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Einstieg: „Muss das, was selbstverständlich ist, wirklich selbstverständlich sein?“

Auszug

Michel Foucault hat sich immer wieder die Frage gestellt, ob das, was selbstverständlichist, wirklich selbstverständlich sein muss. Diese Frage ist eine Art Leitlinie für das gesamte Schaffen dieses anregenden und teilweise aufregenden Philosophen gewesen. Aber wie macht man das: Evidenzen aufheben, Selbstverständliches in Frage stellen? Gibt es dafür eine Methode, ein Verfahren, das man an die Wirklichkeit heranträgt und mit dem man sie zwingt, ihre Wahrheit preiszugeben? Foucault selbst hat sich dazu weitgehend ausgeschwiegen, sich sogar von seinen eigenen Versuchen, etwa seiner „Archäologie des Wissens“ distanziert. Er hat jedoch eine Fülle von Anregungen hinterlassen, eine methodologische „Werkzeugkiste“ zu entwickeln, die dazu geeignet ist, Diskurse als Ketten von Aussagen zu analysieren und damit erst eigentlich kritisier bar und problematisierbar werden zu lassen, also das zu tun, was ihn sein ganzes Leben lang umgetrieben hat, sich immer wieder „aufs Neue diese Frage zu stellen“.

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© VS Verlag für Sozialwissenschafte | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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