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Normalität um jeden Preis? Normalismus und Normalisierung als diskurstragende Kategorien in modernen Industriegesellschaften

Auszug

Diskursanalysen, die an Arbeiten von Michel Foucault anschließen, stoßen—sofern sie sich auf Diskurse von Industriegesellschaften westlichen Typs beziehen —sehr bald und umfassend auf den Komplex von Normalität und Normalisierung. Diese Kategorien sind nicht erst seit dem Kollaps des systemischen Gegenmodells „Sozialismus“ von Bedeutung. Allerdings ist festzustellen, dass seit dieser Zeit die Kategorie der „Normalität“ einen diskursiven Durchbruch erlebte, in dem sie mehr und mehr als ein Zustand betrachtet wird, der gesells chaftlich anzustreben sei. Der durchaus bereits vor dieser Zeit vorhandene normalistische Charakter von Gesellschaft trat mit den Ereignissen von 1989 und danach deutlich hervor. Normalismus, Normalität und Normalisierung können insofern als diskurstragende Kategorien in dem Sinne verstanden werden, als Diskurse ohne sie nicht funktionieren würden.

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© VS Verlag für Sozialwissenschafte | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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