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Unterrichtsentwicklung in der Schuleingangsphase: Wie lassen sich Anknüpfungspunkte zu ihrer Unterstützung bestimmen?

  • Barbara Berthold

Auszug

Aus grundschulpädagogischer Perspektive sind Reformbestrebungen am Schulanfang darauf auszurichten, allen Kindern gute Ausgangsbedingungen für schulische Bildungsprozesse zu bieten. Diesem Ziel ist auch das Modell der flexiblen, jahrgangsgemischten und integrativen Schuleingangsphase1 verpflichtet. Es wird in seinen heutigen Varianten in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre erprobt.2 Mit Abschluss der ersten Modellversuche ist es als mögliche Gestaltungsform in neuere Schulgesetze eingegangen.3 Unstrittig ist, dass sich das Modell umsetzen lässt. Zahlreiche Praxisbeispiele belegen dies, das prominenteste darunter bietet zweifelsohne die Laborschule Bielefeld (vgl. Autorenteam Laborschule 2005). Aus der Baden-Württembergischen Begleituntersuchung liegen überdies erste Befunde hinsichtlich der motivationalen, sozialen und kognitiven Entwicklung vor: Es lassen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Kindern in jahrgangsgemischten Schuleingangsphasen und denjenigen in jahrgangshomogenen Kontrollklassen feststellen (vgl. Arbeitskreis Wissenschaftliche Begleitung 2002).

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Literatur

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Authors and Affiliations

  • Barbara Berthold

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