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Schwerpunkte und Perspektiven der Europaforschung

  • Beate Kohler-Koch
  • Thomas Conzelmann
  • Michèle Knodt
Chapter
Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL)

Zusammenfassung

Dem Leser unterschiedliche Problematiken der europäischen Gemeinschaftsbildung aus verschiedenen Perspektiven nahe zu bringen, ist Aufgabe dieses Buches; entsprechend enthält das Schlusskapitel kein Fazit. Die folgenden Seiten sollen vielmehr die Aufmerksamkeit auf Trends der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion lenken und damit die Neugier auf weitere Lektüre wecken. Die Europaforschung hat in den zurückliegenden Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen, der an verschiedenen Daten festgemacht werden kann. Indiz für das vermehrte Interesse sind steigende Veröffentlichungszahlen (Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden, Monographien) und die Zunahme von einschlägigen Forschungsprojekten. Anhaltspunkte für eine Konsolidierung der wissenschaftlichen Beschäftigung sind das Erscheinen von Lehrbüchern, von neuen Fachzeitschriften sowie die Einrichtung von Forschungsschwerpunkten und thematisch einschlägigen Graduiertenkollegs. Gemessen an diesen Indikatoren haben wir in Nord- und Westeuropa ganz offensichtlich seit Mitte der 1990er Jahre die Phase der Konsolidierung erreicht1.

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Literatur

  1. 1.
    Dies gilt insbesondere für Deutschland und Großbritannien, Schweden, Norwegen, Dänemark und die Niederlande. Frankreich, Belgien, Österreich und auch Finnland haben in den letzten Jahren ihre EU-Forschungsaktivitäten deutlich forciert.Google Scholar
  2. 2.
    In Deutschland sind die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), das Centrum für Angewandte Politik (CAP), das Institut für Europäische Politik (IEP), das Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) zu nennen.Google Scholar
  3. 3.
    Dies ist in Großbritannien allerdings deutlicher ausgeprägt als beispielsweise in Deutschland, wo traditionell eine größere Politikferne herrscht.Google Scholar
  4. 4.
    Einen guten Überblick über die wechselnden Themenschwerpunkte vermitteln die Bibliographien im Jahrbuch der Europäischen Integration (Weidenfeld/Wessels 1981ff.).Google Scholar
  5. 5.
    Als Beispiel wäre Schimmelfennig (2003b) zu nennen.Google Scholar
  6. 6.
    Im Folgenden werden Namen Mine genaue bibliographische Angaben genannt, weil diese Autoren ihre Forschungsergebnisse in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht haben (vgl. als Anhaltspunkt das Literaturverzeichnis).Google Scholar
  7. 7.
    Ein gutes Beispiel ist V. Schmidt (2001).Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. beispielsweise Radaelli (2000).Google Scholar
  9. 9.
    Zu nennen sind Cowles u.a. (2001), Héritier (2001), Knodt/Kohler-Koch (2000), Featherstone/Radaelli (2003).Google Scholar
  10. 10.
    Die Veröffentlichungen, die den Mehrebenencharakter der EU im Zusammenhang mit der Rolle der Regionen bzw. Aspekten der europäischen Regionalpolitik thematisieren, sind kaum noch zu übersehen. Autoren, die umfassende Forschungen durchgefiihrt haben und immer wieder genannt werden, sind Marks/Hooghe (2001), Heinelt (1996), Kohler-Koch u.a. (1998); vgl. auch Kap. 9. „Netzwerke“ zogen das Interesse der Forscher nicht nur als empirisches Phänomen — beispielsweise bezogen auf die „Partnerschaften” bei der Umsetzung der europäischen Strukturpolitik auf sich, sondern auch unter dem Aspekt der Anwendung als theoretisches Konstrukt und methodisches Instrument (s.u.).Google Scholar
  11. 11.
    Zur Forschungsprogrammatik dieses Schwerpunktes (Laufzeit 1996–2003) vgl. KohlerKoch/Jachtenfuchs (1996).Google Scholar
  12. 13.
    Dieser Aspekt wurde in einem Sammelband über „Regieren in entgrenzten Räumen“ vertieft, der erste Ergebnisse aus dem Schwerpunktprogramm aufgreift (Kohler-Koch 1998d). Zur Transformation des Regierens vgl. Kohler-Koch/Eising (1999) und zur Interdependenz des Regierens in EU und Mitgliedstaaten Kohler-Koch (2003b).Google Scholar
  13. 15.
    Eine kurze, gut lesbare Einführung geben Pappi/Henning (2003).Google Scholar
  14. 16.
    Wessels spricht in einer Bilanz der wissenschaftlichen Debatte der 1980er Jahre von einem „Stillstand der Reflexion“ (Wessels 1990: 22).Google Scholar
  15. 17.
    Vgl. dazu insbesondere das Buch von Moravcsik (1998).Google Scholar
  16. 18.
    Vgl. das Sonderheft des Journal of European Public Policy (1999) sowie Rosamond ( 2000: Kap. 5).Google Scholar
  17. 19.
    Vgl. dazu die Replik von Moravcsik auf die konstruktivistische Kritik an seiner Arbeit (Moravcsik 1999a) und seinen Beitrag im oben genannten Sonderheft (Moravcsik 1999b).Google Scholar
  18. 20.
    Dies ist besonders augenfällig im Bereich der Wirtschafts-und Währungsunion und der Sicherheits-und Verteidigungspolitik, vgl. Kap. 5 und Kap. 13.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Kohler-Koch
    • 1
  • Thomas Conzelmann
    • 2
  • Michèle Knodt
    • 1
  1. 1.Universität MannheimMannheimDeutschland
  2. 2.Technische-Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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