Advertisement

Sozialer Wandel und Erwachsenenbildung seit den 1980er Jahren

  • Rudolf Tippelt
Chapter
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Die Expansion und die Differenzierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung setzten sich fort und somit steigerte sich die Komplexität dieses pädagogischen Feldes in den letzten Jahrzehnten erheblich. In diesem Prozess haben sich die Anforderungen an die horizontale und vertikale Kooperation von Bildungsinstitutionen erhöht. Obwohl insbesondere die berufliche Weiterbildung den Wandel sozialer Mobilität unterstützt, ist es noch nicht gelungen, benachteiligte soziale Gruppen zufriedenstellend zu erreichen. Die aktuellen Large Scale Kompetenzstudien geben neue Informationen zu den Möglichkeiten und Barrieren der gesellschaftlichen Partizipation. Obwohl sich die Datenlage seit den 90er-Jahren verbessert hat, müssen noch gravierende Forschungslücken diagnostiziert werden.

Schlüsselwörter

Sozialer Wandel Expansion Differenzierung Mobilität Interdependenz Partizipation Enkulturation 

Literatur

  1. Aktionsrat Bildung. (2015). Bildung. Mehr als Fachlichkeit. Münster: Waxmann Verlag GmbH.Google Scholar
  2. Allmendinger, J., Ebner, C., & Nikolai, R. (2015). Soziologische Bildungsforschung. In R. Tippelt & B. Schmidt-Hertha (Hrsg.), Handbuch Bildungsforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, im Druck.Google Scholar
  3. Aufenanger, S., Hamburger, F., Ludwig, L., & Tippelt, R. (Hrsg.). (2010). Bildung in der Demokratie. Beiträge zum 22. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  4. Barz, H., & Tippelt, R. (2015). Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung. In R. Tippelt & A. von Hippel (Hrsg.), Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung (in diesem Band). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  5. Berger, P. L., Berger, B., & Kellner, H. (1975). Das Unbehagen in der Modernität. Frankfurt/New York: Campus.Google Scholar
  6. Bilger, F., & Strauß, A. (2015). Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2014 – Ergebnisse des Adult Education Survey – AES Trendbericht. BMBF.Google Scholar
  7. Bourdieu, P. (1982). Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp.Google Scholar
  8. Bourdieu, P., & Passeron, J.-C. (1971). Die Illusion der Chancengleichheit. Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreichs. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  9. Bundesausschuss politische Bildung (BAP). (2014). Expertisen zur Kompetenzorientierung in der politischen Bildung. Berlin: Evangelische Akademie.Google Scholar
  10. Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.). (2014). Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2014. AES 2014 Trendbericht. Bonn: BMBF.Google Scholar
  11. Chisholm, L., Larson, A., & Mossoux, A.-F. (2005). Lebenslanges Lernen: Die Einstellungen der Bürger in Nahaufnahme. Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften.Google Scholar
  12. Durkheim, E. (1967). Selbstmord. Neuwied/Berlin: Luchterhand.Google Scholar
  13. Durkheim, E. (1972). Erziehung und Soziologie. Düsseldorf: Schwann.Google Scholar
  14. Durkheim, E. (1973). Erziehung, Moral und Gesellschaft. Neuwied: Luchterhand.Google Scholar
  15. Durkheim, E. (1976). Soziologie und Philosophie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  16. Durkheim, E. (1977). Über die Teilung der sozialen Arbeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  17. Edelmann, D., Schmidt, J., & Tippelt, R. (2012). Einführung in die Bildungsforschung. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  18. Eisenstadt, S. N. (1969). Sozialer Wandel. Differenzierung und Evolution. In W. Zapf (Hrsg.), Theorien des sozialen Wandels (S. 75–94). Köln/Berlin: Kiepenheuer & Witsch.Google Scholar
  19. Eisenstadt, S. N. (1979). Alternative ways of modernization – Comparison of individual societies as nation states in 19th and 20th century Western societies. In J. Matthes (Hrsg.), Sozialer Wandel in Westeuropa (S. 385–411). Frankfurt: Campus.Google Scholar
  20. Emminghaus, C., & Tippelt, R. (Hrsg.). (2009). Lebenslanges Lernen in regionalen Netzwerken verwirklichen. Abschließende Ergebnisse zum Programm ‚Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken‘. Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  21. Erpenbeck, J., & von Rosenstiel, L. (Hrsg.). (2003). Handbuch Kompetenzmessung. Erkennen, verstehen und bewerten von Kompetenzen in der betrieblichen, pädagogischen und psychologischen Praxis. Stuttgart: Schäffer-Poeschel.Google Scholar
  22. Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union. (2006). Beschluss Nr. 1720/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. November 2006 über ein Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens.Google Scholar
  23. von Friedeburg, L. (1978). Bilanz der Bildungspolitik. Zeitschrift für Pädagogik, 24 Jg., 207–220.Google Scholar
  24. Fuchs, S. (2011). Professionalitätsentwicklung des Weiterbildungspersonals. Tätigkeiten, Kompetenzen und Fortbildung von Trainern in der beruflichen/betrieblichen Weiterbildung. Hamburg: Dr. Kovac.Google Scholar
  25. Grotlüschen, A., & Riekmann, W. (Hrsg.). (2012). Funktionaler Analphabetismus in Deutschland. Ergebnisse der ersten leo.-Level-One Studie. Münster: Waxmann.Google Scholar
  26. Hartig, J., & Klieme, E. (Hrsg.). (2007). Möglichkeiten und Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik. Bonn/Berlin: BMBF.Google Scholar
  27. Kandler, M., & Tippelt, R. (2015). Weiterbildung und Umwelt: Bildung für nachhaltige Entwicklung. In R. Tippelt & A. von Hippel (Hrsg.), Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung (in diesem Band). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  28. Krappmann, L. (1969). Soziologische Dimension der Identität. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  29. Krüger, H.-H., & Grunert, C. (2010). Handbuch Kindheits- und Jugendforschung. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  30. Lepsius, M. R. (1977). Soziologische Theoreme über die Sozialstruktur der „Moderne“ und die „Modernisierung“. In R. Koselleck (Hrsg.), Studien zum Beginn der modernen Welt, Industrielle Welt (Bd. 20, S. 10–29). Stuttgart: Klett-Cotta.Google Scholar
  31. Lepsius, M. R. (1979). Soziale Ungleichheit und Klassenstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland. Lebenslagen, Interessensvermittlung und Wertorientierung. In H.-U. Wehler (Hrsg.), Klassen in der europäischen Sozialgeschichte (S. 166–209). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  32. Luhmann, N. (1977). Funktion der Religion. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  33. Lukes, S. (1973). Émile Durkheim: His life and work: A historical and critical study. London: Penguin Books.Google Scholar
  34. Lutz, B. (1976). Bildungssystem und Beschäftigungsstruktur in Deutschland und Frankreich. In Mendius, G. G. et al., Betrieb – Arbeitsmarkt – Qualifikation 1. Frankfurt: Aspekte.Google Scholar
  35. Lutz, B. (1984). Der kurze Traum immerwährender Prosperität. Eine Neuinterpretation der industriell-kapitalistischen Entwicklung im Europa des 20. Jahrhunderts. Frankfurt/New York: Campus.Google Scholar
  36. Nittel, D., Schütz, J., & Tippelt, R. (2014). Pädagogische Erwerbsarbeit im System des lebens-langen Lernens. Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
  37. OECD. (2013). Skilled for life? Key findings from the survey of adult skills. Paris: OECD.Google Scholar
  38. Parsons, T. (1968). Sozialstruktur und Persönlichkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  39. Parsons, T. (1972). Das System moderner Gesellschaften. München: Juventa.Google Scholar
  40. Rammstedt, B. (Hrsg.). (2013). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann.Google Scholar
  41. Riesman, D. (1950). The lonely crowd. New Haven: Yale University Press.Google Scholar
  42. Schemmann, M. (2006). Weiterbildungsnetzwerke aus Sicht des soziologischen Neo-Institutionalismus. Report. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, 29(4), 9–16.Google Scholar
  43. Schmidt-Huber, M., & Tippelt, R. (2014). Born to be a leader. Auf der Suche nach den Wurzeln guter Führung. München: Roman-Herzog-Institut.Google Scholar
  44. Schrader, J. (2015). Large Scale Assessments und die Bildung Erwachsener. Erträge, Grenzen und Potenziale der Forschung. Zeitschrift für Pädagogik, 61(3), 408–426.Google Scholar
  45. Siebert, H. (2015). Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland – Alte Bundesländer und neue Bundesländer. In R. Tippelt & A. von Hippel (Hrsg.), Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung (in diesem Band). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  46. Tippelt, R. (1990). Bildung und sozialer Wandel. Modernisierungsprozesse in der Bundesrepublik Deutschland seit 1950. Weinheim: Deutscher Studienverlag.Google Scholar
  47. Tippelt, R. (2014a). Arbeitsteilung und das pädagogisch organisierte System des lebenslangen Lernens – Zum pädagogisch und gesellschaftstheoretisch wichtigen Beitrag Emile Durkheims. In R. Brödel, J. Schütz & T. Nettke (Hrsg.), Lebenslanges Lernen als Erziehungswissenschaft (S. 181–193). Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  48. Tippelt, R. (2014b). Pädagogik im Hochschulsystem und sozialer Wandel. In Pädagogische RundschauSonderdruck, Heft 4/68. Jahrgang 2014. S. 463–474.Google Scholar
  49. Tippelt, R., Schmidt, B., Schnurr, S., Sinner, S., & Theisen, C. (Hrsg.). (2009). Bildung Älterer. Chancen im demografischen Wandel. Edage. Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  50. Wehler, H.-U. (1975). Modernisierungstheorie und Geschichte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  51. Wolter, A. (2011). Die Entwicklung wissenschaftlicher Weiterbildung in Deutschland: Von der postgradualen Weiterbildung zum lebenslangen Lernen. Beiträge zur Hochschulforschung, 33, 8–34.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Ludwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland

Personalised recommendations