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Die Erschließung eines sperrigen Gegenstandes

  • Beate Kohler-Koch
  • Thomas Conzelmann
  • Michèle Knodt
Chapter
Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL)

Zusammenfassung

Dieses Einführungsbuch soll dazu dienen, die Entwicklung und die heutige Wirklichkeit der europäischen Gemeinschaftsbildung besser zu begreifen. Diesen Anspruch hat es mit vielen anderen Einführungen gemein. Trotzdem unterscheidet es sich von allen anderen und dafür gibt es zwei gute Gründe. Zum einen fallt die Antwort auf die Frage nach dem Gegenstand, d.h. was eigentlich die europäische Integration und die heutige Europäische Union (EU) ausmacht, unterschiedlich aus, denn jeder Autor geht mit einem anderen Problemverständnis an das Thema heran. Unser Verständnis des Untersuchungsgegenstandes werden wir im folgenden Abschnitt und immer wieder in den einzelnen Kapiteln deutlich machen. Der andere Grund ist, dass wir uns dem Lernziel des selbstbestimmten Lernens verpflichtet fühlen und deswegen eine bestimmte didaktische Vorgehensweise gewählt haben.

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Literatur

  1. 1.
    Dieses Buch ist von Politikwissenschaftlern geschrieben und bietet deshalb im wesentlichen eine politikwissenschaftliche Sicht.Google Scholar
  2. 2.
    Wenn wir „Internationale Organisation“ (IO) mit großem I schreiben ist damit ein bestimmter Organisationstyp, nämlich die institutionalisierte Kooperation zwischen Staaten, gemeint.Google Scholar
  3. 3.
    Präambel des Vertrages über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS; weiterhin als EGKS-V zitiert), beschlossen 1951.Google Scholar
  4. 4.
    Wenn der Gesamtzeitraum von der Gründung der ersten Europäischen Gemeinschaft bis zur heutigen Zeit angesprochen wird, werden die Abkürzungen sowohl fir die Europäischen Gemeinschaften (EG) als auch für die Europäische Union (EU) gewählt.Google Scholar
  5. 5.
    Zu nennen wären z.B. für Afrika AU, Asien ASEAN, Südamerika Mercosur, Nordamerika NAFTA, den Pazifikraum APEC, etc. vgl. Fischer-Weltalmanach (jeweils aktuelle Auflage).Google Scholar
  6. 6.
    Sui generis“, lat. für „eigene Art”.Google Scholar
  7. 7.
    Wenn nichts anderes vermerkt ist, so beziehen sich die Angaben zum EU Vertrag (EU-V) und zum EG Vertrag (EG-V) auf die seit 2003 geltenden Verträge, die in der Regierungskonferenz von Nizza (2000) beschlossen wurden.Google Scholar
  8. 8.
    Um Verwirrungen durch dieses doppelte Begriffsbedeutung zu vermeiden, wird in diesem Buch der Begriff Integration nur für den Prozess verwandt.Google Scholar
  9. 9.
    Einschränkend muss allerdings bemerkt werden, dass das politische System der EU meistens aber gerade nicht in vergleichender Perspektive erforscht wird, sondern von seiner Unvergleichlichkeit ausgegangen wird und man es sozusagen als Solitär betrachtet. Der traditionelle Begriff der „Vergleichenden Regierungslehre“ soll hier synonym mit dem Begriff der „Vergleichenden Systemlehre” gebraucht werden, d.h. Untersuchungsgegenstand „ist das politische System als Ganzes und in seinen Teilen, die horizontal und vertikal gegliederten staatlichen Einheiten und der vorpolitische gesellschaftliche Raum ( Parteien, Verbände, etc.)“ (Nohlen 1991: 752 ).Google Scholar
  10. 10.
    Der Untertitel „Social purpose and state power from Messina to Maastricht“ gibt die Zeitspanne an, nämlich von 1955 bis 1991.Google Scholar
  11. 11.
    Eindeutig ist auch „Decision-making in the European Union“ (Peterson/Bomberg 1999) oder „The Institutions of the European Union” (Peterson/Shackleton 2002). Diese Titel haben wir bewusst herausgegriffen, weil sie aus unserer Sicht die besten Einführungen in das Thema sind. Ferner ist Richardson 2002 zu nennen.Google Scholar
  12. 12.
    Die Einfihrung von Beutler u.a. (2001) ist von Rechtswissenschaftlern geschrieben, für Politikwissenschaftler aber eine wichtige und gut zu lesende Lektüre; denn die EG ist im wesentlichen eine Rechtsgemeinschaft und die Funktionsweise des Rechts ist zu ihrem Verständnis unerlässlich.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. z.B. Pfetsch (1997), Thiel (1998), Woyke (1998) und List (1999). Als neuste Einführung ist das Buch von Tömmel 2003 zu nennen. Unter den englischen Einführungen folgen Archer/Butler (1996), McCormick (1996, 1999) und Dinan (1999) diesem Muster. Wir empfehlen, eine Reihe von Einführungen einmal in die Hand zu nehmen und die Logik des Aufbaus anhand der Gliederung nachzuvollziehen.Google Scholar
  14. 14.
    Wer mehr über das wissenschaftstheoretische Vorverständnis des „naiven“ Empirismus und dessen Kritik wissen möchte, sei auf Hughes/Martin/Sharrock (1997: 24–75) verwiesen.Google Scholar
  15. 15.
    In der Fachsprache als „Pfadabhängigkeit“ bezeichnet. gliedstaaten angesiedelt ist, sondern diese in ein „Mehrebenensystem”16 eingebunden sind. Gerade aus dieser Einbindung ergeben sich für die Mitgliedstaaten neue Handlungsanreize und -zwänge, die diese wiederum zu neuen Initiativen der Integration und institutionellen Veränderungen des europäischen Systems veranlassen. Die Besonderheit der EU kann man am besten mit der Bezeichnung des „dynamischen Mehrebenensystems“ auf den Begriff bringen (KohlerKoch/Jachtenfuchs 1996: 540–541).Google Scholar
  16. 16.
    Zum Begriff des „Mehrebenensystems“ vgl. Kap. 9.Google Scholar
  17. 17.
    Zu beachten ist, dass dadurch nicht der Eindruck erweckt werden soll, dass gerade die jeweils ausgewählte Theorie am besten oder gar ausschließlich geeignet sei, einen bestimmten Gegenstand zu bearbeiten.Google Scholar
  18. 18.
    Parallel zu dieser Einführung wurde von Fabrice Larat eine „Histoire politique de l’intégration européenne“ geschrieben, die durch eine Sammlung der wichtigsten Dokumente ergänzt wird. Sie erscheint 2003 in deutscher Übersetzung (Larat 2003).Google Scholar
  19. 19.
    Wer auf Informationen zur europäischen Integration aus dem Internet zugreifen möchte, sei auf die Linksammlung in „Europa von A-Z“ (Weidenfeld/Wessels 2002) sowie das Europäische Dokumentationszentrum in Mannheim (http://www.uni-mannheim.de/edz/) verwiesen. Ebenfalls hilfreich ist das Portal von ERPA (European Research Papers Archive), das Zugriff zu einer Fülle von online Angeboten im Feld der Europäischen Integrationsforschung bietet — darunter Papiere des MZES, EIoP, etc. (http://eiop.or.at/erpa/erpaframe.html). Innerhalb der folgenden Kapitel werden ebenfalls auf die jeweilige Thematik bezogene Internetadressen angegeben.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Kohler-Koch
    • 1
  • Thomas Conzelmann
    • 2
  • Michèle Knodt
    • 1
  1. 1.Universität MannheimMannheimDeutschland
  2. 2.Technische-Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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