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Bildung für alle — Zum Bildungsauftrag der Sozialen Arbeit

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Auszug

Internationale Studien zeigen, wie tiefgreifend der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildung und Lebenschancen ist. Forderungen nach Bildungsinvestitionen für Menschen in belasteten Lebenssituationen werden laut. Der Bildungsauftrag der Sozialen Arbeit als Beitrag zur Lebenskompetenz gewinnt an Aktualität. Dabei gerät nicht nur das gesamte Spektrum der Berufsfelder in den Blick, also Bildungsprozesse in Kindertagesstätten, in der Jugend-, Familienoder Altenhilfe. Auch die Bestrebungen zur Einführung der Ganztagsschule stellen neue Herausforderungen dar. Sie könnten auf eine gravierende Veränderung des Verhältnisses zwischen Jugendhilfe und Schule hinaus laufen. Letztlich würde darin auch die Beziehung zwischen Sozialpolitik und Bildungspolitik berührt. Darüber hinaus steht — in der gegenwärtigen Reform der Studiengänge — die Zukunft der akademischen Bildung von Sozialpädagoglnnen selbst auf der Tagesordnung. Zugleich werden in diesen unterschiedlichen Diskursen Bildungsverständnisse sichtbar, deren Angemessenheit und Erwartungshorizonte auch in Frage stehen, etwa durch Argumente der Neurobiologie. Wie also kann Soziale Arbeit ihr Aufgaben ihr eigenständiges Bildungsprofil entwickeln und deutlich machen? In welchem Verhältnis stehen Bildung und Hilfe? Oder werden solche Themen — im Zeichen des Umbauprozess des Sozialstaates, von Finanzierungsproblemen und eines schwächer werdenden öffentlichen Interesses an Sozialer Arbeit — von ganz anderen Problemstellungen überlagert?

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Literatur

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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