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Genetik und psychologische Praxis: Ergebnisse der Expertenbefragung

  • Vanessa Lux

Zusammenfassung

Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln auf die veränderten Gen-Modelle, die aus ihnen resultierenden Erkenntnisgrenzen der psychiatrisch-genetischen Forschungsmethoden und die Veränderung des Krankheitsbegriffs sowie auf mögliche gesundheitspolitische Konsequenzen eingegangen wurde, stellt sich die Frage, wie sich diese aus der Literatur deduzierbaren Entwicklungstendenzen in der psychologischen Praxis niederschlagen. Zum einen könnten sich neue therapeutische Interventionsmöglichkeiten, etwa durch die Pharmakogenomik und die individualisierte Medizin, etablieren, aber auch die Präsenz der neuen Gen- Modelle unter den Praktikern selbst und damit verbundene Veränderungen des Krankheitsmodells und der anvisierten Interventionsebenen könnten Einfluss auf die Praxis haben. Zum anderen könnten neu aufkommende Themen und Problemlagen, wie sie etwa aus Nachfragen von Betroffenen deutlich werden, sowie damit einhergehende Konfliktkonstellationen zwischen Betroffenen oder ihren Angehörigen und den Praktikern entlang der Thematik „Gene für psychische Störungen“ Veränderungen in der Praxis herbeiführen. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Wissensstand und den Informationsquellen der Praktiker, aber auch der Betroffenen und ihrer Angehörigen in Bezug auf Genetik im Allgemeinen und im Hinblick auf psychiatrische Genetik im Speziellen.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Vanessa Lux
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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