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Die „Kommunikationsarena“ und mediale Auswahllogiken als wesentliche Einflussfaktoren der NGO-Kommunikation

  • Thomas Könecke
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Zusammenfassung

NGOs investieren oft in sehr nennenswertem Umfang Ressourcen in ihre Positionierung mittels medialer Kommunikation. Außerdem wird – abhängig von der Bedeutung der Organisation mehr oder weniger regelmäßig – ungeplant in verschiedenen Medienformaten über sie berichtet. Die Öffentlichkeitsarbeit und medienvermittelte Wahrnehmung von NGOs spielen sich daher vor dem Hintergrund bestimmter Wirkmechanismen moderner Publikumsmedien und von deren Bedeutung für gesellschaftliche Meinungsbildungsprozesse ab. Hierbei sind Charakteristiken, die „Medienmärkte“ und die Auswahl von Medieninhalten prägen, von zentraler Bedeutung. Das Ziel dieses Aufsatzes ist es daher, einige wesentliche Rahmenbedingungen darzustellen, die die NGO-Kommunikation in modernen Mediengesellschaften beeinflussen. Hierzu werden folgende Themen betrachtet und deren Bedeutung für die NGO-Kommunikation herausgearbeitet: aktive und passive Kommunikation auf unterschiedlichen (Medien) Teilmärkten, die Rolle moderner Massenmedien bei Meinungsbildungsprozessen, Prozesse der Nachrichten- bzw. Inhalteauswahl anhand der Nachrichtenwert-Theorie. Die Ausführungen sind so gehalten, dass sie Praktikern in NGOs dabei helfen können, ihre kommunikativen Aktivitäten und Strategien zu reflektieren und in einem komplexen Umfeld zielführend zu gestalten. Außerdem werden Wissenschaftlern, Studierenden und anderen primär akademisch interessierten Lesern einige grundlegende theoretische Modelle an die Hand gegeben, mittels derer sie sich NGO-Kommunikation in modernen, medial geprägten Gesellschaften analytisch erschließen können.

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Authors and Affiliations

  1. 1.FrankfurtDeutschland

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