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Das Dispositive des Institutionellen Rassismus. Eine diskurstheoretische Annäherung an einen umstrittenen Begriff

Auszug

Längst vor dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11.9.2001 zeichnete sich deutlich ab, dass es trotz green card und antirassistischer Kampagnen in Deutschland kein liberales Einwanderungsgestz geben würde. Wahlkampf und Machterhaltung sinteressen ließen die Vorschläge der Süßmuth-Kommission und anderer Gremien wie etwa die des Bündnisses für Demokratie und Toleranz — Gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt als obsolet erscheinen, auch wenn diese selbst noch mit dem berühmten Augenmaß gestrickt worden waren, also auch nicht so innovativ waren, wie zu wünschen gewesen wäre.1 Der Innenminister der rot-grünen Regierung, Otto Schily, wurde mit seinen konservativen Vorgägern Manfred Kanther und Friedrich Zimmermann verglichen, die zu Zeiten der Kohl-Regierung als absolute Hardliner in Sachen Einwanderung gehandelt wurden. Das Wort von der Einwanderung wurde alsbald wieder von dem der Zuwanderung verdrängt — eine semantische Duftmarke, die Schlimmes ahnen ließ, da damit deutlich gemacht wird, dass diejenigen, die zu ‘uns’ kommen, nicht wirklich zu ‘uns’ hineinkommen sollen, sondern auf „uns“ zu-kommen.2

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© VS Verlag für Sozialwissenschafte | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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