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Öffentlich-private Partnerschaften — Eine Bestandsaufnahme aus kommunaler Sicht

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Auszug

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP — auch: Public Private Partnership, PPP) gewinnen an Bedeutung. Ursprünglich in den Vereinigten Staaten und Großbritannien entwickelt und seit den 80er Jahren in verschiedenen Mitgliedsländern der Europäischen Union wie etwa Schweden oder den Niederlanden verbreitet,1 nutzen mittlerweile auch in Deutschland Bund, Länder und Kommunen zunehmend die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen und Investoren. Kaum ein Bundesland, das nicht in Ergänzung zur Task Force des Bundes eine eigene Task Force oder Initiative zur Förderung öffentlich-privater Partnerschaften gegründet und erste eigene Projekte initiiert hätte.2 Und kaum ein (Ober-) Bürgermeister oder Landrat, der nicht bereits ein eigenes Projekt auf den Weg gebracht hätte — so zumindest der Eindruck, der bei einem unbefangenen Betrachter aufgrund entsprechender Pressemeldungen und einer steigenden Zahl von Veröffentlichungen in der Fachliteratur entstehen kann. Andererseits finden sich aber auch immer wieder Berichte über (kommunal-)politische Kontroversen, rechtliche Probleme und insbesondere über erhebliche finanzielle Lasten und Folgekosten, die mit öffentlich-privaten Partnerschaften für die kommunale Seite verbunden seien. Insgesamt eine Situation, die in bewusster Zuspitzung auf folgende Fragestellungen reduziert werden kann: Öffentlichprivate Partnerschaften als sicherer Weg aus dem kommunalen Innovations- und Sanierungsstau? Oder doch ein Weg in die finanzielle Sackgasse?

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  1. 1.Hauptreferent beim Landkreistag Nordrhein-WestfalenGermany

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