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Soziale Schichtzugehörigkeit als gesundheitlicher Risikofaktor im Alter

  • Andreas Mergenthaler
Part of the Gesundheit und Gesellschaft book series (GESUND)

Zusammenfassung

Der soziologische Schichtbegriff hat mehrere historische Wurzeln und wird daher – sowohl im speziellen Bereich der „Health Inequalites“-Forschung als auch in der allgemeinen Sozialstrukturanalyse – uneinheitlich verwendet. Obwohl es sich um einen der zentralen Begriffe der Sozialstrukturanalyse handelt, gibt es bis heute trotz zahlreicher Definitionsversuche und weitverbreiteter Anwendung in der empirischen Forschung keine allgemein anerkannte Definition (vgl. Brusten 2007, S. 579; Diezinger/Mayr-Kleffel 1999, S. 35), weshalb der Schichtbegriff bisweilen gar als das ungenaueste Konzept der Theorieentwicklung zur sozialen Ungleichheit bezeichnet wurde (vgl. Hartfiel 1978, S. 56). Im allgemeinsten Sinne können unter sozialen Schichten „Gruppierungen von Menschen mit ähnlich hohem Status innerhalb einer oder mehrerer berufsnaher Ungleichheitsdimensionen…“ verstanden werden (vgl. Hradil 2005a, S. 40). In historischer Perspektive lassen sich jedoch mehrere Schichtungsansätze unterscheiden, die von jeweils unterschiedlichen theoretischen Grundannahmen ausgehen und sich in Form und Reichweite zum Teil deutlich unterscheiden. Im Vorfeld einer theoretischen Begründung schichtassoziierter Risiko-Mechanismen (vgl. Abschnitt 5.1) oder der lebenszeitlichen Dynamik des Schichtgradienten (vgl. Abschnitt 5.2) ist es daher erforderlich, den hier verwendeten Schichtungsbegriff möglichst präzise zu bestimmen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Andreas Mergenthaler
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

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