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Ein Puzzle, das sich zu einem Gesamtbild zusammensetzen lässt. Biopolitik in deutschen Printmedien

Auszug

Bei dieser Analyse des biopolitischen Diskurses in den deutschen Printmedien geht es nicht in erster Linie um eine Kritik an Neuen Technologien, wie etwa Gen-und Bio-Technik und ebenso wenig allein um eine Kritik daran, dass seit einigen Jahrzehnten soziobiologische Projekte immer stärkeren Einfluss auf wissenschaftliche und politische Konzepte und Entscheidungen nehmen, während gleichzeitig sozialwissenschaftliche Perspektiven zurückgedrängt werden. Darum geht es zwar auch, doch das primäre, Anliegen dieser Analyse ist es, den Blick für ein Phänomen zu schärfen, das Michel Foucault als Bio-Macht bzw. als Bio-Politik bezeichnet hat und das seit etwa zwei Jahrhunderten neben repressive Formen gesellschaftlicher Steuerung getreten ist und diese zum Teil ersetzt hat. Diese neue Form der Politik zielt nicht mehr in erster Linie ummittelbar auf die Körper, sondern auf die „Seele“ der Menschen, die—in Umkehrung gewohnter Denkrichtung—von Foucault als „Gefängnis des Körpers“ angesehen wird.

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© VS Verlag für Sozialwissenschafte | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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