Advertisement

Reflexion des Forschungsprozesses

Chapter
  • 3.1k Downloads

Auszug

Ethnografische Schulforschung lenkt den Blick auf alltäglich hergestellte Praxis. Sie nimmt die Perspektive der Schler und Schülerinnen ein und rekonstruiert deren Sichtweise. Mittels teilnehmender Beobachtung und analytischer „Befremdung“ bringen Forscher/innen das Beobachtete zu sich in Distanz. Erst die methodisch hergestellte Distanz ermöglicht die Rekonstruktion der interaktiv hergestellten Regeln, Relevanzen und Selbstverständlichkeiten, die Hinweise auf eine gemeinsam geteilte Realität der schulischen Akteure gibt. Es eröffnet sich der Blick auf Schüler und Schülerinnen als Akteure ihrer Schulwirklichkeit. Die empirische Auseinandersetzung mit pädagogischen Interaktionen und didaktischen Settings in dieser Studie mit dem Klassenrat, führt zu einer Auseinander-setzung, auch einer Konfrontation pädagogischer Intentionen mit pädagogischer Praxis. Die empirische Analyse zeigt, dass es eine Diskrepanz zwischen den von der Lehrerin intendierten Primärzielen zum Klassenrat und der von den Schülern / Schülerinnen hergestellten Praxis gab. Wie sich die Perspektive von Forscherin und Lehrerin im Wechselspiel von Prozessbeobachtung, der Diskussion der Widersprüche und der Generierung von Erkenntnissen im Laufe der Zeit modifizierten, möchte ich im Folgenden darstellen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© VS Verlag fur Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Personalised recommendations