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Schlussbemerkungen

Chapter
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Auszug

Das Fazit dieses Bandes lässt sich relativ einfach dahingehend formulieren, dass einzelne pädagogische Institutionen aus sehr unterschiedlichen organisationstheoretischen Perspektiven betrachtet werden können. Dabei ergibt sich jeweils, dass andere Aspekte in den Vordergrund treten, je nachdem welche Theorie angewendet wird. Dieses Ergebnis hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass pädagogische Institutionen nicht nach einem bestimmten Schema entstanden sind, sondern ursprünglich jeweils aus der Notwendigkeit gegründet wurden, für bestimmte Bedarfe in der Gesellschaft eine Institution zu gründen, die sicherstellen sollte, dass entweder die Vermittlung von Wissen, Kenntnissen, Fertigkeiten, Einstellungen und Normen zuverlässig erfolgte oder bei auftretendem abweichendem Verhalten oder Formen der Hilflosigkeit, Resozialisierung bzw. Unterstützung gewährleistet werden konnte. So einfach sich dieses Grundschema auch beschreiben lässt, so komplex unterschiedlich und vielfältig sind die pädagogischen Institutionen entstanden, die dem Bedarf genügen sollten. Ein Aspekt, der in dem Band nicht erwähnt worden ist, diese Zusammenfassung aber nachhaltig stützt, ist der, dass sich bei den Trägern der Institution staatliche und private und bei letzteren Unternehmen, kirchliche Träger und Non-Profit-Organisationen als freie Träger unterscheiden lassen. Es lässt sich auch nicht als Generallinie formulieren, dass pädagogische Institutionen zunächst in privater Trägerschaft entstanden sind und anschließend in staatliche Trägerschaft überführt worden sind. Obwohl das für viele Institutionen zutreffend ist, kennzeichnet es vielmehr, dass auch in den Fällen, in denen staatliche Trägerschaft gegeben ist, private konkurrierende Träger ebenfalls auftreten.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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