen und ethnischen Minderheiten, so Richie und Still, dürfte aber verbessert werden. Auf einigen lokalen Ebenen in den USA kommen die von Richie und Still präferierten at-large Wahlsysteme mit verschiedenen Variationen (limited, cumulative und choice voting) zur Anwendung. Vgl. Richie and Still. Alternative Electoral Systems As Voting Rights Remedies. 3–5. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  200. 626.
    Vgl. Still. Cumulative Voting and Limited Voting in Alabama. 193.Google Scholar
  201. 627.
    Vgl. von Prittwitz. Vollständig personalisierte Verhältniswahl. Reformüberlegungen auf der Grundlage eines Leistungsvergleichs der Wahlsysteme Deutschlands und Finnlands. 12–20.Google Scholar
  202. 628.
    Vgl. Heepe. Bessere Wahlchancen von Frauen durch Personenwahlsysteme? 110f. sowie ausführlicher in ihrer Dissertationsschrift unter ihrem Ehenamen Eulers. Frauen im Wahlrecht. Möglichkeiten zur Verbesserung der Partizipation von Frauen im Bundestag. 110.Google Scholar
  203. 629.
    Vgl. Abb. 10 dieser Arbeit. Es bleibt abzuwarten, ob da neue Bürgerschaftswahlgesetz Hamburgs, welches erstmals 2008 zur Anwendung kommen wird und u.a. offene Listen mit den Möglichkeiten zum Kumulieren und Panaschieren vorsieht, einen nachweisbaren Positiv-oder Negativeffekt auf den Frauenanteil in der Hamburger Bürgerschaft haben wird. Zum neuen Hamburger Wahlrecht vgl. Hamburgische Bürgerschaft. Das neue Wahlrecht. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  204. 630.
    Vgl. Eulers. Frauen im Wahlrecht. Möglichkeiten zur Verbesserung der Partizipation von Frauen im Bundestag. 108.Google Scholar
  205. 631.
    Vgl. ebd. 106f.Google Scholar
  206. 632.
    Ebd. 112f. Beim begrenzt-offenen Listensystem können die Wähler die Rangfolge der Kandidaten beeinflussen.Google Scholar
  207. 633.
    Vgl. Europäisches Parlament. Auswirkungen der unterschiedlichen Wahlsysteme auf den Anteil der Frauen an der politischen Vertretung. 2. Wahlsysteme. 4. (Link siehe Webliographie.) Am Rande sei auf eine Besonderheit beim Landtagswahlsystem Baden-Württembergs hingewiesen: Dort haben die Wähler nur eine Stimme, die sie einem der (zuletzt neun) Kandidaten auf der Wahllliste geben können. Eine Zweitstimme gibt es nicht. Die ersten 70 Landtagsmandate werden in Einerwahlkreisen nach relativer Mehrheitswahl vergeben. Die restlichen Sitze (Zweitmandate, mind. 50) werden, getrennt nach Parteien, an deren unterlegene Wahlkreiskandidaten vergeben — und zwar in der Reinhenfolge ihrer Stimmenzahlen im Wahlkreis. Diese Zweitmandate ersetzen die woanders üblichen Parteilisten, was sich auf die Repräsentation von Frauen im Landtag negativ auswirkt: Baden-Württemberg hat mit nur 21,9 Prozent den niedrigsten Frauenanteil im Vergleich aller Landtage. Vgl. Landtag Baden-Württemberg. Landtagswahlgesetz Baden-Württemberg in der Fassung vom 15. April 2005. (Link siehe Webliographie.) Abb. 10 dieser Arbeit.Google Scholar
  208. 634.
    Vgl. Hoecker. The German Electoral System: A Barrier to Women? 74.Google Scholar
  209. 635.
    Vgl. hierzu beispielsweise Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 33: „Tatsächlich besteht ein komplexer Zusammenhang zwischen Wahlsystem, Parteiensystem und Gesellschaft. Solide Aussage sind nur möglich, wenn einerseits alle Details eines Wahlverfahrens berücksichtigt und andererseits die gesellschaftlichen Vorbedingungen nicht übersehen werden. Wahlsysteme wirken lediglich tendenziell in eine bestimmte Richtung.“Google Scholar
  210. 636.
    Vgl. Welch and Herrick. The Impact of At-Large Elections on the Representation of Minority Women. 162.Google Scholar
  211. 637.
    Nohlen. Wahlrecht und Parteiensystem. 315.Google Scholar
  212. 638.
    Matland. Enhancing Women’s Political Participation: Legislative Recruitment and Electoral Systems. 5. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  213. 639.
    Nach Lipset und rokkan gibt es vier soziale Hauptkonflikte bzw. cleavages in Gesellschaften. Dieses sind die Konflikte Staat versus Kirche, Kapital versus Arbeit, Stadt versus Land und Zentrum versus Peripherie. Ein cleavage männlich versus weiblich existiert im Rahmen dieser Theorie nicht. Hierzu sowie ausführlicher zu den Theorien des Wählerverhaltens siehe Hoecker. Politische Partizipation von Frauen. Kontinuität und Wandel des Geschlechterverhältnises in der Politik. Ein einführendes Studienbuch. 43–47 sowie Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 88–95. Korte stellt als einen fünften theoretischen Ansatz das „Modell des sozialen Milieus“ vor, bei dem die Wähler nach „sozialmoralischen Wertvorstellungen“ und Lebensstilen klassifiziert werden. Ebd. 94f. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 88–95.Google Scholar
  214. 640.
    Vgl. Bundeswahlleiter. Wahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18. September 2005. Heft 1: Ergebnisse und Vergleichszahlen früherer Bundestags-, Europa-, und Landtagswahlen sowie Strukturdaten für die Bundestagswahlkreise. 63. (Link siehe Webliographie.) In den Jahren 1994 und 1998 wurde die Erfassung nach Geschlecht in der Bundeswahlstatistik ausgesetzt. Bei den letzten zwei Bundestagswahlen lag die Wahlbeteiligung der Frauen mit jeweils nur 0,5 Prozent unter der der Männer (2005: 77,4 Prozent Frauen 77,9 Prozent Männern). Vgl. Bundeswahlleiter. Wahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18. September 2005. Sonderheft: Erste Ergebnisse aus der Repräsentativen Wahlstatistik für die Bundesrepublik Deutschland. 12. (Link siehe Webliographie.) Spezifischer betrachtet besteht ein Trend zur Angleichung der Wahlbeteiligung von Männern und Frauen in der Gesamtwählerschaft, weiterhin eine erheblich neidrigere Wahlbeteiligung der älteren Frauen gegenüber der der älteren Männer und drittens eine steigende Wahlenthaltung der jungen Frauen. Vgl. hierzu Hoecker. Politische Partizipation von Frauen. Kontinuität und Wandel des Geschlechterverhältnises in der Politik. Ein einführendes Studienbuch. 54.Google Scholar
  215. 641.
    Hoecker. Lern-und Arbeitsbuch: Frauen, Männer und die Politik. 83–91. sowie beispielsweise auch Neu. Die Wahl der Frauen. 1–7.Google Scholar
  216. 643.
    Zahlen für 2005 nach Bundeswahlleiter. Wahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18. September 2005. Sonderheft. 15. (Link siehe Webliographie.) Veränderungen gegenüber 2002 errechnet nach Bundeswahlleiter. Wahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18. September 2005. Heft 1. 65f. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  217. 644.
    Vgl. Hoecker. Lern-und Arbeitsbuch:, Frauen, Männer und die Politik. 83–91.Google Scholar
  218. 645.
    Vgl. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 97–110 sowie ausführlicher Molitor. Wählen Frauen anders? Zur Soziologie eines frauenspezifischen politischen Verhaltens in der Bundesrepublik Deutschland.Google Scholar
  219. 646.
    Cordes. Frauenpolitik. Gleichstellung oder Gesellschaftsveränderung? 80f.Google Scholar
  220. 647.
    Teubner. Das Fiktionale der Geschlechterdifferenz. Oder: wie geschlechtsspezifisch ist die Kategorie Geschlecht? 254.Google Scholar
  221. 648.
    Vgl. Hoecker. The German Electoral System: A Barrier to Women? 73.Google Scholar
  222. 649.
    Vgl. z.B. Pange. Wählerinnen sollen Frauen wählen. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  223. 650.
    Vgl. Ohne Autorennennung. Frau als Bundeskanzlerin für die meisten Deutschen vorstellbar. 8.Google Scholar
  224. 651.
    Garsoffky. Wie wählen Frauen? Bundesweite forsa-Umfrage im Auftrag der WDR-Magazinsendung ‘frau TV’ — Ergebnisse liegen jetzt vor. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  225. 652.
    So Helga Lukoschat, Geschäftsführerin der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, in einem Interview mit Röttger. Wählen Frauen Frau Merkel? (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  226. 653.
  227. 654.
    Diese Aussage unterstützt auch jede sechste Frau. Vgl. Schwarzer. Wir sind Kanzlerin! 1. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  228. 655.
    Lukoschat in Röttger. Wählen Frauen Frau Merkel? (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  229. 656.
    Schwarzer. Wir sind Kanzlerin! 2. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  230. 657.
    Vgl. Ohne Autorennennung. Frau als Bundeskanzlerin für die meisten Deutschen vorstellbar.Google Scholar
  231. 658.
    Heutzutage sind Bevölkerungseinstellungen hinsichtlich sexueller Diskriminierung wesentlich schwieriger zu fassen als noch bis in die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, da sich Befragte bewusst sind, dass solche Ansichten sozial unerwünscht sind. Vgl. hierzu McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 77.Google Scholar
  232. 659.
    Vgl. Erskine. The Polls: Women’s Role. 275–90, zitiert nach: McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 67f.Google Scholar
  233. 660.
    Vgl. Schreiber. Education and Change in Opinions on a Woman for President. 171–82 sowie Marx Ferree. Woman for President? Changing Responses: 1958–1972. 390–99, zitiert nach: McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 69.Google Scholar
  234. 661.
    Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 140.Google Scholar
  235. 662.
    McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 70.Google Scholar
  236. 663.
    Der gender gap bezieht sich auf Unterschiede in politischen Einstellungen und im Wahlverhalten zwischen Frauen und Männern. Geprägt wurde der Begriff 1980 von der Washington Post. Forschungen zum gender gap sind ausgesprochen vielfältig und zahlreich. Kaufmann und Petrocik sehen die Ursache des gender gaps in erster Linie in geschlechtsabhängigen Einstellungen zum Sozialsystem des Landes. Vgl. Kaufmann and Petrocik., The Changing Politics of American Men: Understanding the Sources of the Gender Gap. Hier insbesondere 884. Webster hingegen vermutet, dass die endgültige Niederlage des Equal Right Amendments Anfang der 1970er Jahre zur Entstehung des gender gap beigetragen hat. Vgl. Webster. Women, Politics, Elections, and Citizenship. 7. Zu einer Übersicht über verschiedene gender gaps vgl. Center for American Women and Politics (CAWP). Fact Sheet: The Gender Gap: Attitudes on Public Policy Issues. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  237. 664.
    Vgl. Center for American Women and Politics (CAWP). Fact Sheet: Sex Differences in Voter Turnout. (Link siehe Webliographie.) Allerdings liegt der Anteil der Nichtwähler in den USA dramatisch über dem in Deutschland: Während 20,9 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland auf ihre Stimmabgabe zur Bundestagswahl 2002 verzichteten (2005, 22,3 Prozent), waren dies über 64 Prozent bei den U.S. Kongresswahlen im selben Jahr. Vgl. Korte. Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 101. Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2005 lag bei 77,7 Prozent (entspricht 22,3 Prozent Nichtwähler). Vgl. Bundeswahlleiter. Erste Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik zur Wahl des 16. Deutschen Bundestages. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  238. 665.
    Vgl. Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 31.Google Scholar
  239. 666.
    Eine ganze Reihe solcher Studien zitiert Dolan. Voting for Women in the ‘Year of the Woman’. 273.Google Scholar
  240. 667.
    Vgl. Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 31f. und Webster. Women, Politics, Elections, and Citizenship. 7.Google Scholar
  241. 668.
    Der Rest der Befragten sagte — und dies ist ebenso bemerkenswert wie die Favorisierung der Frauen —, wenn es keinen Unterschied in der Qualifikation gäbe, dann könnten sie sich auch nicht entscheiden. Vgl. Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 18. Zur Jahrtausendwende war mehr als die Hälfte der Bevölkerung (57 Prozent) der Meinung, dass das Land besser regiert würde, wenn es mehr Frauen in der Politik gäbe. Vgl. Gallup Organisation. Majority of Americans Say More Women in Political Office Would Be Positive for the Country. (Link siehe Webliographie.) Zitiert nach: McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. Die Entwicklung der öffentlichen Meinung hinsichtlich von Frauen in der Politik entspricht jedoch nicht einer langsam, aber kontinuierlich ansteigenden Geraden, bei der schließlich zum Zeitpunkt X eine volle, gleichberechtigte Akzeptanz herrscht. So trifft Dolans folgende Äußerung nur eingeschränkt zu: „We know that overt hostility to women’s candidacies has been steadily decreasing.“ Dolan. Support for Women Political Candidates: An Examination of the Role of Family. 46. Dolan lässt hier unberücksichtigt, dass beispielsweise die 1950er Jahre gekennzeichnet waren durch ein erneutes Zurückdrängen von Frauen in die private Sphäre. Interessant wäre es zu erfahren, ob und inwieweit die Ereignisse des 11. Septembers 2001 die Meinung der Öffentlichkeit verändert haben. Wie schon zuvor erwähnt, war die Recherche nach einer solchen Umfrage erfolglos. Die Geschichte zeigt, dass frauenpolitische Reformen in Krisenzeiten besonders gefährdet sind. Einen Überblick über die wechselhafte geschichtliche Entwicklung der Frauenrolle in den Vereinigten Staaten gibt Evans. Born for Liberty: A History of Women in America.Google Scholar
  242. 669.
    Vgl. Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 31f. und Webster. Women, Politics, Elections, and Citizenship. 7.Google Scholar
  243. 670.
    Vgl. Jody Newman. Do Women Vote for Women? 10–12, zitiert nach: McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 86.Google Scholar
  244. 671.
    41 Prozent der männlichen und 54 Prozent der weiblichen Wählerschaft stimmten für Landrieu. Vgl. Webster. Women, Politics, Elections, and Citizenship. 7.Google Scholar
  245. 672.
    Vgl. Newman. Do Women Vote for Women? 10–12. Wissenschaftler fokussieren bislang drei Ansätze zur Erklärung dieser Solidarität. Zum einen wird angenommen, dass die Unterstützung von Wählerinnen für Kandidatinnen weniger mit dem Geschlecht, sondern in erster Linie mit Parteipräferenzen zu tun hat. Es ist nachgewiesen, dass Frauen häufiger für die Demokratische Partei stimmen als Männer, und da in der vergangenen Dekade der Großteil der Kandidatinnen der Demokratischen Partei angehörte, könnte dies Ursache der Solidarität sein. Tatsächlich spricht einiges für diese ernüchternde Vermutung: Die einzige republikanische Senatskandidatin im Jahr 1992 war gleichzeitig die einzige Frau, für die nicht mehr Wählerinnen stimmten als Wähler. Andere hingegen vertreten die Ansicht, dass Frauen für Frauen aufgrund einer gemeinsamen sozialen Gruppenzugehörigkeit und einer gender identity stimmen. Vor allem die Thematisierung von Geschlecht und Feminismus im Wahlkampf bringe für Kandidatinnen eine verstärkte Unterstützung innerhalb der weiblichen Wählerschaft. Der dritte Erklärungsansatz ähnelt dem zweiten; allerdings wird hier die Wichtigkeit von ‘Frauenthemen’, wie sexuelle Belästigung und Abtreibung, stärker betont. Da diese Themen häufiger von Kandidatinnen fokussiert werden als von Kandidaten, stimmen Frauen häufiger für Frauen. Vgl. Dolan. Voting for Women in the ‘Year of the Woman’. 273.Google Scholar
  246. 673.
    Vgl. hierzu die Ausführungen von Lewis. Are Women for Women? Feminist and Traditional Values in the Female Electorate. 1–28.Google Scholar
  247. 674.
    Vgl. Rosalie Osias. US-Wahlen — Frauen wählen noch immer mit ihrer Libido. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  248. 675.
    Vgl. Greenberg. Race, Religiosity, and the Women’s Vote. 61.Google Scholar
  249. 676.
    Vgl. ebd. 68.Google Scholar
  250. 677.
    Ebd. 75. Seltzer, Newman und Leighton teilen die Ansicht Greenbergs: „[T]he differences between women and men are smaller than other differences. Women do not form a monolithic voting bloc the way that blacks do or, to a lesser extent, Jews, born-again Christians, and the poor.“ Seltzer, Newman, and Leighton. Sex as a Political Variable. Zitiert nach: Greenberg. Race, Religiosity, and the Women’s Vote. 61.Google Scholar
  251. 678.
    Dies bestätigen mehrere Untersuchungen, wie z.B. die von McDermott. Voting Cues in Low-Information Elections: Candidate Gender as a Social Information Variable in Contemporary United States Elections. 270–83. Auch Ellen D. B. Riggle et al. fanden Bestätigung für die Annahme, dass Wähler vermehrt dann geschlechterstereotype Bilder bei ihrer Entscheidung anwenden, wenn der Informationsstand über die Kandidaten ansonsten gering ist. Vgl. Riggle, Miller, Shields, and Johnson. Gender Stereotypes and Decision Context in the Evaluation of Political Candidates. 69–88.Google Scholar
  252. 679.
    Scott King. Women in the 21st Century: The Challenge of Political Parity. Coretta Scott King ist Witwe von Martin Luther King Jr. und Gründerin des Martin Luther King Jr. Center for Nonviolent Social Change in Atlanta, GA.Google Scholar
  253. 680.
    In Deutschland ist die Stimmungslage unter den Wählern vergleichbar: Gemäß des klassischen weiblichen Rollenbildes halten deutsche Wähler Politikerinnen vor allem in den sozialen Ressorts für besonders kompetent, Verteidigung, Finanzen und Wirtschaft hingegen gelten eher als männliche Domänen. Vgl. ohne Autorennennung. Frau als Bundeskanzlerin für die meisten Deutschen vorstellbar. 8.Google Scholar
  254. 681.
    Die Befragung erfolgte telefonisch im Jahr 1987 unter 407 registrierten Wählern in Cincinnati. Vgl. Brown, Heighberger, and Shocket. Gender-Based Difference in Perceptions of Male and Female City Council Candidates. Hier insbesondere 6 und 13.Google Scholar
  255. 682.
    Dolan verweist auf andere Studien, die diesen Trend bestätigen. In weiteren Schritten ihrer Analyse fand sie heraus, dass Frauen, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Einkommen und familiärem Hintergrund, stets mehr Bereitschaft zur Unterstützung einer Kandidatin zeigten als Männer. Weiterhin stieg mit zunehmendem politischem Allgemeinwissen bei Frauen wie bei Männern die Bereitschaft zur Unterstützung von Kandidatinnen. Vgl. Dolan. Gender Differences in Support for Women Candidates: Is There a Glass Ceiling in American Politics? 27–41.Google Scholar
  256. 683.
    Graphik erstellt basierend auf Daten von ebd. 32Google Scholar
  257. 684.
    Unter ‘liberal’ im amerikanischen Sinne versteht man u.a. die Befürwortung staatlicher Interventionen. Koch liefert in seiner statistischen Auswertung eine Bestätigung dafür, dass stereotype Wählererwartungen über die Liberalität von Kandidatinnen in der Tat zutreffen. Die Kandidatinnen der Wahljahre 1988, 1990 und 1992 standen für liberalere Standpunke als ihre männlichen Konkurrenten. Vgl. Koch. Do Citizens Apply Gender Stereotypes to Infer Candidates’ Ideological Orientations? Hier insbesondere 426.Google Scholar
  258. 686.
    McDermott. Voting Cues in Low-Information Elections: Candidate Gender as a Social Information Variable in Contemporary United States Elections. 281.Google Scholar
  259. 687.
    Koch. Do Citizens Apply Gender Stereotypes to Infer Candidates’ Ideological Orientations? 423f.Google Scholar
  260. 688.
    Vgl. hierzu auch Cook. Voter Reaction to Women Candidates. 69f.Google Scholar
  261. 689.
    Matland. Enhancing Women’s Political Participation: Legislative Recruitment and Electoral Systems. 4f. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  262. 690.
    Burrell. A Woman’s Place is in the House: Campaigning for Congress in the Feminist Era. 21 und 33.Google Scholar
  263. 691.
    Vgl. Cook. Voter Reaction to Women Candidates. 71.Google Scholar
  264. 692.
    Handlin. Whatever Happened to the Year of the Women: Why Women Still Aren’t Making It to the Top in Politics. 86.Google Scholar
  265. 693.
    Wilhelm. „Als Einzelne wirkt die Frau wie eine Blume im Parlament, aber in der Masse wie Unkraut.“ Politische Partizipation von Frauen. 22.Google Scholar
  266. 697.
    Vgl. Korte. Bundestagswahlen. Kandidatenaufstellung. Kreiswahlvorschlag und Landeslisten. (Link siehe Webliographie.)Google Scholar
  267. 698.
    Howard Davis. Women and Power in Parliamentary Democracies. 78.Google Scholar
  268. 699.
    Vgl. Carroll. Women as Candidates in American Politics. 53f.Google Scholar
  269. 700.
    McGlen, O’Connor, van Assendeft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 103.Google Scholar
  270. 701.
    So beispielsweie McGlen, O’Connor, van Assendelft, and Gunther-Canada. Women, Politics, and American Society. 103 und Handlin. Whatever Happened to the Year of the Women: Why Women Still Aren’t Making It to the Top in Politics. 9.Google Scholar
  271. 702.
    Die Verfassung bestimmt, dass, wenn zwischenzeitliche Vakanzen auftreten, diese möglichst schnell durch Wahlen zu füllen seien, die somit zeitlich außerhalb der üblichen Zyklen liegen. Vgl. Nixon and Darcy. Special Elections and the Growth of Women’s Representation in the U.S. House of Representatives. 100.Google Scholar
  272. 703.
    Darcy. Special Elections and the Growth of Women’s Representation in the U.S. House of Representatives Vgl. ebd. 102.Google Scholar
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