Zusammenfassung

Journalistische Produkte sind für viele Menschen zum Bestandteil des Alltags geworden. Ob unmittelbare Rezeption, Folgekommunikation oder ‘kollektives Wissen’: Journalisten üben vermittels ihrer professionell-kulturellen Erzeugnisse Einfluss auf ein breites Publikum aus. Die spezifische Perspektive auf das Sozialgeschehen und die in ihr implizierten sozialen Setzungen der journalistischen Akteure übernehmen auf diesem Wege die Funktion einer grundsätzlichen Bedeutungszuschreibung, der Konstruktion und Legitimation eines gesellschaftlichen nomos, der auch jenseits der journalistischen Feldgrenzen Gültigkeit erlangen kann. Diese über ihr eigenes Feld hinausreichende Macht der Journalisten (vgl. Bourdieu 2001a: 100), begründet die Motivation zur Auseinandersetzung mit der Frage, wer eigentlich die journalistischen Akteure sind und wie sich journalistische Praktiken und Positionierungen interaktiv zwischen den Akteuren als Feld gestalten. In der Sammlung kritisch-engagierter Texte zum journalistischen Feld, ‚Über das Fernsehen‘, schreibt Bourdieu über das journalistische Feld:

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Authors and Affiliations

  • Klarissa Lueg

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