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Rassisierende Deutungen. Der „Karikaturenstreit“ in deutschen Print-Medien und seine Auswirkungen auf den Einwanderungsdiskurs

Auszug

Meinungsfreiheit! Pressefreihelt! Keine Zensur! Anstand! Verantwortung! Keine Blasphemie! Das war der Grundtenor der Medienberichterstattung zum Streit über die rassistischen Mohammedkarikaturen, die von der in Aarhus erscheinenden dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten bereits am 30. September 2005 unter der Überschrift „Gesichter Mohammeds“ veröffentlicht worden waren, aber — mit ein wenig Nachhilfe — erst im Februar 2006 weltweite Empörung besonders in den muslimischen Ländern auslösten.1 Auch in Deutschland führte dies zu einem ‘diskursiven’ Dammbruch2, an dem sich alle Zeitungen des ‘Mitte-Rechts-Links’-Spektrums beteiligten. Welche Wirkungen die mediale und politische Austragung dieses Streits auf die Bevölkerung und ihr Verhältnis zu Menschen mit Migrationshintergrund und zu deren Herkunftsländern hatte, das interessierte Deutschlands Journalisten und Journalistinnen allerdings nicht. Von ein paar Ausnahmen abgesehen. Doch solche Ausnahmen fanden sich im Mehrheitsdiskurs nicht.

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© VS Verlag für Sozialwissenschafte | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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